Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

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cat.s-eye
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Re: Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

Beitragvon cat.s-eye » 21.02.2018 16:47

Hier bin ich, denke ich, ziemlich in der Minderheit, was das Impfen angeht. Als ich meine jetzigen Katzen bekam, waren die so im Alter von ca. einem halben bzw. eineinhalb Jahren. Zu der Zeit stieß ich auf den Blog von... :oops: der Name der Frau fällt mir jetzt spontan nicht ein, aber der Blog hieß glaub ich "Katzen impfen mit Verstand". (Wenn's jemand genau weiß: bitte ergänzenen :) !)

Jedenfalls nahm ich das zum Anlass, mir einmal Gedanken zu machen über die bislang treu und brav jährlich absolvierten Impfungen - hauptsächlich im Hinblick darauf, warum eine "kätzische" Impfung nach der Grundimmunisierung nur ein Jahr halten sollte. Ich als Mensch stapf doch auch nicht jedes Jahr zum Doktor und lass mich impfen!

Blöderweise hatte ich zu dem Zeitpunkt schon nachimpfen lassen, und an der Tollwut-Einstichstelle gab es Knubbel, die total lang gebraucht haben, bis sie - zum Glück! - wieder abgebaut waren...Bei meiner Norwegerin hieß es dann auch noch, ich sollte nach vier Wochen eine Tollwut-"Booster"-Impfung machen.

Dem o. g. Blog zum Dank bin ich aber vorher auf die Idee gebracht worden, mir mal die Impfpässe zu schnappen, die verschiedenen verwendeten Mittel zu googeln und mir jeweils die Beipackzettel runterzuladen. Danach bin ich vom Glauben abgefallen!!! Speziell von der Tollwutimpfung weiß ich noch, dass da stand: Die Impfung entfaltet bereits nach der ersten Anwendung ihre Wirkung - nix mit "das muss man boostern"! Und auch nix von "das hält nur ein Jahr"...Aufgrund dieser Informationen musste ich feststellen - meine Katzis waren allesamt hoffnungslos überimpft!

Wie ihr euch denken könnt, hat keins von ihnen jemals wieder eine Impfung mitmachen müssen. (Zur Info: sie haben Freigang im eingezäunten Garten.)
Ich kann nur empfehlen, euch auch mal die Beipackzettel durchzulesen.

Nachtrag:
Ist mir wieder eingefallen: Die Frau heißt Mo Peichl. Und ja, ich weiß, dass sie teils sehr kritisch betrachtet wird.
Zuletzt geändert von cat.s-eye am 21.02.2018 22:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

Beitragvon Nurena » 21.02.2018 20:23

Angelika , deine Erfahrungen geben Anlass gründlich über Impftermine nachzudenken :s2442:

Ich möchte hier nochmal allgemein fragen , wer hat von Euch außer mir noch absolute Freigänger ?????

Weil da die Impfüberlegungen doch nochmal anders sind
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Re: Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

Beitragvon Felinae » 24.02.2018 08:26

Vielen Dank für Eure Meinungen und Erfahrungen.

Räubertochter hat geschrieben:Tja mein Lieblingssatz dazu: "Soviel wie nötig, sowenig wie möglich" 8)


Ich glaube da sind wir uns alle einig :kiss: . Nur ist halt die große Frage wie viel ist nötig. :?:

Für mich gibt es genau 2 Gründe warum ich mir so viele Gedanken zum Impfen mache.

Erstens... immer wieder werden so genannte Impfdurchbrüche bzw. Impfkrankheit beschrieben.

Das heißt einfach ausgedrückt, die Impfung führt nicht zur gewünschten Immunität sondern in dem einen Fall erkranken die Tiere trotzdem an der Krankheit gegen die sie geimpft wurden.
In dem anderen Fall erkranken sie überhaupt erst durch die Impfung an der Krankheit gegen die sie geimpft wurden.

Letzteres passiert vor allem bei sogenanntem Lebendimpfstoffen die den Erreger in abgeschwächter Form enthalten.

Um diese Reaktionen mache ich mir nicht so viele Sorgen bei meinen weil sie a) nur mit Todimpfstoffen geimpft werden und b) noch nie auf Impfungen reagiert haben. Das ist natürlich keine Garantie, weiß ich, aber es beruhigt erst mal.

