Katzen-Gedichte

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Miezie Maus
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Beitragvon Miezie Maus » 29.08.2008 10:23

:s1968: :s1968: :s1968: Wie süß :s1986: :s1986: :s1986:


Mein Mäuschen ist ja eh nicht so die Schmuserin.Gestern habe ich sie aber drin behalten für ne viertel Stunde.Sie kam immer übers Sofa gesprungen um mir zu zeigen das sie raus will. ich wollte aber mal ein wenig mit ihr schmusen, sie aber nicht. Irgendwann hat sie wohl gemerkt das sie ohne eine Runde Kuscheln nicht raus kommt :lol: :lol: :lol: :lol: Sie hat sich dann tatsächlich für ca.5-10 Minuten auf meinen Bauch gelegt und geschmust, dann ist sie aufgesprungen und schnell zur Tür. Habe sie natürlich dann raus gelassen :lol: :lol: :lol:
Liebe Grüße von Sarah
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Miezi Maus und Happy Fetz Junior : We will love you forever


user_2562
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Beitragvon user_2562 » 29.08.2008 11:14

:s1957: :s1967: :s1969: :s1968: :s1942:

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MinkiPlinki
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Beitragvon MinkiPlinki » 29.08.2008 15:06

Hallo Jutta,
ja, damit kann ich mich auch identifizieren. Vor allen der
Lüdde sagt mir immer gleich, wenn er etwas möchte.
Minka ist da schon ruhiger.

Sehr schönes und passendes Gedicht!

Viele Grüße
Claudia mit Minka & Teddy

:s2301: :s2482:

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Lea-Coonie
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Beitragvon Lea-Coonie » 29.08.2008 16:52

Huhu,
ja ich fand das auch so passend,es gibt ja so viele schöne Gedichte.
Tolle Sammlung. :kiss:
Für immer im Herzen,Cayenne,Billy,Biyou und Lisa
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LG Jutta und Lea

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Thunder
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Das Weihnacgtskätzchen

Beitragvon Thunder » 24.12.2008 01:58

Das Weihnachtskätzchen

Ich hab an jene Winternacht
auch später oftmals noch gedacht
so viele Jahre liegt’s zurück
als ich am Wege fand mein Glück

Kein Mensch kennt bisher die Geschichte
von der ich euch sogleich berichte
sie brachte Kummer mir und Freud
ich spür’s im Herzen auch noch heut

Der Wind pfiff heulend um das Haus
ein leises Jammern rief mich raus
wo kam es her in dieser Nacht
welch Schmerz nur hatte es entfacht?

Die Eltern saßen in der Stube
so schlich ich mich als kleiner Bub
zum Haus hinaus – nur kurz geguckt
schon hatte mich die Nacht verschluckt

Der Schnee, er weht ins Gesicht
ich sah die Hand vor Augen nicht
doch lief ich los, am Wald entlang
wo ich es schließlich frierend fand

Ein kleines Kätzchen saß im Schnee
und zitternd schaut es in die Höh’
das Fell, es war schon eingeschneit
und keine Mutter weit und breit

Es sah mich an, war ganz allein
wie konnte das nur möglich sein?
Wer hatte wohl in dieser Nacht
das Kätzchen nur hierher gebracht?

Ich hob es zu mir in die Höh’
befreite es von Eis und Schnee
trug’s schnell zu meiner Eltern Haus
- und flog in hohem Bogen raus

Ein Tier im Haus – kommt nicht in Frage
ich dulde keine Katzenplage
drum setz sie sofort vor die Tür
nur ich, mein Sohn, bestimme hier

Des Vaters Worte taten weh
ich ihn noch manchmal vor mir seh’
er nahm das Kätzchen einfach fort
ich weinte still und sagt’ kein Wort

So setzte er es vor die Tür
ich haßte ihn so sehr dafür
mau, mau, klang’s lang von draußen noch
der Schmerz mir tief ins Herz ´reinkroch

