Kein Appetitund Erbrechen, aber... (lang!)

Typische Katzen-Krankheitssymptome

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Diadre
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Kein Appetitund Erbrechen, aber... (lang!)

Beitragvon Diadre » 09.08.2006 13:54

Hallo zusammen,

Minou hat vergangenen Freitag angefangen sich zu übergeben, mal wars besser dann wieder schlimmer, bis sie dann Sonntagnacht innerhalb 1,5 Stunden sich 5x übergeben hat. Wir sind dann Montag gleich zum TA, Blutbild ok, kein Fremdkörper (geröntgt), kein Fieber, vermutl. Infektion. Also Antibiotikum gespritzt, das Röntgenkonntrastmittel beruhigt auch den Magen, für zu Hause dann noch Antibiotikum als Tabletten und MCP gegen die Übelkeit.
Als wir von TA zurückkamen, war der erste Weg der zum Futternapf. Ich hatte Diätfutter und sie frass nach herzenslust und war anscheinend wieder ganz die Alte. Medikamentengabe klappte am Abend auch wunderbar.Bis Nachts um 4. Da hörte ich, dass sie sich wieder übergibt.
Am nächsten morgen war es gerade noch möglich ihr die MCP zu geben, Tablette? Kein Chance. Auch Mittags konnte ich sie mit nichts locken, kein Thunfisch, keine Vitaminpaste nichts rührte sie an. Die AB TAblette hab ich ihr dann in einem Leberwursthäppchen direkt ins Mäulchen gegeben - nach einer halben Stunde kam sie im gelösten Zustand wieder raus.
Also wieder zum Tierarzt. Wieder geröngt, alles ok, Kontrastmittel war durch. Wieder ein Spritze mit AB und ca. 10ml Maaloxan. Für zu Hause die Anweisung zusätzlich zum Rest noch 1ml Maaloxan morgens und abends und wenn sie bis heute nicht frisst, wiederkommen.
Was passiert? Ich lasse Minou aus der Kiste und sie läuft wieder schnustracks zum Napf und frisst. Genau wie am Tag davor.
Heute nacht hat sie mich sogar geweckt weil sie fressen wollte.
Als es ehute morgen dann an die Medikamentengabe ging, war alles wieder vorbei. Sie roch die Tropfen im Futter und verweigert seitdem alles Essbare. MCP und ein Bruchstück von dem ml Maaloxan haben wir noch per Spritze reinbekommen, das wars. Das Antibiotikum steht noch aus, mit Gewalt will ichs nicht mehr versuchen, denn sie befürchtet schon das Schlimmste wenn ich sie nur streicheln möchte.
Was also tun?
Muss das Antibiotikum denn unbedingt sein? Vielleicht wird ihr davon schlecht.
Wieso frisst sie so gut, gehts ihr so gut wenn sie vom TA kommt? Liegts am gespritzten AB oder am magenschützenden Kontrastmittel bzw. am Maaloxan, das sie beim TA in viel grösserer Menge bekommen hat?

Liebe Grüsse
Diadre


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Martha Musselmink
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Beitragvon Martha Musselmink » 09.08.2006 14:09

Hallo!

Erst einmal herzlich willkommen hier!

Zu Deiner Frage: Also ich halte es für nicht so glücklich, der Katze gleich nach dem TA-Besuch etwas zu fressen zu geben. Als mein Meo damals mal eine Magenverstimmung hatte, durften wir ihm einen Tag nichts zu essen geben, damit sich der Magen erst einmal beruhigen kann. Heilfasten sozusagen.

Zur Medikamenteneinnahme. Es git AB-Retard-Spitzen, hat Nadja im Herbst gegen ihren Durchfall bekommen. D.H. es wird ein Depot AB gespritzt, das seine Wirkung über drei Tage entfaltet. Ich musste ihr gar keine Tabletten geben.

Ruf doch mal beim TA an und frag ihn, ob so etwas möglich wäre. Würde allerdings einen weiteren Besuch beim TA bedeuten.

Das AB absetzen würde ich auf keinen Fall auf eigenen Verantwortung!

Gute Besserung fürs Kätzle!
Man kann im Leben auf vieles verzichten,
aber nicht auf Katzen und Literatur!

