Entzündung heilt nicht ab trotz Zahn-OP

Zahnerkrankungen, Maul, Ohren, Augen, Gehirn- und Nervensystem (z.B. Anfallsleiden)

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Räubertochter
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Re: Entzündung heilt nicht ab trotz Zahn-OP

Beitragvon Räubertochter » 10.01.2018 15:07

Und als klassische Tierhomöopathin muss ich natürlich noich was zu Mucosa comp, Gingivia suis schreiben- diese Komplexmittel fordern einen immer wieder auf das Neue heraus :roll:

Vorneweg - das ist keine Homöopathie!!
Das Einzige was an der Herstellung von Heel für diese Mittel homöopathisch anmutet, ist die Herstellung nach HAB und die Potenzierung.
Wenn man sich Mucosa comp genauer anschaut, dann stecken dort 21 vesrchiedene Mittel drinnen, die in D Potenzierung (mit nachweisbarem Inhaltsstoff) verkauft werden. Wenn ich jetzt in einer homöopathischen Materia Medica nachschlagen würde, dann sieht man sicher bei jedem einzelnen Mittel den Bezug zu Zahn, Zahnfleisch etc. Das Ganze hat aber mit einer individuellen Homöopathischen Behandlung soviel zu tun, wie Äpfel mit Birnen.

Das Gefährliche ist dabei die kurzfristige Besserung der Symptomatik, weil der Organismus ja Impulse bekommt und darauf reagiert. Die langfristige Einnahme dieses Produktes kann zu Arzneimittelprüfungen führen. Allein die Mittel Belladonna und Lachesis in dieser D-Potenz lassen mir die harre zu Berge stehen. Wenn Findus irgendwann anfängt Anfälle zu bekommen und im Kreis zu drehen wird ein TA sagen, der Kater hat Epilepsie oder einen Hirntumor, dass das eine Nebenwirkung von der langfrsitigen Gabe mit Belladonna war, weiß er nicht und fragt da auch nicht nach.

Komplexmittel haben meist kurze Erfokge und daruf sind sie auch ausgerichtet, jede langfrsitige Gabe ist gefährlich, denn weder weist Heel daraufhin noch wissen die Tierärzte, auf was sie schauen müssen. Die oft positiven Berichte im Netz von Tierbesitzern, die das geben verleiten dazu zu glauben, dass es langfrsitig eine prima Therapie wäre. Aber diese Dosierung hat Auswirkungen, jedes homöopathische Mittel soll dem Organismus eine Information senden, dass er sich selber hilft. wenn ich eine große Anzahl von unterschiedlicher Information loslasse, was soll dabei herauskommen?

Gerne zitiere ich eine Kollegin: "Mit Komplexmitteln behandeln, ist wie mit einer Schrotflinte auf die Fliege an der wand zu schiessen. Eine Kugel mag die Fliege treffen, was der Rest anrichtet, weiß niemand."

Dass ich als Tierhomöopathin diese Komplexmittel ablehne hat noch einen anderen Grund. Es sind alles D-Potenzen, hier befinden wir uns, was die Pflanzen angeht in der Phytotherapie und auch bei allen anderen Bestandteilen wäe bei einer Prüfung Ursubstanz nachweisbar. Das Ganze nennt man organotrope Behandlung und gehört eher in die Kategorie wie das Gingiva suis, was ein Organpräparat ist. Da wird das Zahnflesch potenziert und als Homöopathie verkauft, was es nicht ist. Das ist Organtherapie, die zum teil beachtlich gute Erfolge hat.

Sorry Eva-Maria, mir war es wichtig, dass Du und auch die anderen Foris einen Einblick in sog. tierärztliche Homöopathie bekommt und auch einschätzen könnt, ob das Euer Weg ist oder nicht. Meiner ist es nicht, aber das liegt in der Natur der Sache.

Viele Grüße
Stefanie :s2439:
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Re: Entzündung heilt nicht ab trotz Zahn-OP

Beitragvon NicoCurlySue » 10.01.2018 17:07

Räubertochter hat geschrieben:Hallo Eva-Maria,
nur kurz vor Termin- Finger weg von Zylexis!!! Ich schreibe Dir gerne noch mehr dazu, aber bitte nicht in so einen Prozess dieses Horrormittel. Die Tierärzte haben keine Ahnung, was sie da Spritzen.

Melde mich nochmal!