Dann Stille – kein Miauen mehr
ich fühlte mich verzweifelt, leer
es war erlöst, fand Frieden nun
und konnte ewig aus sich ruh’n

Dann schließlich kam die Heilignacht
Geschenke wurden viel gemacht
der Weihnachtsmann bracht Äpfel, Nüsse
die Tanten schenkten feuchte Küsse

Die Fröhlichkeit, sie fiel mir schwer
ich ging zu Bett, im Herzen leer
ich mocht nicht feiern, wollt nicht spielen
tat mich ganz schrecklich einsam fühlen

Der Schlaf kam bald in dieser Nacht
als ich noch einmal kurz erwacht
mein Vater hielt still meine Hand:
Sieh’, was ich eben fand!

Der Weihnachtsmann hat’s wohl vergessen
er kam zurück kurz nach dem Essen
und meinte, dieses sei für dich
ich dachte erst, da irrt er sich

Der Vater lachte, strahlt’ mich an
ich heut’ mich noch erinnern kann
in seinem Schoß, ganz klitzeklein
saß mein geliebtes Kätzlein

Alexander Conradt 1950
Dt. Redakteur
Liebe Grüsse
Thunder


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Waldtrolle
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Wohnungstiger!!!!

Beitragvon Waldtrolle » 01.03.2009 22:40

Der Wohnungstiger

Wenn jemand sich ´ne Katze hält,
ist das etwas was mir gefällt.
Denn es ist hinlänglich bekannt:
Ein Katzenfreund ist tolerant.
Ein Mensch, der seine Katze liebt,
Ihr auch einiges vergibt.
Sie schläft am Tag, doch in der Nacht,
da ist Ihr Jagdinstinkt erwacht.
Dann schleicht Sie durch das ganze Haus,
um sich zu erbeuten eine Maus.
Mäuse zu finden heutzutage,
ist schwer, wohnt man doch auf der Etage.

Der Jagdtrieb will befriedigt sein,
Sie stellt sich auf was and´res ein,
und jagt ´ne Motte oder Fliege,
nur, das Sie was zu jagen kriege.
Springt dabei über Tisch und Bänke, nicht selten auf die höchsten Schränke,
wobei, was dort war abgestellt
dann unverhofft zu Boden fällt.

Der Katzenfreund, im Schlaf erschreckt,
den Schaden in der Nacht entdeckt.
Jedoch, er schimpft nicht mit dem Tier,
er weiß, das Tier kann nichts dafür.
Er räumt die Scherben weg und denkt:
"Die Vase wurd mir eh geschenkt,
war hässlich, und wenn ich´s bedenke,
ich hasse hässliche Geschenke!"

Streichelt der Katze übers Haupt,
Die sich jetzt noch belobigt glaubt.
Sie wird vom Menschen sehr geliebt.
Auch wenn es manchmal Scherben gibt.


Das habe ich von einer ehemaligen Freundin mal bekommen und fand, da steckt viel Wahrheit drin.

Gruß Petra
Würde man Katzen mit dem Menschen kreuzen, würde der Menschen veredelt werden aber die Katze herabgesetzt.
Mark Twain

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vilica65
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Beitragvon vilica65 » 02.03.2009 09:56

Annett Louisan

Die Katze

Du hast sie gefunden.
Jetzt liegt es bei dir.
Dich um sie zu kümmern,
wer weiß,
vielleicht schnurrt sie dafür,
Sie kommt und sie geht, wann immer sie will.
Sie räkelt sich in deinen Laken aus weichem Flannell

Sie spielt mit der Beute, zieht nie mit der Meute,
sie kuscht nicht.
Sie zählt deine Mäuse, sie mordet sie leise und gründlich.
Nein sie wird dir nie gehören,
doch du streichelst sie so gern
Das weiß sie ganz genau,
miau

Sie krallt sich dein Kissen und thront arrogant.
Sie frisst dir die Haare vom Kopf, aber nie aus der Hand.
Willst du sie dir greifen, faucht sie, rühr mich nicht an
hast du absolut keine Zeit für sie, schleicht sie sich an