Der zweite Grund ist das Spritzensarkom... und das und eigentlich nur das, macht mir soviel Angst, das ich eben gerne wüsste wie viel das "so wenig wie möglich" ist. :roll:

Spritzensarkom treten bei Katzen deutlich schneller auf als z.B. beim Menschen. Sie werden nicht nur für durch Impfstoffe ausgelöst sondern, auch andere "Spritzen" triggern die Entstehung.
Aber ganz klar ist, Impfungen können ein Auslöser sein.
Es ist schlicht eine sehr, sehr ungewollte Nebenwirkung, die leider auch noch Jahre nach der Impfung entstehen kann.

Manche Impfungen verursachen statistisch gesehen häufiger Spritzensarkom als andere Impfungen.

Z.B. die Tollwut und Leukoseimpfung.

Warum.. nun es steht einmal der Impfstoff als solches (Tod- oder Lebendimpfstoff), aber auch ganz wesendlich die Trägerstoffe die so genannten Adjuvantien, die den Impfstoff in der Regel beigegeben werden, im Verdacht die Hauptursache für die Redaktion "Spritzensarkom" zu sein.

Es gibt Impfstoffe die diese Adjuvantien nicht enthalten sollen, wie die von Purevax Merial, allerdings bedeutet dies leider nicht das mit der Nutzung dieser Impfstoffe das Spritzensarkom komplett ausgeschlossen ist und diese Impfstoffe haben eben auch andere Nachteile...

(Trotzdem lasse ich meine nur noch damit impfen)

Natürlich gibt es auch noch andere Impfreaktionen, aber die sind in meinen Augen in ihrer Gefährlichkeit eher zu vernachlässigen.

Räubertochter hat geschrieben:Ohje :s2453:
Wie fit seid Ihr alle in Immunologie? Das ist nämlich die Ausgangslage.
Könnt Ihr mit den Begriffen, Antikörper, Titer, maternale Antikörper, Antigen und immunologische Lücke was anfangen?


Ich bin kein Arzt und würde mich auch nicht als Profi in Sachen Immunologie sehen, aber alle von Dir genannten Begriffe sind mir schon klar und trotzdem ändert es nichts daran, dass ich einfach nicht weiß, wie viel ist wirklich genug.

Es ist ja so, eine Impfung setzt eine Reihe von immunologischen Prozessen im Körper in Gang.

Einfach ausgedrückt, auf der einen Seite bilden sich Antikörper die quasi wie ein Medikament frei im Blut schwimmend, gegen das entsprechende Virus wirken.(s.g. Humorale Immunreaktion)

Zum anderen werden aber auch Zellen gebildet, die so genannten Gedächniszellen, die in der Lage sind, auch lange nachdem der Virus bzw. der Impfstoff nicht mehr nachweißbar ist und auch sämtliche Antikörper verschwunden sind, bei einem erneutem eindringen des Virus diesen zu erkennen und dafür zu Sorgen das innerhalb kürzester Zeit wieder Antikörper in rauen Mengen gebildet werden. (s.g. Zelluläre Immmunreaktion)

Das Problem... die zelluläre Impfreaktivität ist a) meines Wissens nicht messbar, das heißt nach einer Anzahl an von X Jahren, kann sie bei manchen Imfungen vollständig aufgehoben sein und man wiegt sich aber noch immer in Sicherheit und

b) bis diese Zellen "angesprungen" sind und dafür Sorgen das andere Zellen und Antikörper gebildet werden, die den Virus niederringen vergeht einige Zeit.

Im Klartext bedeutet dies nach meiner Meinung, wenn mein Tier einem hohen Infektionsdruck ausgesetzt ist, wo es unter Umständen auf einen Schlag einer massiven Menge, von sagen wir Parvoviren ausgesetzt ist, kann es sein, dass die Infektion schon schlimmste Symptome zeigt, bevor die zelluläre Impfreaktion im ausreichendem Maße wirksam wird.

Habe ich aber noch einen bestimmten Titterpegel, wie er nach Auffrischimpfungen wieder vorhanden ist, kann ich davon ausgehen, das die Immunreaktion schneller und effektiver funktioniert.

Räubertochter hat geschrieben:@Felinae, warum meinst Du Du musst anders Impfen als zum Beispiel Khito oder ich?


