Welpe zu ca. 3 jährigem Mops

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Welpe zu ca. 3 jährigem Mops

Beitragvon groovemichel » 20.07.2013 14:51

Hallo,

ich habe eine Bekannte, die den ganzen Tag berufstätig ist und ihren Mops Kingston von einer Hundesitterin betreuen lässt. Da Kingston immer Aufmerksamkeit haben möchte,
hat sie sich entschieden einen zweiten kleinen Hund zur Gesellschaft anzuschaffen. Die Wahl ist vor einer Woche auf einen 7 Monate alten Pudelmischling gefallen.
Die Halterin war mit einem 2. Hund, Haus und Kind überfordert. Bei der Übergabe meinte sie wohl, dass sie ihn wenn er nicht lieb ist in seine Box sperrt.
Ich habe Kingston und Pico heute zusammen erlebt. Der Mops ist sensibel und relativ ruhig. Er kam noch nicht mal um sich von mir streicheln zu lassen, wirkte relativ unglücklich.
Pico hat bisher keine Manieren und ist sehr lebhaft. Jetzt weiß meine Bekannte nicht was sie tun soll. Sie würde den zweiten Hund gerne behalten, aber möchte auch, dass Kingston glücklich ist.
Gibt es dazu Meinungen oder Erfahrungen ? Wir sind für jeden Hinweis dankbar.

Michaela


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Re: Welpe zu ca. 3 jährigem Mops

Beitragvon Schuggi » 20.07.2013 16:09

Sorry das mal vorweg, für mich ist es nicht nachvollziehbar
wie man sich einen Hund anschaffen kann, wenn einem
grundsätzlich schon mal die Zeit fehlt, sich dann aber noch einen
zweiten Hund zu zulegen verschlägt mir förmlich die Sprache. :shock:

Wenn der Mops so ist wie Du beschreibst ist er garantiert erstmal
beleidigt und unzufrieden, ist doch logisch wenn er bisher alleine war
und Aufmerksamkeit für ihn das A & O ist.Da kommt ein Pico daher
der bis Dato keine Erziehung genossen hat und schon allein dadurch
im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, unerzogene Hunde spricht
man ja kontinurlich an, damit sie mit ihren "Döneken" aufhören, gilt
ebenso für Hunde die erzogen werden sollen und noch sehr jung sind :wink:

Ob ein quirliger Pudelmix (Pudel gelten als die tempramentvollen Clowns aller Hunde,
mein erster Hund war ein Pudel) allg. für einen sensiblen Mops die richtige
Gesellschaft ist, mag ich nicht beurteilen, aber Angesichts der Möpse
die ich kennengelernt habe (schnaufend, röchelnd, meist zu mollig,
und einer eher schlechten Kondition - gibt nur sehr wenige Ausnahmen)
hege ich leichte Zweifel. Andererseits kann aber auch alles wunderbar
funktionieren.Und eine Woche ist wirklich keine Zeit um zu wissen wie
die Zukunft aussehen mag bzw. bringen wird. Als erstes sollte Pico erzogen
werden das muss ja wohl die Hundesitterin leisten zumindest den Löwenanteil :roll:
ist das erfolgt kann sich das Blatt zu 100% wenden und zwar ins Positive.

Pico wieder weg zu geben wäre die andere Option, die ich selbst für fatal
halte, denn offensichtlich erging es ihm in seinem vorherigen Zuhause nicht
besonders gut, wenn ich allein an die Box denke könnte ich Fuchsteufelswild
werden, Pico ist ein Opfer von Besis die weder denken noch nachdenken
und das kleine Kerlchen muss es jetzt ausbaden, das ist doch echt zum ko..en!!!

Nur eines noch, Pudel somit auch Pudelmix sind enorm intelligent und gelehrig
ich würde Pico in jedem Fall eine Chance geben, und die Hunde werden sich
wenn sich alles eingespielt hat sehr wahrscheinlich gut arrangieren, mich würde
es arg wundern wenn es nicht so käme. Und eines ist Gewiss, jeder Hund, jede
Katze und auch andere div. Tiere sind erstmal bedröppelt wenn sie ihren Besi
plötzlich teilen müssen. Es ist auch gut möglich das die Bekannte von Dir es etwas
überbewertet, vielleicht auch aus schlechtem Gewissen (ich für meinen Teil hätte eins wenn ich meinen
Hund täglich in die Obhut anderer geben müsste). In jedem Fall sollte man die Sitterin
mal fragen wie sie es empfindet, schätze sie wird es etwas nüchterner betrachten.

Der neue Hund sollte schleunigst richtig erzogen werden (gut erzogene Hunde müssen
in keine Box weil sie nicht lieb sind), dann werden sich ganz sicher
einige Problemchen in Wohlgefallen auflösen...und bitte nicht vervessen zwischen beleidigt
und unglücklich sein liegen Universen!!!

