Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

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Loja469
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Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

Beitragvon Loja469 » 14.12.2016 14:16

Hallo ihr Lieben. Ich bin ganz neu hier. Ich habe diesen Chat gefunden in der Zeit als ich dachte meine Welt hat aufgehört sich zu drehen. Ich habe im August diesen Jahres meinen gerade 12 Jahre alten kater (norwegische Waldkatze ) verloren. Ich möchte euch meine Geschichte schreiben in der Hoffnung das ich anderen Betroffenen helfen kann und ich vielleicht etwas besser weiter leben kann. Es sind jetzt 4 Monate vergangen und der Kloß im Hals wird nicht weniger. Ich habe sehr viele Berichte hier gelesen und habe mit geweint. Meine Hände zittern aber ich versuch mein Erlebnis aufzuschreiben.

Alles begann im Juni 2007. Meine damalige katze Micky verstarb an Herzversagen im Alter von 16 Jahren. Und ich wollte so schnell kein Tier mehr haben. Ende Juli 2007 bekam ich eine Email von meiner Cousine. Da wird ein Frauchen gesucht für einen 3jährigen kater der aus der Zucht genommen wurde und noch dazu geschenkt. Und ein Foto als Anhang. Ich hatte ja mehrmals geäußert das ich kein Tier mehr möchte. Irgendwann siegte die Neugier und ich sah das Foto. Es war Liebe auf den ersten Blick. Im August war er bei mir mit Kissen, Spielsachen und einen Brief. Er hat noch zwei Schwestern und die wären auch schon vergeben. Die Züchterin wäre wohl verstorben und die katzen müssten in gute Hände. So hieß es damals. Und mein Oscar musste aus der Zucht raus weil er nicht zeugungsfähig wäre.Ich habe damals nichts hinterfragt. Das Tier war dann bei mir und wir waren glücklich. Nur das zählte. Wir waren unzertrennlich. Er war mein Halt, mein Lichtblick einfach alles für mich. Von Krankheiten damals noch keine Spur.

2010 bekam ich dann einen Vollzeitjob war also nicht mehr so oft zu Hause. Ich sah in seinen Augen das er traurig war ,dachte ich. Seine Augen waren oft entzündet und wir sind zum Tierarzt und bekamen daraufhin Prednisilon Augensalbe. Und es wurde besser. Ich war damals der Meinung dass er sehr einsam ist und beschlossen ihm eine kleine Main coon zu holen. Mit der Züchterin uns beraten und im Februar 2012 konnten wir die kleine Mary holen. Mit 3Monaten kam sie zu uns. Da er schon immer ein sehr stiller und zurückhaltender Kater war nahm er die kleine nach anfänglichem Schwierigkeiten an wie sein eigenes Kind.Sie hatte Welpenschutz bei ihm. Er kümmerte sich rührend um die kleine. Manchmal schliefen sie eng aneinander gekuschelt ein. Mir ging das Herz auf wenn ich die zwei so gesehen habe. Alles wurde gut bis zu den Tag im August 2013.

Mir fiel auf dass er schlecht Luft bekam. Ab und an hustete. Hatte immer den Mund ein bisschen auf beim Atmen. Wir ihn zusammengepackt, ab zum Tierarzt. Diagnose Lungenödem, durch Röntgen festgestellt. Er bekam Furosemid.3 Wochen später Herzultraschall. Diagnose Vsd, Mitralklappeninsuffinzienz geringgradig, Trikuspidalesinzuffizenz geringgradig, linker Vorhof dezent vergrössert, Herzgeräusche; ja. Aortainsuffiziens geringgradig. Ergebnis; kongenitale herzerkrankung. Behandlung mit Benazepril. Die Furosemid konnten wir nach 4 Wochen absetzen. Das Wasser war raus aus der Lunge.

Seit dieser Zeit waren wir des öfteren beim Tierarzt. Die Diagnose Lungenfibrose und felines Asthma stand auch im Raum.Die Lunge war sehr stark angegriffen. Wir bestellten den Aero Cat zum inhallieren. Das Viani holten wir vom Tierarzt. Irgendwann wollte er nicht mehr inhallieren, sträubte sich dagegen, also spritzten wir Ihn alle 4wochen mit Depo metrate. Es wurde wieder besser. Er hustete weniger und der Appetit war dementsprechend auch da. Im Dezember 2015 spürte ich eine Veränderung an ihm die mir den Atem stocken lies. Er war gealtert und immer müde. Seine Schritte wurden langsamer. Meine Seele weinte . Ich stellte ihm einen kleinen Hocker an das Sofa das er besser hoch kam. Ein Gefühl der Angst machte sich in mir breit.

Im Januar 2016 wieder zur Kontrolle.Er hustete wieder und diese Bauchatmung war auch da.Der Tierarzt stellte wieder Wasser in der Lunge fest. Er spritzte ihm dimazon und furosemid für zu Hause in Tablettenform 20mg. Ausserdem musste er täglich Prilium 75 kriegen für 7 kilo und eine Cortisonspritze gegen die Entzündungen der Bronchien. Die Medikamente schlugen gut an. Die Atmung wurde wieder besser und er sah auch zufriedener aus. Glück gehabt, dachten wir. Die Furosemid sollte ich trotz allem in geringer Dosis weiter geben. Das sich kein Wasser so schnell ansammelt.Er bekam früh und abends jeweils eine halbe. Nach 3 Monaten war der Tierarzt sehr zufrieden. Es waren kaum noch Geräusche zu hören.