Und hier ist meine Sorge... ich bin jeden Sonntag, (durch meine Arbeit im Katzenhaus) mit Katzenschnupfenerregern, meist ziemlich massiv, im Kontakt und leider auch immer mal wieder, unerkannte Weise, mit Parvoviren.

Im Klartext, wenn ich Pech habe, nicht genug aufgepasst habe bei meinen Hygienevorsorgen usw. schleppe ich mir die hochansteckenden Viren ggf. in grosser Zahl ins Haus.

Für mich macht es einen Unterschied wie gross die Warscheinlichkeit zum Virenkontakt ist und wie stark die Virenlast ist bei diesem Kontakt ist. Beides muss ich für meine Süssen mit "höherer Infektionsdruck" als bei Euch beantworten.

Mein Schluss aus all' dem ist nun einfach, ich möchte auch so wenig wie es geht impfen lassen (wegen des Impfsarkoms), aber gleichzeitig einen möglichst hohen Schutz vor Parvo und Co bei meinen Katzen erreichen.

Das erhoffe ich mir das dadurch zu erreichen, dass ich den Antikörpertitter messen lassen möchte und wenn dieser ansatzweise noch hoch genug ist, wird nicht geimpft auch wenn das Impfintervall laut Impfstoffhersteller dies vorsieht.

Ich traue mich einfach nicht, mich nur darauf zu verlassen, dass meine Katzen grundimmunisiert sind und sie dadurch eine passende Immunreaktion auf zellulärer Ebene programmiert haben.

Ein wenig kommt sicher noch hinzu, dass ich die Tollwut und Leukoseimpfung für noch gefährlicher halte, als die Parvo und Schnupfenimpfung. Laut Statistik kommt das Spritzensarkom bei Tollwut und Leukose nämlich häufiger vor. Meine sind weder gegen Tollwut noch gegen Leukose geimpft, weil sie sich als reine Hauskatzen hier damit schlicht nicht anstecken können.

Bei Tollwut und Leukose weiss ich nicht genau wie oft ich impfen lassen würde. Meine Ma hat Freigänger.

Corvin und Quintus haben bis dato nur ihre Grundimmunidierung... wahrscheinlich werde ich dort zu einen 5 Jahres Intervall raten, weil dies bei uns Menschen so gut wie immer ausreicht. Das hieße dann nach der Grundimmunidierung vermutlich nur noch zwei oder drei mal...mit 5 und 10 und 15.
Ich bin nämlich auch überzeugt das die Intervalle unbegründet kurz angesetzt wurden.

Vielleicht lassen wir auch Tollwut überhaupt nicht mehr impfen, Deutschland gilt als Tollwutfrei.... Bei Freigängern geht es mir wie Renate da bin ich noch unsicherer....

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Re: Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

Beitragvon cat.s-eye » 27.02.2018 13:11

Felinae hat geschrieben:
Räubertochter hat geschrieben:@Felinae, warum meinst Du Du musst anders Impfen als zum Beispiel Khito oder ich?

Und hier ist meine Sorge... ich bin jeden Sonntag, (durch meine Arbeit im Katzenhaus) mit Katzenschnupfenerregern, meist ziemlich massiv, im Kontakt und leider auch immer mal wieder, unerkannte Weise, mit Parvoviren.

Im Klartext, wenn ich Pech habe, nicht genug aufgepasst habe bei meinen Hygienevorsorgen usw. schleppe ich mir die hochansteckenden Viren ggf. in grosser Zahl ins Haus.

Für mich macht es einen Unterschied wie gross die Warscheinlichkeit zum Virenkontakt ist und wie stark die Virenlast ist bei diesem Kontakt ist. Beides muss ich für meine Süssen mit "höherer Infektionsdruck" als bei Euch beantworten.