Sie fällt auf die Pfoten, sie spielt nicht nach noten,
sie sträubt sich.
Du kannst sie nicht führen und auch nicht dressieren,
sie spurt nicht
Nein sie wird dir nie gehören,
doch du streichelst sie so gern
Das weiß sie ganz genau,
miau

Sie spielt mit der Beute, zieht nie mit der Meute,
sie kuscht nicht.
Sie zählt deine Mäuse, sie mordet sie leise und gründlich
Nein sie wird dir nie gehören,
doch du streichelst sie so gern.
das weiß sie ganz genau,

Nein sie wird dir nie gehören,
doch du streichelst sie so gern.
das weiß sie ganz genau,
miau
KIKI - GINA - ONYX - PICCOLA - BELLA
und BIMBO im Herzen

------------------------------------------------------------------------------------------------------
Liebe Grüsse, Vesna

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Beitragvon SONJA » 13.03.2009 19:48

Sah die Katz ein Mäuslein gehn,
Mäuslein rot verkleidet-
ging als Wetterphänomen, hatte "Sturm"
am Mützchen stehn, und ward
sehr beneidet.

Mäuslein, Mäuslein rot,
Mäuslein süß verkleidet.

Kater fragt, wohin es geht,
so charmant verkleidet ?
"Etwa in Vom Wind verweht?"
fragt der Kater aufgedreht,
und das Mäuslein leidet.

Mäuslein, Mäuslein rot,
Mäuslein süß verkleidet.

Und der wilde Katz verschlingt 's
Mäuslein süß verkleidet,
das noch mit dem Mützchen winkt-
"Sturm!" aus Katers Rachen blinkt-,
eh es still verscheidet.

Mäuslein, Mäuslein rot,
Mäuslein süß verkleidet.

Sabine Hübner

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Beitragvon user_2530 » 08.06.2009 08:11

Letzte Wille eines Haustieres

Liebe Mama, lieber Papa, mein über alles geliebter Mensch!
Weißt du noch, wann und wie wir uns zum ersten Mal trafen?
Erinnerst du dich, wie glücklich wir waren
und wie sehr wir uns liebten?
Auch wenn du meinst, du hättest dich für mich entschieden,
hatte doch ich DICH gewählt.
Ich kam zu dir, weil ich zu DIR wollte.
Meine Aufgabe war, dich glücklich zu machen.
Auch wenn ich manchmal unartig war
und du dich über mich geärgert hast,
auch wenn es schwere Zeiten gab,
vor allem zuletzt als ich alt und krank war,
so waren wir doch lange füreinander da,
und wir waren glücklich.
Danke für das Zuhause, das du mir gabst,
danke für deine Liebe!

Doch leider ist meine Zeit vorbei,
unsere Wege müssen sich trennen.
Du kannst mich diesmal nicht begleiten,
ich muss ohne dich geh'n.
Ich weiß, du bist traurig und wolltest mich behalten,
aber es ging nicht mehr.
Ich bin jetzt wieder frei
und ich habe keine Schmerzen mehr.
Und auch wenn du mich nicht mehr täglich um dich siehst,
ich habe dich nicht verlassen,
sondern ging dir nur voraus.
Sei sicher, ich lebe weiter
- in deinem Herzen und in dem Land der Regenbögen.
Die Liebe die wir teilten,
wird uns für immer verbinden, bis wir uns wiederseh'n!