Nachtrag:
Ich denke es passt hundertprozentig zum Thema...
seit 2 Wochen besuche ich meine Tochter täglich über mehrere Stunden
als es ganz böse stand sogar über 8 Stunden am Stück im Krankenhaus,
bereits nach dem zweiten Tag hat mich meine Cookie ignoriert wenn ich nach
Hause gekommen bin, nicht mal die übliche überschwengliche Begrüßung
war drin.
Mein Keks hat mich sprichwörtlich nicht mit dem Arsc.... angeguckt,
sie wird ist jetzt 4,5 J. alt und kennt solch eine Situation überhaupt
nicht, nur das ich vielleicht im Monat mal 1-2 mal zum Arzt bin, was für sie
absolut okay ist. Zusammengefasst: Cookie hat mir gezeigt was ne Harke ist,
sie hat mich mit kompletter Nichtachtung gestraft 8)
erst wenn ich das Licht gelöscht habe um zu schlafen hat Cookie sich zu mir
und Monty ins Bett geschlichen.
Bild
Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das was übrig
bleibt, wie unwahrscheinlich es auch wirken mag, die Wahrheit sein...

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Re: Welpe zu ca. 3 jährigem Mops

Beitragvon groovemichel » 20.07.2013 16:39

Danke für die ausführliche Antwort. Die Hundesitterin beschäftigt sich richtig mit den Hunden und Kingston liebt sie. Wenn meine Bekannte zu Hause ist haben die Hunde Priorität.
Also, den fehlt es an nichts. Ich hatte die Bekannte beim Einkaufen getroffen. Der Mops kam gar nicht um mich zu begrüßen wie sonst, reagierte auf nichts. Daher hab ich gesagt ich
finde das Kingston unglücklich wirkt.
Pico lernt wohl schnell. Das Spazierengehen war wohl anfänglich auch ein Problem, aber da hat er sich schon beruhigt. Zu Hause spielen die wohl schön zusammen. Ich hoffe, dass es so ist wie Du sagst und sie sich zurechtfinden.
Kingston wird wahrscheinlich noch operiert, damit er besser Luft bekommt.

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Re: Welpe zu ca. 3 jährigem Mops

Beitragvon Schuggi » 20.07.2013 17:45

Das glaube ich Dir sofort das es den Hunden an nichts
fehlt und sie die oberste Priorität sind.
Ist bei meinen und Deinen Tieren wahrscheinlich nicht anders :love:

Manchmal weis man auch nie wie es kommt, es gibt "Scheidungs/
Trennungshunde" da muss Besi dann auch wieder arbeiten gehen u.s.w. da hat man
dann wirklich Pech. Aber wenn man von Anfang an weis das man Vollzeit
arbeiten muss und alleine ist, dann sollte man sich keinen Hund zulegen finde ich zumindest.
Ich habe neulich einen Bericht gelesen das immer mehr Arbeitgeber erlauben
das man seinen Hund ins Büro mitbringen darf, das finde ich wenn die Umstände
passen wiederum ok, ob Hundi Zuhause im Körbchen chillt oder im Büro
das nimmt sich nicht viel wenn die Mittagspause für den Park genutzt wird :D

Nochmal zu Kingston, wenn es bei Euch auch so heiss ist wie hier, hatte er
vielleicht einfach keine Lust kurz zu schmusen der sich tätscheln zu lassen,
und wenn er zu den armen Möpsen gehört die eh schon schlecht Luft bekommen
möchte ich nicht wissen wie schwer ihm die Hitze zusätzlich zu schaffen macht.
Das seine Besi ihn operieren lässt finde ich gut, auch wenn man vorher nie
genau weis ob so eine OP den gewünschten Erfolg bringt, das ist ja immer
so eine komplzierte Sache. Ich wünsche Kingston ganz viel Glück!!!

Ich sag das jetzt einfach mal....
ich finde Möpse haben ein Gesicht das irgendwie immer "traurig/bedröppelt"
aussieht, und wenn es dann noch einer ist dem die Augen aus den Höhlen
quillt sieht es noch trauriger aus. Ich werde nie begreifen wie eine Rasse
mit so unendlich vielen gesundheitlichen Handicaps herangezüchtet werden
konnte und dann auch noch zum TOP Modehund :roll: mutieren konnte/kann, der
Hype ist ja immer noch ungebrochen, und das was zurückzüchten nennt, ist
viel zu wenig. Für mich wäre es der blanke Horror einen Hund zu haben bei dem
ich täglich denke jeden Moment erstickt er. Nun ja jedem das seine, aber
echte Tierliebe sieht für mich anders aus.
Schnell noch angemerkt...es gibt div. Rassen da hat man viel falsch gemacht,
sieht bei den Katzen übrigens auch nicht anders aus.

Nachdem was Du jetzt über Pico berichtet hast, das er schnell lernt,
wird bestimmt alles gut und nicht zu vergessen der Kleine wird ja auch noch erwachsen :s1969:
Und wenn die Beiden Zuhause zusammen spielen, kann es doch nicht
besser laufen, d.h. sie mögen sich...beste Vorraussetzungen für alles :s1957:
Bild
Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das was übrig
bleibt, wie unwahrscheinlich es auch wirken mag, die Wahrheit sein...



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