Damit hast Du natürlich vollkommen recht. In Deiner Situation würde ich wohl auch alle paar Jahre gegen Schnupfen und Parvovirus impfen lassen. Man sieht die fiesen Dinger ja nicht und kann sich nie sicher sein, dass die Vorsichtsmaßnahmen auch ausreichend waren.
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Re: Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

Beitragvon Räubertochter » 27.02.2018 14:46

Ich verstehe Deine Sorge vollkommen, sabine, das ist ein nicht leicht zu handhabendes Thema.
Ein hoher Infektionsdruck allerding wäre der Kontakt Deiner Fellnasen mit den infizierten Tieren, der ist ja nicht gegeben. Du bist ggf. Überträger. Allerdings kann man da doch Vorsichtsmassnahmen ergreifen. Ich gehe davon aus, dass Du, bevor Du Dein heim wieder betrittst, Schuhe und Kleidung wechselst?
Diese andere Kleidung, die man für solche Arbeiten haben sollte mit hohen Temeperaturen wäscht? Dann hst Du schon mal alle Schnupfen und Viren des katzenschnupfen Komplexes erledigt, die ggf. auf der kleidung lauern.
Parvo ist natürlich eine andere sache, deren Viren sind extrem stabil und als Einziges Mittel hilft ggf. Formaldehyd.
Dennoch trägst Du diese täglich von Draußen mit rein.

Wir alle, wir, wie unsere katzen sind täglich mit Milliarden von bakterien und viren konfrontiert, die wir auch brauchen, denn ohne diesen kontakt weiß unser Immunsystem doch gar nicht was es ggf. tun soll.

Die kritische Phase, bei jedem lebewesen ist die sog. immunulogische Lücke, dann wenn der schutz durch die mütterlichen antikörper nachlässt und ein eigenes Immunsystem noch nicht arbeitet, dann ist das Infektiosrisiko am Größten. Deshalb wird in diese zeit hineingeimpft, um dieses risiko im Griff zu ahben. Nur, wenn noch mütterlicher Schutz vorhanden ist, dann wirkt eine Impfung in der regel nicht. Deshalb frischt man auf, um den Tieren, die durch einen längeren Schutz hatten gerecht zu werden.

Jetzt hat das immunsystem einen wirksamen Schutz gegen z.B. Parvo aufgebaut, in dem es körpereigene Antikörper gebildet hat und die Helfer und gedächtniszellen alle Informationen dazu sammeln. Kommt es jetzt zum Eindringen der Antigene des Parvovirus reagiert das Immunsytem deutlich schneller, als wenn es ein unbekannter erreger ist, der feind wird erkannt und von der spezifischen Immunabwehr bekämpft.
Mein Eindruck ist immer, und er bestätigt sich tagtäglich ind der Praxis und im Netz, oder in der Familie, dass die Leute denken, geimpfte Erkranken nicht- das ist falsch!!! Das Immunsystem hat lediglich bereits die richtigen Waffen in Stellung gebracht um idealerweise die Antigene des Virus unschädlich zu machen.
Leider gelingt das nicht immer, denn viren lernen, auch wenn sie nicht leben, passen sie sich an, so wie das FIV Virus, dass durch ein ausgeklügeltes Schlüssel-Schloss-Prinzip eine Beseitigung nahezu unmöglich macht.

Also wir haben trotz Impfung eine Infektion und hier ist jetzt entscheidend, wie gesund ist der organismus, den es trifft. Ein rundrum zufriedenes und gesundes Tier kommt damit dann gut zurecht und übersteht diese Infektion schnell und ohne folgen. Andere Tiere erkranken, trotz Impfung schwer-dafür gibt es viele Gründe, meist ist im organismus nicht alles im Gleichgewicht und der Körper durch etwas anderes so geschwächt, dass das immunsystem nicht so reagiert, wie es eigentlich müsste. Aber auch hier ist eine Impfung keine Lösung, wenn dann sollte man den Orgnismus sanft stützen, sich selbst zu helfen, aber nicht noch draufhauen.....

Nun zu den impfstoffen selber. Glaubt man den herstellern der verschiedenen Impfstoffe, dann müsste bei jeder Impfung eine Uhr implantiert werden, die quasi rückwärts läuft und im gesamten Organismus am 2802.2018 Befehl gibt alle Antikörper gegen Parvovirose zu zerstören, weil, je nach Hersteller, am 28.02.2017 oder am 28.02.2015 zuletzt geimpft wurde.....tut mir leid, aber das ist Blödsinn, aber natürlich steckt man als Katzenhalter jetzt in einem Dilemma, was tun?