Mein letzter Wunsch an dich ist,
lass' meinen Platz nicht leer,
lass wieder ein Tier in dein Haus und in dein Herz hinein.
Bewahr dir deine Liebe im Herzen für mich,
denn sie hält mich lebendig für immer,
sei dir bewusst, dass ich dich ebenso sehr liebe für immer.
Aber gerade deshalb ist mir wichtig,
dass mein Platz an deiner Seite nicht leer bleibt
Mit einem neuen Gefährten zeigst du mir,
dass dir unser Zusammenleben wichtig war
Sag nicht, mein Tod tut so weh
und du willst das nicht mehr erleben.
Würdest du denn deinen Schmerz
und deine Trauer tauschen wollen um den Preis,
dass du unsere Liebe und alle Erinnerungen
an unsere gemeinsamen Stunden verlierst?
Das wird auch mit dem neuen Tier so sein!
Sag nicht, du bist zu alt,
du kannst die Verantwortung nicht tragen,
es gibt so viele alte Tiere,
die niemand mehr will für die kurze Zeit, die ihnen bleibt.
Sag nicht, du hättest mich so geliebt
und wolltest mich nicht verraten.
Du verrätst mich nicht,
der neue Kamerad wird unsere Liebe nicht löschen sondern ehren.
Gerade weil du mich so geliebt hast,
wäre es traurig, wenn dies liebende Herz kein anderer mehr bekäme.

Der Platz, den ich in deinem Herzen hatte,
der gehört mir für immer,
aber ich wünsche mir,
dass du irgendwann wieder glücklich sein kannst.
Deshalb möchte ich alles verschenken,
was ich besaß auf dieser Welt:
meine Bettchen, die gefüllten Futternäpfe,
die streichelnden Hände.
All mein Hab und Gut soll ein armes Wesen bekommen,
das sonst keiner will,
ein Tier, das lieblose Menschen ausgesetzt oder verstoßen haben,
ein Baby oder älteres Tier,
das sonst vielleicht getötet werden würde.
Mein letzter Wunsch ist,
verschenke mein Erbe an ein Tier,
das es dringend braucht.

Ich liebe und warte auf Dich,
Dein dich für immer liebender Gefährte
im Regenbogenland.

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Beitragvon user_2530 » 08.06.2009 08:15

