Kratzen bis zum Wahnsinn

Typische Katzen-Krankheitssymptome

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Isabeau
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Kratzen bis zum Wahnsinn

Beitragvon Isabeau » 05.07.2007 18:36

Oh je,
was bitte könnte das sein? Eine Freundin aus Spanien schrieb eben, der Name sei sehr lang und kompliziert, die Katzen würden sich ununterbrochen am Hals kratzen, regelrecht Hautstücke und Fell rausreißen, im Endstadium gäbe es ein Geschwür auf der Zunge, das die Nahrungsaufnahme unmöglich macht. Daran leidet gerade ihre Emma, die TÄ empfahl, sie lieber gleich einschläfern zu lassen.
Und ich weiß mit dieser diffusen Angabe gar nicht, wo ich anfangen soll zu suchen. Nebenbei macht sie mich komplett verrückt, da ich seit 8 Monaten gegen Jakobs Kratzerei nicht ankomme. Er hat nix, keinen Floh, keinen Haarling, keine Allergie, null – vom TA bestätigt. Zuletzt ist mir jetzt Diabetes als mögliche Ursache eingefallen.
Aber vielleicht weiß jemand von euch, was das sein könnte, vor allem eben diese „spanische Diagnose“.
Hoffentlich! Und vielen Dank schon im Voraus
Isabeau


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Beitragvon vilica65 » 05.07.2007 18:43

O je würde dir so gerne helfen...habe aber keine Ahnung :(
Hoffentlich melden sich noch genug leute, die vielleicht etwas wissen.
Wünsche dir das du Antworten findest die du brauchst :(

LG, Vesna
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Liebe Grüsse, Vesna

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Beitragvon teufelchentf » 05.07.2007 19:05

Kenne mich mit Krnakheiten auch nich wirklich aus...hoffe dir kann geholfen werden und du kriegst die Infos die du brauchst...

Drück die Daumen !
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Re: Kratzen bis zum Wahnsinn

Beitragvon SONJA » 05.07.2007 19:22

Hallo,

Isabeau hat geschrieben:Aber vielleicht weiß jemand von euch, was das sein könnte, vor allem eben diese „spanische Diagnose“.
Hoffentlich! Und vielen Dank schon im Voraus
Isabeau


Du meinst aber nicht das Eosinophiles Granulom ?

lg
sonja
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Beitragvon user_2177 » 05.07.2007 19:26

Und gegen Pilze ist er auch getestet?

Wenn das auch ausgeschlossen werden kann, könnte es ja auch ein psychisches Problem sein.

Erzähl doch mal ein wenig, wie Jakob sonst so drauf ist und wie er bei Dir lebt. Vielleicht kann man daraus was ableiten... :wink:

Liebe Grüße
Hatschmann


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Beitragvon Isabeau » 05.07.2007 20:53

Vielen lieben Dank für Eure Antworten.
Leider habe ich keine Ahnung, was Tina in Spanien meint, eine leichte „Schelte“, sie solle sofort noch einmal bei der TÄ nachfragen, ist unterwegs.
Eosinophiles Granulom wäre möglich, hat ja meines Wissens ein sehr breites Spektrum. Bei Emma ist es jedenfalls so, dass sie sich schon seit vielen Wochen mit nässenden kaum heilenden Wunden am Hals plagt, könnte also passen. Aber führt dieses Eos. Granulom zu Zungengeschwüren mit tödlichem Verlauf?
Jakob hat sich bisher „nur“ das Fell um den Kopf herum dünn gekratzt. Nein auf Pilze wurde er noch nicht getestet, der TA meinte, die Haut sei völlig in Ordnung, Pelz ebenso. Und Pilze habe ich bei den Outdoors schon einmal gesehen bzw. behandeln müssen, das sind ja richtige Schneisen im Fell.
Wie darf ich mir psychischen Juckreiz vorstellen? Er ist überhaupt nicht verhaltensauffällig, es sei denn, indem er zu lieb ist für einen Kater. Gleichzeitig aber sehr souverän. Wer draußen Ärger mit ihm sucht, rennt ins Leere – Jakob dreht sich um und geht. Zu Hause legt er großen Wert auf Ruhe und Verlässlichkeit. Wenn’s nach ihm ginge, sollte ich den ganzen Tag auf der Couch sitzen, damit er mit dem Kopf unter meinem Arm schnurrend seine Geborgenheitsbedürfnisse pflegen kann. Hektik, Stress und Lärm gibt’s hier gar nicht (allenfalls die wilden Katzen um’s Haus sind ein Stressfaktor). Ich lasse ihn ganz selten alleine, bin im Prinzip rund um die Uhr verfügbar. Er verlässt sich darauf, nutzt es aber nicht aus. Aufstehen darf ich zwar, um ihm das Fenster zu öffnen, aber wenn er um halb fünf nach Hause kommt, legt er sich brav hin und wartet bis zur offiziellen Zeit, um sein Frühstück einzufordern. Kurz: ein total cooler, liebenswürdiger Kater.
Kann man daraus etwas ableiten?
Merci
Isabeau

