Hilfe, Giardien, Herpes

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tomraider
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Hilfe, Giardien, Herpes

Beitragvon tomraider » 11.03.2007 16:12

Hallo,

ich habe mal einen neuen Thread angefangen, da ich mir vielleicht ein paar mehr Tips erhoffe.

Angefangen hat alles wie schon beim alten Thread beschreiben, dass unser 1,5 Jahre alter Kater ständig nach dem Fressen erbrochen hat.
Durchfall und rascher Gewichtsverlust (von 5,8 auf ca 5kg in einer Woche)kamen auch noch dazu.
Wir suchten den TA auf und der tippte auf einen Magen-Darm Virus iVm einem leichten Herpesbefall im Mundraum ( leicht entzündetes Zahnfleisch ).
Er bekam eine entzündungshemmende Spritze.
Weiterer Gewichtsverlust folgte in 6 Tagen von 5 auf 4,4 kg. Unser Twister fraß nix mehr, trank aber viel.
Wieder zum Doc. Blutuntersuchung, da Verdacht auf Problemen mit den Nieren. Leichtes Fieber
Das Blut war ok. Allerdings nur kleines Blutbild.
Anschließend Kotuntersuchung direkt aus dem Darm.
Siehe da: Giardientest positiv.
Die Symptome waren auch in der Richtung. Gelblicher Durchfall, süßlich riechend und all der Rest.
Behandlung von Twister von 6x 2 Tabletten mit Metronidazol, dann 3 Tage Pause. Anschließend wollten wir wieder eine Kur anhängen. Zusätzlich ne Elektrolytpaste.

Währende der ersten Kur ging es dem kl Racker immer besser. Gewicht bei 4,4kg stabilisiert. Er spielte sogar mit unserem Großen ( ihn haben wir gleich mit PANACUR mitbehandelt ). In der 3-tägigen Pause fing Twister an extrem zu speicheln und fraß wieder nix. Gewichtsabnahme innerhalb 2 Tage auf 4,2kg. Leichtes Fieber
Der TA sagte, dass der Herpes nun voll zugeschlagen hätte. Blutigverkrustete Nase (hatten wir bemerkt), teils offene Zunge ( da keine Tabletteneingabe mehr, habens wir nicht gemerkt ). Immer noch Zahnfleisch entzündet. Auch Kieferklappern. Er putzte sich überhaupt nicht mehr.
Da ich mich nun relativ viel im Internet über diese sch... Giardien informiert hatte, fragte ich den Dok, ob wir nicht auch PANACUR ( wurde von einigen empfohlen) für unseren Twister geben könnte.
Auch, da die Eingabe per Spritze weniger Probleme macht.
Der TA sagte, dass es kein Problem sei, 5 Tage mit, 3 Tage ohne, 5 Tage wieder mit.

Gegen den Herpes, der ja auch ein großes Problem darstellt, empfahl uns unser Doktor VIRBAGEN OMEGA 2 Spritzen im Abstand von 2 Tagen. Er hätte gute Erfolge damit. Ziemlich teuer, aber was soll's! Und zusätzlich 5x PetMun PLV. Erste gespritzt, denn Rest übernahmen wir, mit direkt ins Mäulchen.
Sind jetzt mit dem ersten Turnus PANACUR durch, auch mit dem PetMun PLV.

Zwischenergebnis. Ein Auf und AB. Mal gehts ihm nicht besonders und er ist recht ruhig und frißt nichts. Das andere Mal frißt er recht gut (Klopf auf den Kopf ) und spricht ein bisschen. Gewicht war zwischenzeitlich auf 4,05kg gesunken, ist jetzt aber seit 3 Tagen stabil.
Der Herpes will nicht weggehen. Er speichelt allerdings nicht mehr und putzt sich etwas. Der Zungendefekt scheint langsam zu trocknen, mal sehen, was morgen der Onkel Doc sagt.

Als Maßnahmen, die wir noch unternommen haben: KLORIX zum desinfizieren, täglich Streu wechseln, Dampfreiniger gekauft, zum Desinfizieren des Kratzbaumes, Teppiches usw.
Auch haben wir das Futter HILLS a/d, sowie ROYAL CANIN CONVALESCENCE gefunden und füttern ihm das mehrmals täglich per Spritze. Scheint ihm zu schmecken, auch wenn er hin und wieder Theater macht.

Sorry, für den langen Text. Aber unsere Nerven liegen langsam blank ( zieht sich schon 4 Wochen ) (

Jetzt meine Fragen:
Kann uns noch jemand Tips zur Behandlung geben?
Ähnliche Erfahrungen?
Was haltet ihr vom Vorgehen unseres TA's? Er ist sympathisch und nett, aber irgendwie haben wir schon mit dem Gedanken gespielt, eine zweite Meinung einzuholen.
Was haltet Ihr von Bachblüten zur Immunsystemstärkung?