Der Mann und die Katze






Der Mann war sehr traurig. Er wusste, dass die Tage seiner Katze gezählt waren. Der Tierarzt hatte wirklich alles getan, am Ende hatte er gesagt, der Mann solle die Katze mit nach Hause nehmen und es ihr dort so gemütlich wie irgend möglich machen. Der Mann streichelte die Katze auf seinem Schoß. Die Katze öffnete ihre Augen und betrachtete den Mann. Eine Träne rollte über die Wange des Mannes und landete auf dem Kopf der Katze. Die Katze betrachtete ihn irritiert.
„Warum weinst Du?“ fragte die Katze. „Weinst Du, weil Du den Gedanken, mich zu verlieren, nicht ertragen kannst? Weil Du denkst, Du könntest mich nicht ersetzen?“
Der Mann nickte „Ja.“
„Und wo, denkst Du, werde ich sein, nachdem ich Dich verlassen habe?“ fragte die Katze.
Der Mann zuckte hilflos zusammen.
„Schließe bitte Deine Augen,“ sagte die Katze. Der Mann sah die Katze fragend an, tat ihr aber den Gefallen. „Welche Farbe haben meine Augen und mein Fell?“ fragte die Katze.
„Deine Augen sind goldfarben und Dein Fell ist von einem warmen, reichen Braun,“ antwortete der Mann.
„Wo ist mein Fell am dunkelsten?“ fragte die Katze.
„Auf Deinem Rücken, an Deinen Beinen, an der Nase und an den Augen,“ antwortete der Mann.
„Wo siehst Du mich am häufigsten?“ fragte die Katze.
„Ich sehe Dich auf dem Küchenfensterbrett, die Vögel beobachten. Auf meinem Lieblingssessel, auf meinen Schreibtisch auf den wichtigen Papieren, die ich gerade brauche. Auf meinen Kopfkissen direkt neben meinen Kopf in der Nacht......,“ sagte der Mann.
Die Katze nickte.
„Du kannst mich an all diesen Plätzen sehen, obwohl Deine Augen geschlossen sind?“ fragte die Katze. „Selbstverständlich. Ich habe Dich dort so viele Jahre gesehen,“ antwortete der Mann.
Die Katze antwortete, „ dann musst Du nur immer, wenn Du mich sehen möchtest, Deine Augen schließen und Du wirst mich sehen.“
„Aber Du wirst nicht wirklich da sein,“ antwortete der Mann traurig.
„Wirklich nicht?“ fragte die Katze. „Bitte hebe die Kordel dort vom Fußboden auf, die da, mein Spielzeug.“
Der Mann öffnete seine Augen und hob das Stück Schnur auf. Es war zwei Fuß lang und die Katze hatte oft stundenlang damit gespielt.
„Woraus besteht dieses Stück Kordel?“ fragte die Katze.
„Sie ist aus Baumwolle gemacht,“ antwortete der Mann.
„Stammt sie von einer Pflanze?“ fragte die Katze.
„Ja,“ sagte der Mann.
Die Katze fragte, „ Von einer Pflanze, oder von mehreren?“
„Von vielen Baumwollpflanzen,“ antwortete der Mann.
„Und auf dieser Erde, auf der die Baumwollpflanzen wachsen, wäre es auch möglich, dass dort andere Pflanzen und Blumen gedeihen? Könnte eine Rose neben der Baumwolle wachsen?“ fragte die Katze.
„Ja, ich bin mir sicher, dass das ginge,“ antwortete der Mann.
„Alle Pflanzen würden von dieser Erde genährt und alle könnten denselben Regen trinken?“ fragte die Katze.
„Ja, das wäre möglich,“ sagte der Mann.
„Dann sind sich all diese Pflanzen, die Rose und die Baumwolle, sehr ähnlich, obwohl sie nach außen so unterschiedlich aussehen,“ sagte die Katze.
Der Mann nickte zum Einverständnis mit dem Kopf, obwohl er nicht sah, was dieses alles mit seiner momentanen Situation zu tun hatte.
„Dieses Stück Kordel,“ fragte die Katze, „ ist es das einzige Stück, dass aus Baumwolle hergestellt wurde?“ „Nein“, sagte der Mann. „Das ist es sicher nicht. Es ist ein Stück Schnur von einer Kordelrolle.“
„Und weißt Du, wo all die anderen Kordeln von dieser Rolle sind und wo die Rolle ist?“ fragte die Katze.
„Nein, das weiß ich nicht. Es ist unmöglich, es zu wissen,“ antwortete der Mann.
„Aber, obwohl Du nicht weißt, wo alle diese Stücke sind, glaubst Du daran, dass sie existieren. Wenn also ein Stück Kordel hier bei Dir ist und andere anderswo, einige sind länger und andere kürzer, und auch wenn es nicht nur eine Kordelrolle gibt, bist Du damit einverstanden, dass alle in einer Beziehung zueinander stehen?“ fragte die Katze.
„Ich habe nie darüber nachgedacht, aber ja, ich denke, das tun sie,“ sagte der Mann.
„Was würde passieren, wenn ein Stück Baumwollband auf die Erde fallen würde?“ fragte die Katze.
„Nun, es würde eventuell mit Erde bedeckt und könnte so wieder anwachsen,“ antwortete der Mann.
„Ja,“ sagte die Katze. „Es würde dann mehr Baumwolle wachsen, oder eine Rose.“
„Ja, das ist sicher möglich,“ antwortete der Mann.
„Dann würde eine Rose auf Deiner Fensterbank sprießen, die zu der Kordel in Deiner Hand ebenso eine Beziehung hat, wie zu allen anderen Teilen der Schnüre, von denen Du nicht weißt, wo sie sind,“ sagte die Katze.
Der Mann runzelte gedankenvoll die Stirn.
„Bitte nimm jedes Ende dieser Kordel in eine Hand,“ bat die Katze.
Der Mann tat es.
„Das Ende in Deiner linken Hand ist meine Geburt und das Ende in Deiner rechten Hand ist mein Todestag. Nun führe beide Enden zusammen, sagte die Katze.
Der Mann tat es.
„Du hast nun einen Kreis erzeugt,“ sagte die Katze. „Sieht irgendeine Stelle an diesem Band anders, besser oder schlechter aus, als eine andere?“
Der Mann inspizierte das Stück Kordel und schüttelte dann den Kopf. „Nein.“
„Unterscheidet sich der Innenraum des Kreislaufes von dem äußeren?“ fragte die Katze.
Wieder schüttelte der Mann den Kopf „Nein“, aber er war sich nicht ganz sicher, die Katze richtig zu verstehen. „Schließe wieder Deine Augen,“ sagte die Katze. „ Nun lecke Deine Hand.“
Der Mann riss vor Erstaunen seine Augen auf.
„Bitte tue es,“ sagte die Katze. „Lecke Dir Deine Hand und denke an mich auf meinen hier vertrauten Plätzen. Denke auch an die Teile der Kordel, denke an die Baumwolle und an die Rose. Denke auch daran, dass sich das Innere des Kreislaufes nicht vom Äußeren unterscheidet.“
Der Mann kam sich etwas töricht vor, aber er leckte sich die Hand, wie ihm gesagt wurde. Er stellte fest, dass es sehr beruhigend war, sich die Pfote zu lecken. Sicher wussten Katzen das. Und es befreite den Kopf, man konnte viel klarer denken. Er leckte sich weiter die Hand und begann zu lächeln. Es war das erste Lächeln seit vielen Tagen. Er wartete darauf, dass die Katze ihn aufforderte, mit dem Lecken der Hand aufzuhören. Als sie es nicht tat, öffnete der Mann seine Augen. Die Augen der Katze waren geschlossen.
Der Mann streichelte ihr warmes braunes Fell, aber die Katze war gegangen.
Der Mann schloss seine Augen wieder, während Tränen über seine Wangen liefen. Er sah seine Katze auf dem Fensterbrett, in seinem Bett, auf seinen wichtigen Papieren liegen. Er sah sie auf seinem Kopfkissen neben seinem eigenen Kopf, sah die leuchtenden goldenen Augen und die dunkelste Stelle ihres Felles an der Nase und an den Ohren. Er öffnete seine Augen und sah hinüber zu einer Rose, die in einem Topf auf dem Fensterbrett der Küche blühte und dann zu der Kordel, die er nach wie vor als Kreis zusammengefügt in seinen Händen hielt.
Eines Tages, nicht lange danach, saß wieder eine Katze auf seinem Schoss. Sie war eine wunderschöne, dreifarbige Glückskatze mit hohem Weißanteil, wie Baumwolle. Sie sah völlig anders aus als seine frühere so geliebte Katze und gleichzeitig so ähnlich.