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Beitragvon Regina » 05.07.2007 21:10

Hallo Isabeau,

meine Tiggy kratzt sich im Moment auch ununterbrochen und hat viele offene Stellen. Entweder kommt es von irgendwelchen Milben o.ä. im Sand, in dem sie sich wälzt, oder es sind Zeckenbisse. Dies kann vor allem in südlicheren Gefilden verschiedene Ursachen haben.

Was sagt denn der TA????

Viele herzliche Grüsse aus Frankreich,
Regina

:putzen:
Ich sah die Tiere in ihren Zwingern und Käfigen im Tierheim.
Den Abfall der menschlichen Gesellschaft.

Ich sah in ihren Augen Liebe und Hoffnung, Furcht und Verzweiflung, Traurigkeit und Betrug.
Und ich war böse. "Gott", sagte ich, "das ist schrecklich! Warum tust Du nicht was?"

Gott schwieg einen Augenblick und erwiderte dann leise: "ich habe was getan...
...ich habe Dich erschaffen.

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Beitragvon user_2177 » 05.07.2007 21:38

Hallo Isabeau,

Pilzkrankheiten äußern sich manchmal auch untypisch. Es bilden sich nicht immer Schneisen pp. und Milben sitzen unter der Haut und verursachen dort Juckreiz. Wenn Du völlig sicher gehen willst, dass es keins von beiden ist, kannst Du es ja vorsichtshalber testen lassen (Pilztest kostet bei meinem TA 20,-€).

Ja, psychischer Juckreiz. Schwierig zu erklären. Unser TA hat es wie folgt geschildert: wenn die Katze über einige Zeit Probleme hat (welcher Art auch immer - sie meinte, manchmal reicht es aus, nur alleine das Katzenklo an eine andere Stelle zu verfrachten - manche Katzen sind da sehr empfindlich) dann kann es sein, dass sie sich das Fell wegbeißt oder kratzt. Immer wieder. Wie ein Automatismus. Helfen können Bachblüten und beruhigende Substanzen (z.B. Feliway).

Gute Grüße
Hatschmann

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Beitragvon Isabeau » 06.07.2007 10:20

Hallo zusammen,
einen speziellen Pilztest habe ich bei Jakob noch nicht machen lassen, aber er bekam mehrfach so ziemlich alles, was es an Nackenspots gibt. Völlig wirkungslos bzgl. Kratzerei. Zuletzt habe ich ihm gegen den Juckreiz hom. Sulfur in Hochpotenz verabreicht, Ledum gebe ich ihm ebenfalls als Vorbeugung gegen Zeckenbefall. Der TA untersuchte ihn wirklich sehr gründlich und meinte: „Da ist absolut nichts“. Angefangen hat es eigentlich in dieser extremen Form, als er kurz vor Weihnachten 3 Tage verschwunden war, ganz sicher versehentlich irgendwo eingesperrt. Er war halb verhungert und verdurstet, mochte zunächst gar nicht mehr nach draußen. Nur wenn er dabei etwa in einem Hof-Schuppen mit einem Gift in Berührung gekommen wäre, hält das doch nicht 7 Monate an?
Veränderungen zu Hause fallen flach mitsamt Klöchen. Er erledigt seine Geschäfte draußen. BB ist eine interessante Idee. Was sollte ich ihm dann geben? Etwa Crab Apple? Oder/und „seine“ Blüte Wild-Oat? Auf die kam ich, weil er immer 100 Sachen gleichzeitig im Kopf hatte, sich nicht konzentrieren konnte. Klingt komisch, ich weiß, aber es half z.B. sehr in einer Phase, in der er ganz schlecht futterte, ständig rein und raus wollte, einfach nicht wusste, was er zuerst machen sollte.
Für weiteren Rat wäre ich sehr dankbar
Isabeau



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