Ich würde nie einem Besitzer sagen Impfungen sind unnötig, ich bin ja kein Impfgegener, aber ich halte es da mit Mo Peichl und allen Immunologen, die sagen das individuelle Tier entscheidet.
Es ist zum Beispiel möglich, dass ich zwei Brüder habe, die noch von der Züchterin grunimmunisiert wurden und ein Jahr später ich eine auffrischung mache. Dann im dritten Lebensjahr bestimme ich den titer und oh Schreck Brüderchen A ist bestens geschützt und B, hat nüscht- das ist das große Rätsel an dem sie immer noch Forschen.
In der Regel sind das genetische Defekte, die eine langfrsitige oder überhaupt kein Anlegen von Antikörpern im Organismus vorsehen.(ich habe zwei Großkusins mit so einer Krankheit) Da nützt auch ein erneutes Impfen nichts, ausser, dass der Körper mit Aluminium und anderen Adjuvanzien vollgepumpt wird passiert da nüscht.

Und auf Grund dieser Unsicherheit und fehlenden Forschungen soll ich meine katze jährlich impfen lassen? ganz sicher nicht. wer sich damit beschäftigt, wird festellen, die forschung der USA ist viel weiter. Sie spricht zum teil schon von lebenslangem Schutz, z.B. bei der Tollwutimpfung, aber auch andere Katzenimpfstoffe halten bei denen deutlich länger, als hier bei uns :s2442:
Ein Dilemma? Titerbestimmung ist ein guter weg, auch um den Tierärzten mal klar zu amchen, dass das jährlich Impfen ein no go ist und ihr Augenmerk eher in Gesundheitsfürsorge gehen sollte.
Ansonsten, Freigänger auf jeden Fall Grundimmunisierung und dann auch Titerbestimmung. Frühestens alle drei Jahre, wenn nötig nachimpfen. Und für freigänger sollte Leukose pflicht sein, den diesen Viruskontakt gibt es nur im Freigang. Deutschland ist Tollwutfrei, wer nicht ins Ausland reist, sollte darauf verzichten.
Und wenn Leukose und Tollwut geimpft wird, dann bitte immer ins Hinterbein und und nicht in Nacken.
Hier ist die Gefahr der Impfsarkome am Größten, aber dann ggf. mit Amputation besser im Griff zu behalten, als im Nacken. (Standard der USA)

Und zu guter Letzt- sorgt für eine gute Gesundheit Eurer Samtpfoten, von Welpenalter an. Nicht erst zum THP gehen, wenn das Kind im Brunnen ist, sondern sich begleiten lassen, ein Katzenleben lang.
Man muss Impfungen nicht ausleiten, Blödsinn, aber sollte eine Katze Reaktionen zeigen, kann man das z.B mit Homöopathie therapieren. Wenn man sich angewöhnt, die Natur machen zu lassen, daruf zu vertrauen, dass sie für das meiste, was den tieren wiederfährt ein Programm hat und nur eingreift, wen es wirklich nötig ist, dann hat man eine gute Grundlage für Gesundheit seiber Samtpfoten.

Puh, sorry solang sollte es gar nicht werden... :s2453:
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Re: Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

Beitragvon hildchen » 27.02.2018 15:34

Danke, das hast Du wirklich gut und super verständlich geschrieben! :kiss:
Bevor ich mich jetzt aufrege, lass' ich es mir lieber egal sein.

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Re: Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

Beitragvon Khitomer » 27.02.2018 18:36

Ich frag mich grad, ob der stetige Kontakt zu kleinen Mengen von Errreger nicht der Situation vorzuziehen ist, wo gar kein Kontakt zu dm Erreger besteht. Im ersten Fall dürfte das immunsystem schön im training sein während es im zweiten Fall von ganz forne anfangen muss.
Liebe Grüsse, Khito

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Re: Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

Beitragvon Räubertochter » 28.02.2018 11:03

Ja, Khito, das sehe ich auch so. Das ist ja oft das Problem bei alten Leuten.
Sie hocken nur noch zu Hause, werden mit nüscht mehr konfrontiert und wenn dann eine Welle von Viren oder Bakterien
über sie schwappt, weil sie zum Arzt müssen, sind sie dem oft schutzlos ausgeliefert, denn auch das Immunsystem altert und vergisst.