Danke für Eure Geduld

Thomas


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Beitragvon lulu39 » 11.03.2007 16:38

Der Erreger des Katzenschnupfens ist zum einen das Feline Calici-Virus und zum anderen das Feline Rhinotracheitis-Virus (Feline Herpes-Virus). Daneben können auch Bakterien wie Chlamydien und Bordetellen bei der Infektion eine Rolle spielen. Infizierte Katzen, die die Krankheit überstanden haben und keine klinischen Symptome mehr zeigen, können über Jahre hinweg Virusträger und -ausscheider sein bleiben - ein Grund, warum die Krankheit so weit verbreitet ist. Sie scheiden zwar das Virus nicht jederzeit aus und infizieren damit andere Katzen, aber in bestimmten Stresssituation wie Umgebungswechsel, Trächtigkeit usw. können sie zu Ausscheidern werden. Die Viren sind für den Menschen nicht ansteckend. Die Ansteckung erfolgt bei Katzen durch direkt Kontakt mit infektiösem Sekret, seltener durch Tröpfcheninfektionen beim Niesen.

Der Krankheitsverlauf
Katzenschnupfen kann trotz des harmlosen Namens lebensgefährlich sein! Die Erkrankung beginnt meistens mit leichtem Niesen, Fieber und vermindertem Appetit. Entzündungen der Augen sowie der Nasen- und Maulschleimhaut folgen, wobei die zu Beginn wässrigen Ausflüsse zunehmend eitriger werden. Da die Katze weniger schmecken und riechen kann, verliert sie ihren Appetit. Die entzündete Maulschleimhaut kann sehr schmerzhaft sein. In besonders schweren Fällen kann eine Lungenentzündung auftreten und zum Tode führen.. .

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Hallo Thomas - das mal zur Einführung. Herpes hat nichts mit den Giardien zu tun, das ist eine völlig andere Krankheit.

Wichtig ist, ist, der Katze lebenslänglich eine Messerspitze Lysinpulver, das ist eine Aminosäure, ins Futter zu geben, weil die den Aufbau der Virushülle von Herpes unterdrückt. Vielleicht gibst Du ihm das mal, es ist gar nicht teuer.


Antibitika zur Erstbehandlung ist richtig, Metacam gegen die Schmerzen wäre angebracht. Bachblüten zur Immunstärkung gibt es nicht, aber Homöopathische Mittel.

Immustim K wäre hier eine Alternative oder Percovital® Blue (Colostrum).

Lg Katrin
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Achtung: Ich geh davon aus, das ihr Tips nur nach Rücksprache mit TA oder THP anwendet!

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Beitragvon purraghlas » 11.03.2007 19:05

@Katrin: was hälst du von Engystol zur Immunstärkung? Meinst Du, das bringt hier was?
Ute

Keine Schneeflocke in der Lawine wird sich je verantwortlich fühlen.
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Beitragvon lulu39 » 11.03.2007 19:21

purraghlas hat geschrieben:@Katrin: was hälst du von Engystol zur Immunstärkung? Meinst Du, das bringt hier was?


Engystol ist ein sanfter Langzeit-Immunstärker - kann auch eingesetzt werden. Würde mir in dem Fall vermutlich zu lange dauern..

Ich denke nicht, das Thomas spritzen will...Oder?

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Beitragvon tomraider » 11.03.2007 19:32

Hallo,

danke für die schnellen Antworten. Katrin, ich glaube, du hast mich mißverstanden.
Zusätzlich zu den Giardien ist Herpes ausgebrochen. Es hat den Zeitpunkt ausgenutzt ( angeschlagenes Immunsystem ).
Ich weiß schon, dass Giardien einzellige Parasiten sind und mit dem Herpesvirus nicht in Verbindung sind.
Aber jetzt kommt halt alles zusammen, und mach unseren Twister so fertig. Heute wars a bisserl besser. Er fraß und war auch einigermaßen interessiert.


Gruß

Tom


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Beitragvon lulu39 » 11.03.2007 19:37

Tom, Giardien sind gegen den Herpes ein kleineres Übel.. Der Herpes macht die Katze platt. Der war vermutlih schon da und ist nun natürlich durch die zusätzliche Belastung durch die Giardien ausgebrochen und blüht in Reinkultur.

Die Giardien mußte nebenher in Griff kriegen - der Herpes ist bedrohlicher im Gesamtbild.

Also ran ans Immunsystem und Lysien..

Gute Besserung.

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Beitragvon tomraider » 11.03.2007 19:40

Danke,

ich werd meinen TA morgen mal darauf ansprechen. Im Moment scheint seine Zunge besser zu werden, denn er frißt etwas und leckt sich wieder das Maul.
Schau mer mal


Tom



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