LIebe Grüße
Stefanie


Liebe Stefanie,

ganz vielen DAnk für Deine schnelle Reaktion und die Antwort! Leider habe ich nun heute doch schon Zylexis spritzen lassen, weil die Tierärztin wirklich vertrauenerweckend wirkte. Mein ursprünglicher Plan war, noch etwas Bedenkzeit einzuplanen. Es ist jedoch so, dass der Rachen nun doch sehr rot ist und seitlich der Zunge, tja.....
Ich habe ihm nun heute 1 ml Zylexis spritzen lassen, der Plan wäre, am Freitag die nächste Spritze und dann evtl. nach 4 und dann nach 8 Tagen, je nach klinischem Bild.
So ein Mist!

Die TÄ hat mir noch weitere Alternativen genannt, meinte aber, es gäbe nichts, was bei allen Katzen wirken würde und man müsste sich für einen Weg entscheiden und dann diesen ausprobieren, danach den nächsten Weg.

Außerdem hat er jetzt heute-auch nach Absprache- noch Metacam bekommen, damit die Schmerzen aufhören und evtl. auch die Entzündung etwas abheilt. AB erst einmal nicht.

Was sie noch an Alternativen genannt hat:

-Eigenblutbehandlung
-unterschiedliche Interferone
-Hormone#
-Bestimmte AB, die wohl auch manchmal Calici "schwächen"
-Blutegel-Therapie wäre auch bei ihr möglich (hatte ich aufgrund eines anderen Forums-Beitrages gefragt)

Sie meinte, es würde im Moment keinen Sinn machen, zusätzlich zu einer Homöopathin zu gehen und im akuten Schub müsste man immer auch schulmedizinisch handeln. Sie hat sich wirkliich viel Zeit gelassen....

Direkt nach dem TÄ-Besuch hat Findus gefressen und geschmust, war auch im Garten, also erst einmal nichts Negatives bemerkt.

Ich lese die Infos über Zylexis heute abend, bin "eigentlich" noch am Arbeiten.

Echt blöd, dass ich so weit weg bin von Dir, sonst würde ich nämlich Findus einpacken und einen Termin bei Dir machen. Hier gibt es natürlich auch HPs, aber wenige und ich weiß ja auch nicht, welche wirklich gut sind....

Bei einer HP damals in Frankfurt war ich mit Curly und ihrer damaligen ZFE mit dem "Erfolg", dass ich es "verschleppt" habe und am Schluss das Gebiss wirklich in einem katastrophalen Zustand war. Jetzt, nach Extraktion fast aller Zähne geht es ihr durchgängig gut seit mehreren Jahren....

Was rätst Du mir nun? Brauchst Du noch Infos von mir?
Die TÄ meinte auch, es wäre immer Stress, wenn es akut wird und es sei eindeutlig eine Autoimmunerkrankung.

Herzliche Grüße und ganz, ganz vielen Dank für Deine Mühe!!!

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Re: Entzündung heilt nicht ab trotz Zahn-OP

Beitragvon NicoCurlySue » 10.01.2018 17:18

Räubertochter hat geschrieben:Und als klassische Tierhomöopathin muss ich natürlich noich was zu Mucosa comp, Gingivia suis schreiben- diese Komplexmittel fordern einen immer wieder auf das Neue heraus :roll:

Vorneweg - das ist keine Homöopathie!!
Das Einzige was an der Herstellung von Heel für diese Mittel homöopathisch anmutet, ist die Herstellung nach HAB und die Potenzierung.
Wenn man sich Mucosa comp genauer anschaut, dann stecken dort 21 vesrchiedene Mittel drinnen, die in D Potenzierung (mit nachweisbarem Inhaltsstoff) verkauft werden. Wenn ich jetzt in einer homöopathischen Materia Medica nachschlagen würde, dann sieht man sicher bei jedem einzelnen Mittel den Bezug zu Zahn, Zahnfleisch etc. Das Ganze hat aber mit einer individuellen Homöopathischen Behandlung soviel zu tun, wie Äpfel mit Birnen.

Das Gefährliche ist dabei die kurzfristige Besserung der Symptomatik, weil der Organismus ja Impulse bekommt und darauf reagiert. Die langfristige Einnahme dieses Produktes kann zu Arzneimittelprüfungen führen. Allein die Mittel Belladonna und Lachesis in dieser D-Potenz lassen mir die harre zu Berge stehen. Wenn Findus irgendwann anfängt Anfälle zu bekommen und im Kreis zu drehen wird ein TA sagen, der Kater hat Epilepsie oder einen Hirntumor, dass das eine Nebenwirkung von der langfrsitigen Gabe mit Belladonna war, weiß er nicht und fragt da auch nicht nach.