user_2530
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Beitragvon user_2530 » 08.06.2009 08:19





Lebendige Liebe


Wenn du jemals ein Tier liebst, dann gibt es drei Tage in Deinem Leben, an die du dich immer erinnern wirst...

Der erste ist ein Tag, gesegnet mit Glück, wenn Du Deinen jungen neuen Freund nach Hause bringst. Vielleicht hast Du einige Wochen damit verbracht, Dich für eine Rasse zu entscheiden. Du hast möglicherweise unzählige Meinungen verschiedener Tierärzte eingeholt oder lange gesucht, um einen Züchter zu finden. Oder, vielleicht hast Du Dich auch einfach in einem flüchtigen Moment für den dümmlich aussehenden Trottel im Schuppen entschieden - weil irgend etwas in seinen Augen Dein Herz berührt hat.

Aber wenn Du Dein erwähltes Haustier nach Hause gebracht hast und Du siehst es erforschen und seinen speziellen Platz in Deinem Flur oder Vorraum für sich in Anspruch nehmen - und wenn Du das erste mal fühlst, wie es Dir um die Beine streift - dann durchdringt Dich ein Gefühl purer Liebe, das Du durch die vielen Jahre die da kommen werden mit Dir tragen wirst.

Der zweite Tag wird sich acht oder neun Jahre später ereignen. Es wird ein Tag wie jeder andere sein. Alltäglich und nicht außergewöhnlich.