Wir bringen ja tatgtäglich all diese Erreger, vor denen wir so Angst haben, wie Parvo etc. mit ins Haus, denn niemand durchläuft erst eine Desinfektionsschleuse, bevor er sein Haus betritt, also haben wir alle- Katzen, wie wir jeden Tag eine kelien Armee gegen die unser Immunsystem perfekt kämpft. Es zu unterstützen, durch gesunde ausgeglichene Lebensweise-nennt man Salutogenese, das ist wichtig. Das Meiste kann der Organismus selber und wir Homöopathen freuen uns ja über alles was rauskommt- Husten oder Schnupfen, Ohrausfluss die Liste ist endlos. Die sog. Ausscheidungssymptome wollen wir haben, denn alles an der Peripherie ist für den Rest des Körpers nicht gesundheitsschädlich. Wird das zugedeckelt, zugesalbt, gesprayt etc. dann wandert die Baustelle nach Innen....
Hauterkrankungen sind lästig, meist für den Besitzer, aber es findet außen statt, vorrausgesetzt, es wird nicht bis in die Tiefe blutig aufgekratzt, von daher für den Organismus weniger belastend.

Einfach spannend, das Thema- übrigens kommt dieser Tage ein Film ins Kino
https://realimmunity.org/

Der genau dieses alles zum Thema hat :kiss:
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Re: Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

Beitragvon NinK » 01.03.2018 12:41

Ich hatte mich nach langem hin und her und vielen Recherchen Anfang des Jahres ja dagegen entschieden, meine Katertiere impfen zu lassen. Stinki ist fast zwölf und wurde zumindest die letzten 6 Jahre jährlich mit dem Kombipräparat geimpft, davor nicht ganz so regelmäßig weil er große gesundheitliche Probleme hatten und meine TA mir damals von einer Impfung abgeraten hatte. Und genau das war jetzt das Zünglein an der Waage- denn meine Griechen sind beide chronisch krank und der eine körperlich, der andere geistig behindert. Beide brauchen Mittel, um das Immunsystem aufzubauen. Da habe ich mich gefragt, ob ich ihnen nicht zu viel zumute wenn ich sie auch noch impfen lasse. Trotz dieser wohl überlegten Entscheidung, die ich mir sicher nicht leicht gemacht habe, zweifle ich immer noch, ob sie richtig war und habe Angst davor, von der Arbeit doch mal was einzuschleppen. Auch wenn das Risiko überschaubar ist. Ich denke ich werde mal eine Titerbestimmung machen wenn wir unsere anderen Baustellen abgearbeitet haben...

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Re: Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

Beitragvon Räubertochter » 01.03.2018 17:58

NinK hat geschrieben:Ich hatte mich nach langem hin und her und vielen Recherchen Anfang des Jahres ja dagegen entschieden, meine Katertiere impfen zu lassen. Stinki ist fast zwölf und wurde zumindest die letzten 6 Jahre jährlich mit dem Kombipräparat geimpft, davor nicht ganz so regelmäßig weil er große gesundheitliche Probleme hatten und meine TA mir damals von einer Impfung abgeraten hatte. Und genau das war jetzt das Zünglein an der Waage- denn meine Griechen sind beide chronisch krank und der eine körperlich, der andere geistig behindert. Beide brauchen Mittel, um das Immunsystem aufzubauen. Da habe ich mich gefragt, ob ich ihnen nicht zu viel zumute wenn ich sie auch noch impfen lasse. Trotz dieser wohl überlegten Entscheidung, die ich mir sicher nicht leicht gemacht habe, zweifle ich immer noch, ob sie richtig war und habe Angst davor, von der Arbeit doch mal was einzuschleppen. Auch wenn das Risiko überschaubar ist. Ich denke ich werde mal eine Titerbestimmung machen wenn wir unsere anderen Baustellen abgearbeitet haben...


Hi Nina,
ja Deinem TA stimme ich 100% zu, genau bei chronischen Erkrankungen impft man nicht. Da der Körper schon genug mit anderen Dingen zu tun hat. Und wenn Stinki fast 12 ist und 6 Jahre lang geimpft wurde ist das mehr als ausreichend, glaube mir.
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Re: Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

Beitragvon NinK » 01.03.2018 18:45

Guten Abend Stefanie!


Das ist ja das Problem! Meine TA wollte damals Stinki nicht impfen, weil es ihm so schlecht ging. Das konnte ich sehr gut nachvollziehen.

Edgar und Alicios wollte sie beide im Dezember impfen unter anderem gegen Tollwut- Wohnungskatzen??