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Diadre
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Beitragvon Diadre » 09.08.2006 14:20

Hallo Martha Musselmink,
danke für die schnelle Antwort und fürs "Willkommenheissen"! :-)

Meine Meinung wäre auch gewesen, lieber mal 1-2 Tage fasten, damit sich der Magen beruhigen kann. Ist bei uns Menschen ja auch nicht anders. Aber TA sagte, wenn sie bis morgen nicht frisst, wiederkommen.

Darüber, dass sie gleich gefressen hatte war ich also heilfroh - sie ist sowieso nur ne halbe Portion und gut vertragen hat sie es ja auch. Ich habe natürlich drauf geachtet, dass es immer nur kleine Portionen waren, Stunde für Stunde. War ja auch alles super, bis heute morgen.

Wg. dem DepotAB werde ich nachfragen, wollte sowieso TA anrufen und berichten.

Aber wieso immer dieser Wandel?!

LG
Diadre

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Beitragvon Monchichi » 09.08.2006 22:45

Hallo und ganz herzlich Willkommen hier !!!

Ja das Phänomen kenne ich auch,
sie kommen vom Tierarzt nach Hause und es geht ihnen
plötzlich viel besser....
Ob es wohl auch mit der Freude zusammenhängt,
daß sie wieder zu Hause sind ??
Ich könnte mir da mehrere Faktoren vorstellen, die das bewirken...
aber geneu wissen tu ich es leider auch nicht....... :roll:

LG
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Beitragvon Aiur » 10.08.2006 07:43

Ja, MCP in Tropfenform schemckt grauselig, hast du es mal selbst probiert? Widerlich.

Vielleicht holst du MCP in Tablettenform, es sind sehr klein und shcmecken erstmal nach nix.
Unserem Odin war MCP übers Futter auch nicht einzuflössen, geschweige denn direkt ins Maul , weiles einfach sop ekelhaft schmeckt.
Mit Tabletten gabs das Problem nicht- Probiers mal.

Wenn es mit den AB- Tabletten überhaupt nicht klappen will- AB kannst du auch selbst spritzen, unter die Haut, also subkutan, wenn der TA es dir vorher zeigt. Es ist zwar nicht so ganz erlaubt, aber wenns abders nicht geht-

Es geht einfachm schnell, tut nicht weh und ist wesentlich angnehmer als das hereinzwingen.
Tägliche AB- Gaben sind sicherer und genauer als Depotspritzen.

Gehe heute unbedingt wieder zum TA, du kannst die AB- Behandlung nicht einfach so unterbrechen, damit züchtest du deiner Katze resistente Keime, die auf bestimmte AB gar nicht mehr ansprechen- Nicht nur die Bakterien, die jetzt ihre Magenverstimmung auslösen, sondern auch sonst alles, was noch ruhig in ihr schlummern könnte.

LG
Sandra


Diadre
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Beitragvon Diadre » 10.08.2006 14:49

Hallo,

ich möchte berichten, dass es Minou wieder viel besser geht.
Zusammen mit dem TA wurde gestern Nachmittag 15:00 telefonisch vereinbart, die Medikamente wegzulassen und erst mal abzuwarten was passiert. Sollte Minou bis 19:00 nicht gefressen haben, sollte ich mich nochmal melden. Kurz vor 19:00 wackelte sie dann tatsächlich zum Fressnapf und nahm einen Happen. Und er blieb drin. Nach ner halben Stunde dann nochmal, und nochmal, ... und kein Erbrechen mehr :-)
Heute ist sie schon wieder fast die Alte.
Daraus schliesse ich, dass man manchmal vielleicht erst mal abwarten sollte, Diät und die üblichen "Hausmittelchen" versucht und nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießt.

Liebe Grüße an alle, dieses Forum ist klasse, werde in Zukunft auch "ohne Not" hier vorbeischauen, vielleich kann ich ja auch mal weiterhelfen.

Diadre :-)

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Beitragvon catanddogs » 27.09.2007 08:58

ja, mit Kanonen auf Spatzen sollte man sowieso nie schiessen, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht ! unsere hatte mal was ähnliches



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