Aber, für einen überraschenden Moment wirst Du auf Deinen langjährigen Freund schauen - und Alter sehen, wo Du einst Jugend sahst. Du wirst langsame überlegte Schritte sehen, wo Du einst Energie erblicktest. Und Du wirst Schlaf sehen, wo Du einst Aktivität sahst. So wirst Du anfangen, die Ernährung Deines Freundes umzustellen - und womöglich wirst Du ein oder zwei Pillen zu seinem Futter geben. Und Du wirst tief in Dir eine wachsende Angst spüren, die Dich die kommende Leere erahnen lässt.

Und Du wirst dieses unbehagliche Gefühl kommen und gehen spüren, bis schließlich der dritte Tag kommt. Und an diesem Tag - wenn Dein Freund und Gott gegen Dich entschieden haben, dann wirst Du Dich einer Entscheidung gegenüber sehen, die Du ganz allein treffen musst - zugunsten Deines lebenslangen Freundes, und mit Unterstützung Deiner eigenen tiefsten Seele.

Aber auf welchem Wege auch immer Dein Freund Dich vielleicht verlassen wird - Du wirst Dich einsam fühlen, wie ein einzelner Stern in dunkler Nacht. Wenn Du weise bist, wirst Du die Tränen so frei und so oft fließen lassen, wie sie müssen.
Und wenn es Dir typisch ergeht wirst Du erkennen, dass nicht viele im Kreis Deiner Familie oder Freunde in der Lage sind, Deinen Kummer zu verstehen oder Dich zu trösten.

Aber wenn Du ehrlich zu der Liebe zu Deinem Haustier stehst, für das Du die vielen, von Freude erfüllten Jahre, gesorgt hast, wirst Du vielleicht bemerken, dass eine Seele - nur ein wenig kleiner als Deine eigene - anscheinend mit Dir geht, durch die einsamen Tage die kommen werden. Und in den Momenten, in denen Du darauf wartest, dass Dir all unser gewöhnliches passiert, wirst Du vielleicht etwas an Deinen Beinen entlangstreichen spüren - nur ganz ganz leicht.

Und wenn Du auf den Platz runterschaust, an dem Dein lieber - vielleicht liebster - Freund gewöhnlich lag, wirst Du Dich an die drei bedeutsamen Tage erinnern. Die Erinnerung wird voraussichtlich schmerzhaft sein und einen Schmerzen in Deinem Herzen hinterlassen.

Während die Zeit vergeht, kommt und geht dieser Schmerz als hätte er sein eigenes Leben. Du wirst ihn entweder zurückweisen oder annehmen, und er kann Dich sehr verwirren. Wenn Du ihn zurückweist, wird er Dich deprimieren. Wenn Du ihn annimmst, wird er Dich vertiefen. Auf die eine oder andere Art, es wird stets ein Schmerz bleiben.

Aber da wird es, das versichere ich Dir, einen vierten Tag geben - entlang mit der Erinnerung Deines Haustieres - und durch die Schwere in Deinem Herzen schneiden, da wird eine Erkenntnis kommen die nur Dir gehört. Sie wird einzigartig und stark sein, wie unsere Partnerschaft zu jedem Tier, das wir geliebt - und verloren haben.

Diese Erkenntnis nimmt die Form lebendiger Liebe an - wie der himmlische Geruch einer Rose, der übrigbleibt, nachdem die Blätter verwelkt sind, diese Liebe wird bleiben und wachsen - und da sein für unsere Erinnerung. Es ist eine Liebe, die wir uns verdient haben. Es ist ein Erbe, das unsere Haustiere uns vermachen, wenn sie gehen. Und es ist ein Geschenk, das wir mit uns tragen werden solange wir leben. Es ist eine Liebe, die nur uns allein gehört. Und bis unsere Zeit selbst zu gehen gekommen ist, um uns vielleicht unseren geliebten Tieren wieder anzuschließen - ist es eine Liebe, die wir immer besitzen werden.