Komplexmittel haben meist kurze Erfokge und daruf sind sie auch ausgerichtet, jede langfrsitige Gabe ist gefährlich, denn weder weist Heel daraufhin noch wissen die Tierärzte, auf was sie schauen müssen. Die oft positiven Berichte im Netz von Tierbesitzern, die das geben verleiten dazu zu glauben, dass es langfrsitig eine prima Therapie wäre. Aber diese Dosierung hat Auswirkungen, jedes homöopathische Mittel soll dem Organismus eine Information senden, dass er sich selber hilft. wenn ich eine große Anzahl von unterschiedlicher Information loslasse, was soll dabei herauskommen?

Gerne zitiere ich eine Kollegin: "Mit Komplexmitteln behandeln, ist wie mit einer Schrotflinte auf die Fliege an der wand zu schiessen. Eine Kugel mag die Fliege treffen, was der Rest anrichtet, weiß niemand."

Dass ich als Tierhomöopathin diese Komplexmittel ablehne hat noch einen anderen Grund. Es sind alles D-Potenzen, hier befinden wir uns, was die Pflanzen angeht in der Phytotherapie und auch bei allen anderen Bestandteilen wäe bei einer Prüfung Ursubstanz nachweisbar. Das Ganze nennt man organotrope Behandlung und gehört eher in die Kategorie wie das Gingiva suis, was ein Organpräparat ist. Da wird das Zahnflesch potenziert und als Homöopathie verkauft, was es nicht ist. Das ist Organtherapie, die zum teil beachtlich gute Erfolge hat.

Sorry Eva-Maria, mir war es wichtig, dass Du und auch die anderen Foris einen Einblick in sog. tierärztliche Homöopathie bekommt und auch einschätzen könnt, ob das Euer Weg ist oder nicht. Meiner ist es nicht, aber das liegt in der Natur der Sache.

Viele Grüße
Stefanie :s2439:



Liebe Stefanie,

ich bin Dir sehr dankbar für diese ausführliche Erklärung!! Ich selbst bin bei einer klassischen Homöopathin in eigener Behandlung seit Jahrzehnten, finde das also sehr gut!

Mir war nicht klar, dass auch Gingiva und Mucosa Komplexmittel sind. Ich kann die Einwände absolut nachvollziehen!!!

Ich glaube, mir fehlt hier einfach eine wirkich gute Homöopathin! Ich will Findus wirklich helfen!!! Und es ist aktuell einfach so stark entzündet, ich möchte so gerne, dass es ihm besser geht!
Im Februar muss ich für 3 Wochen mit meiner Mutter in Kur, da muss er dann von "Fremden" gefüttert werden, das macht mir gerade auch Druck.

Letztes Jahr war ich schon so weit, selbst eine tierhomöopathische Ausbildung zu machen, damit ich alles endlich besser verstehe....ging dann erst einmal zeitlich nicht.....

Ich werde heute spätabends auf jeden Fall noch einmal hineinschauen. Falls es noch Sinn macht, mit Zylexis wieder aufzuhören, würde ich das natürlich auch gegenüber der TÄ vertreten!

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Re: Entzündung heilt nicht ab trotz Zahn-OP

Beitragvon Räubertochter » 10.01.2018 18:42

Huhu,
ich habe Dir noch eine private Nachricht geschickt, für weitere Infos :kiss:
Wenn Zylexis nur Einmal in der Katze ist, ist ja noch nicht alzu Schlimmes passiert, denke ich. Von allem Weiteren würde ich abraten.
Und, dass die Tierärztin von Homöopathie abrät bzw. meint diese bringe nüscht, wundert mich jetzt nicht...
Aber grad bei Autoimmungeschicj´hten ist es wichtig dem Organismus kein zusätzliches Feuer zu geben, sondern zurück in normale Bahnen zu lenken und das kann die Schulmedizin, leider, noch nicht.
Ihr waffn sind manchmal erschreckend rudiemntär und dazu kommt noch, dass die veterinämedizin der Humanmedizin um 20 Jahre hinterher hinkt.

Guck mal in Deine pns und dann lass uns nochmal Schreiben oder telefonieren. Da findet sich schon ein Weg!

Knuddler an Findus & einen schönen Abend
Liebe Grüße
Stefanie :s2439:
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