Freigänger an Wohnungshaltung gewöhnen?

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Bright
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Freigänger an Wohnungshaltung gewöhnen?

Beitragvon Bright » 20.01.2007 10:24

Hallo,

ich habe 3 reine Wohnungskatzen und einen Kater, der Freigänger ist und dringend bei uns einziehen möchte. Aber das ist eine lange Geschichte und um diesen Kater geht es.

Das er kein Katzenklo kennt und sich meine Zicke nicht mit ihm versteht, wären nicht die Hinderungsgründe es nicht zu probieren. Bright kennt ihn von Gitter in der Terassentür. Da er stundenlang vor der Terassentür sitzt, kenne ich ihre Reaktion auf ihn. Wegen ihm ist sie mir mal ausgebüxt und hat ihn vertrieben und übelst verkloppt. Das könnte vielleicht noch werden, wenn die beiden ihre Fronten mal wirklich klären können, durch die Fensterscheibe geht das halt nicht.

Das größte Problem ist halt, er ist 2,5 Jahre alt, seit 6 Monaten kastriert und ein Freigänger.

Es gibt ja auch Katzenbesitzer, die ihren Katzen keinen Freigang mehr gewähren konnten, z. B. wenn die Katze krank wurde, behindert blieb, oder in eine Wohnung umgezogen wurde, wo kein Freigang möglich war. Wie haben diese Katzenbesitzer das hinbekommen?

Keine Angst, ich werde den Kater nicht reinnehmen und ihm die Freiheit entziehen. Ich möchte nur mal Erfahrungsberichte haben. Vielleicht eröffnet sich ja eine Möglichkeit für diesen Kater. Es wäre schön, denn sein Psychoterror, das er hier einziehen will, ist schon immens.

TH ist keine Alternative, da er schwarz weiss ist und hier im Tierheim 160 Katzen, vorwiegend Freigänger, sitzen. Schwarz weisse Katzen scheinen es eh schwer zu haben, auch wenn ich ihn wunderschön finde.

Bright


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Beitragvon purraghlas » 20.01.2007 10:42

Warum nimmst Du ihn nicht auf und läßt ihn dann tagsüber raus?
Weil Deine Katzen dann auch raus wollen?
Ute

Bright
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Beitragvon Bright » 20.01.2007 11:05

Erstmals danke für den Link.

Er wohnte mit seinen Leuten nebenan. Da wollte er schon lieber bei uns wohnen, wir haben anscheinend besseres Futter. Das lernte er durch den gelben Sack und unsere Igelfütterung kennen. Ihn haben wir nie füttern wollen, da er ja ein zuhause hat.

Die Leute zogen um, leider nur 500 m von hier entfernt, vom Haus in eine Etagenwohnung. Sie liessen ihn raus - und er kam nie wieder. Insgesamt haben sie ihn an die 3 x aus unserem Garten abtransportiert und nach Hause gebracht. Es half alles nichts. Am nächten Tag steht er wieder vor unserer Tür.

Unser großer Kater hätte auch gerne Freigang. Den bekommt er nur bedingt an der Leine. Daher weiss ich auch, dass er sich mit dem Kater versteht. Wenn ich den Kater aufnähme und immer rausliesse, würde unser großer auch rauswollen. Aus mehreren Gründen will ich das nicht.

Zudem gibt es Krankheiten, gegen die ich meine 3 nicht impfen kann, die der Freigänger aber von draussen mitbringen könnte. Wir nehmen nur FIV und Leukose (hier ist die Impfung ja nicht 100 %-ig).

Dann werde ich mir mal den Link anschauen.

Bright



So, habe den Link überflogen.

Das nächste Problem, was ich sehe ist:

In allen Fällen, die ich dort las, wurde eine Katze vom Freigänger zur Wohnungskatze, durch einen Umzug. Hier würde ich ihn aus seinem Revier Garten ins Haus nehmen. Er sähe also immer sein altes Revier, könnte es aber nicht mehr gegen Neueindringlinge verteidigen. Diese Tatsache sehe ich als noch beschwerlicher an.

Wir haben 120 qm und einen katzensicheren Balkon.

Ihn einfach reinzunehmen und zu sehen, wie es geht und ihn dann wieder rauszusetzen, wenn es nicht klappt, sehe ich fast als Katzenaussetzen an. Das brächte ich nicht übers Herz.

Garten katzensicher machen? Leider wohnen wir zur Miete. Selbst wenn das nicht die Welt kosten würde, was wäre in der Zukunft? Wenn wir uns so etwas nicht leisten könnten?

Bright

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Beitragvon purraghlas » 20.01.2007 12:57

Meine persönliche Meinung ist:

Ein Freigänger sollte nur zur Wohnungskatze gemacht werden, wenn absolut keine Möglichkeit mehr gegeben ist, ihn rauszulassen.

Von daher, würde ich Dir abraten, ihn in die Wohnung einzusperren, zumal er ja nach draußen, in sein altes Revier sehen kann.
Ute



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