(Martin Scot Kosins)

user_2530
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Beitragvon user_2530 » 08.06.2009 08:21

Letzter Weg

Diesen Weg muß ich alleine gehen
mit vier Beinen
und ohne Dich, mein zweibeiniger Freund.
Der laue Wind wird wieder kühler wehen
Die Sonne früher untergehen
Bis wir beide wieder sind vereint.

Ich weiß, Du wirst sehr traurig sein
Und manche Träne um mich weinen
Unsere Wege mußt gehen Du nun ganz allein
Doch laß nicht zu viel Trauer in Dein Herz hinein
bis die Sonne wird wieder über uns scheinen.

Verwandte Seelen wie wir, entfernen sich niemals so weit
daß sie ihr Klingen nicht mehr spüren.
Sie bleiben sich nahe, jenseits der Gefüge von Raum und Zeit
Ihrer Seelenmelodie Einzigartigkeit
wird sie wieder zusammenführen.

Darum mein teurer Freund laß mich nun gehen
und sei für eine neue Begegnung bereit.
Links von der Regenbogenbrücke werden wir uns wiedersehen
und mit sechs Beinen unseren Weg wieder zusammen gehen
an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit.

(Autor: Andreas Grasl)

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Ein Gedicht für die Katz

Beitragvon alien-coon-mama » 27.11.2009 18:27

Deine Augen sprechen Bände,
Dein seidenes Fell- so schön und weich
Deine Samtpfoten sind wie zarte Hände
Deine Stimme- beruhigend, vertraut und gleich

Du bist stolz und elegant,
manchmal auch trottelig oder träge,
ein Gedächtnis wie ein Elefant,
Du vergisst nichts, Deine Sinne sind zu rege...

Meine Katze, Du bist ein Engel, rein und pur,
gesandt zu mir vom lieben Gott,
zwei Wesen- unterschiedlicher Natur
Mensch und Katze- und man kann von Liebe sprechen...

[simg]http://s10b.verboten/images/091127/9f9bzm5p.jpg[/simg]






edit Sonja: habe deinen Beitrag in den bestehenden Thread verschoben, bitte die Such-Funktion verwenden.
viele liebe Grüße von der Katzenmami aus Leidenschaft

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ein Katzengedicht oder eher ein Dankeschön

Beitragvon alien-coon-mama » 16.04.2010 23:55

Für die Wesen, die ich am meisten liebe,
die in meinem Herzen wohnen

Wenn es regnet in meinem Herzen, seid ihr da für mich
Fangt an zu schnurren und beschmust mich
Als ich sehr krank war und ich nicht mehr da sein wollte
Am Boden zerstört und keinen Willen mehr
Gabt ihr mir die Kraft, weiter zu machen
Jeden Tag und jede nacht wart ihr bei mir und habt über mich gewacht
Meine kleinen Löwenherzen
dank Euch habe ich keine Schmerzen
Ihr seid Engel vom lieben Gott gesandt,
ich sehe in Eure Augen und verliere fast meinen Verstand- vor Liebe
Nie habt ihr mich enttäuscht, nie habt ihr mir wehgetan
und ich bin meinen kleinen Löwchen dafür sehr sehr dankbar...

Sie haben mir in dieser schweren Zeit immer zur Seite gestanden,
mich ermuntert und mit ihren weichen Pfötchen meine Tränen weggewischt
Ich bin froh, dass ich sie habe und ich werde sie niemals abgeben!!!

Meine über alles geliebte Rasselbande
Zuletzt geändert von Cuilfaen am 17.04.2010 11:38, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Themen zusammengefügt - bitte die Suchfunktion nutzen. Dankeschön!
viele liebe Grüße von der Katzenmami aus Leidenschaft

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Re: ein Katzengedicht oder eher ein Dankeschön

Beitragvon Mozart » 17.04.2010 10:53

Das ist ein sehr schönes Gedicht :love:
Der kätzische Wissensspeicher auf www.schnurr-schnurr.de

In Gedenken an Ninifee



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