Ich habe mich also quasi gehen ärztlichen Rat dazu entschieden, nicht zu impfen. Das macht es ja gleichzeitig so schwer auszuhalten. Alicios wurde zwei Mal geimpft in seinem Leben, Edgar nur ein Mal. Also ist er nicht mal grundimmunisiert wie man sagt. Aber macht das tatsächlich einen Unterschied? Wie du schon sagtest: der Impfstoff sagt nicht „ohweh, ein Jahr ist rum! Jetzt wirke ich einfach nicht mehr...“

Aber wenn du das genauso bewertest beruhigt mich das sehr, danke Stefanie!

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Re: Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

Beitragvon Räubertochter » 01.03.2018 19:11

:s2453: mnachmal habe ich das gefühl, dass die Tierärzte selber nicht wissen was sie da tun sollen.
Wie auch wenn die StikoVet jährlich ihre Empfehlungen ändert und man nie weiß, warum nun eigentlich.

Für mich ist es wissenschaftlich eigentlich genau anders, wie sie uns das oft verkaufen wolen.
Wenn der Grippeimpfstoff schützen würde, wieso haben wir dann soviel Grippekranke :roll: und müssen das jährlich anpassen? Weil Viren und Bakterien lernen und sich verändern klar, aber wenn ich jedes Jahr meinen Körper mit etwas traktiere, was er nicht braucht, plus die Adjuvantien, die ja meist gebraucht werden, damit das Immunsystem überhaupt reagiert (Erkenne den Fehler) plus alles was die Umwelt sonst noch so zu bieten hat: Pestizide, Gentechnik, Chemische Zusatzstoffe, Abgase etc.pp das überfordert und was macht ein überfordertes Immunsystem-es erkennt alles als Feind, selbst den harmlosen hausstaub und die Birkenpolle und wenn es ganz schlimm kommt die eigenen Körperzellen.
Warum steigen den Alllergien und Autoimmunerkrankungen parallel zum Impfwahn.....
Ach das ist ein so schwieriges Thema.... und letztendlich hilft nur Eines, das Bauchgefühl. Wohnungskatzen gegen Tollwut, die Begründung dafür möchte ich hören....

Liebe Grüße
Stefanie
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Re: Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

Beitragvon NinK » 01.03.2018 19:54

Gute Frage. Sie hatte sich den Impfausweis der beiden Griechen angesehen, da steht eine Tollwutimpfung drin. Das ist vielleicht Pflicht, wenn die Tiere aus Griechenland ausgeführt werden? Damals war ja schon klar, dass die beiden keine Freigänger werden können. Sie wollte dann wahrscheinlich nach Schema F die Impfungen auffrischen ohne zu hinterfragen, warum sie überhaupt dagegen geimpft wurden. Anders kann ich es mir nicht erklären. Egal, meine bekommen in diesem Leben keine Impfung mehr. Krank werden können sie ja trotzdem...

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Re: Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

Beitragvon Räubertochter » 02.03.2018 13:21

Ja, dass die tiere nur mit Tollwutimpfung ausreisen dürfen ist leider so.
Keinem Land der welt reicht eine Titerbestimmung, obwohl die völlig ausreichend wäre :?

Um so besser,, wenn Du Deinen die Impfungen jetzt ersparst. Wenn man mal umzieht, mit Freigang etc. kann man das ja ggf. neu überdenken und sich dann den Titer bestimmen lassen.
Meine haben seit ihrer Grundimmunisierung nie wieder eine Impfung gesehen, sehr zum Ärger ihrer Züchterin, die mich da schon wüstens beschimpft hat, aber meine Katzen, meine Entscheidung.

Im Humanbereich sieht man ja auch grad, was für Auswüchse das ganze bekommt, wenn sich die Politiker einmischen. hab da sgtern eine Podiumsdiskussion gesehene, holla die Waldfee. Auf die Konten der FDP Politiker würde ich gerne mal schauen, wie man für Impfflicht gegen den willen der Eltern sein kann... sorry dass war jetzt OT.

insgesamt aber ein sehr spannendes Thema, finde ich :kiss:
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Re: Wie oft und gegen was lasst ihr Eure Katzen impfen?

Beitragvon NinK » 02.03.2018 13:59

Ich denke auch, dass das die richtige Entscheidung war. Mein Hausarzt rät mir wegen meines schwachen Immunsystems auch immer von Grippeimpfung und co ab. Ich hoffe sehr, dass ich diese Entscheidung nicht irgendwann bereuen werde.



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