So Mitte Juni hab ich dieses laute Schnarchen vernommen und ab und an hustete er wieder. Ich schob es auf die hohen Temperaturen die wir teilweise im Juni schon hatten. Furosemid wurde erhöht auf zweimal eine ganze, früh und abends. Mit Wasser und ein bisschen Katzenmilch darin aufgelöst, in die Spritze gezogen nahm er es gerne an. Es half. Im Juli wieder zur Kontrolle. Er wurde abgehört und die Ärztin die da war (eine Vertretung die erst von der Uni kam) sagte nicht viel. Er hatte wieder massive Geräusche. Sie spritzte cortison und die Entwässerung soll erhöht werden auf dreimal eine ganze. Warum hat sie ihm keine dimazon Spritze gegeben damals. Das frag ich mich heute noch. Sie hat doch gehört das da schon wieder Wasser war. Selbst nach der Erhöhung der Medikamente ging es nur etwas besser . Aber er lag viel im Bad auf den kalten Fliesen und so langsam spürte ich das er sich von mir zurück zog.

Kam ich mit den Medikamenten aufgelöst in seiner Katzenmilch ,riss er aus. Wo er sonst aus dem Tiefschlaf raus, mir hinterher kam. Ich stellte ihm Schälchen mit kochsalz vor seiner Box das er besser Luft bekam. Dunkelte die Wohnung ab. Es war unerträglich heiss draussen. Sämtlicher Stress habe ich von ihm ferngehalten. Es wurde nicht besser. Er lag im Wohnzimmer mit dem Kopf unterm Schrank. Manchmal kam er noch zur Tür und begrüsste mich, auch gefressen hat er zu dem Zeitpunkt noch. Aber er wollte immer mehr seine Ruhe haben. Und ich weinte vor mich still hin. Ich glaube er spürte das, denn dann kam er auf mich zu.

Im August bin ich mit ihm dann zum Tierarzt weil er sich zu sehr abgewendet hat von allem. Seine kleine Mary lag immer bei ihm.Ich sollte ihn da lassen, für einen Tag und kann ihn abends wieder holen, sagte man mir. Ich stimmte zu. Ich rannte an diesen Tag zur Arbeit und später wieder nach Hause. Wartete das es 18 Uhr wird und ich ihn nach Hause holen kann. Als wir dort ankamen sass er mit gespitzten Ohren in seiner Box. Und wir freuten uns. Der Arzt meinte sie haben 4 laken wasser entnommen. Ich konnte nicht fragen wiviel ml das sind. Mir hat es die Sprache verschlagen. Über eine Drainage haben sie das Wasser geholt und es ist immer noch welches drinne. Das Blutbild war ok. Er gab mir Torasemid 3mg mit nach Hause. Jeden Morgen als erstes eine halbe davon also 0,75mg, Mittag eine Furosemid 20mg und abends auch. Dazu das Prilium jetzt für 6 Kilo nur noch. Und er sagte,wir hören uns in einer Woche wie sein Zustand ist und er Soll fressen was er möchte. 3 Tage ging alles gut. Das Näschen und Schleimhäute waren wieder rosa. Und er nahm die Medikamente auch wieder von mir.

Am 4. Tag wollte er nicht fressen und er lag wieder im Wohnzimmer, Kopf unterm Schrank. Ich legte seine Decke dahin und legte ihn drauf. Abends knabberte er ein bisschen am Trockenfutter, aber mehr nicht. Ich dachte dass er sich erst an die Torasemid gewöhnen muss, das er dadurch etwas müde und lustlos ist. Er ging aber noch aufs Kaklo und trank wasser und in dieser Wohnung wurde es immer stiller. Seine Mary war immer in seiner Nähe. Abends habe ich ihn mit meinen Freund die Krallen ein bisschen geschnitten,ganz vorsichtig. Er blieb ständig am Teppich hängen. Er hat das alles über sich ergehen lassen. Ich lies ihn soweit es ging in Ruhe. Ich war der Meinung dass der Aufenthalt in der Klinik zu viel stress für ihn war und er sich erholen muss.

Und dann kam der Tag von den ich hoffte das es noch ein bisschen dauert. Er fing an mir "Auf Wiedersehen "zu sagen. Seine Augen völlig verändert. Rot brauner Schleim auf seinen Pubillen. Ich hob ihn auf seine Decke und wischte ihn vorsichtig die Augen. Dann Tapste er durch die Wohnung. Ich glaub er hat nichts mehr gesehen. Rannte überall dagegen und blieb am Wassernapf hängen. Er trank Umnengen. Teilweise wurde er sogar aggressiv seiner Mary gegenüber. Dann schlief er in der Küche auf dem Fussboden. Ich hab versucht den Tierarzt zu Hause zu erreichen. Keiner da. Erst Ab 15uhr die Praxis wieder geöffnet. Ich allein zu Hause. Ich habe die Tierarztbox bereit gestellt und wollte ihn hinein legen, da hat er versucht sich zum Katzenklo zu schleppen. Seine Beine rutschten weg aber er kam noch bis zum kaklo, legte sich rein, seufzte nochmal und wollte dort schlafen. Ich hob ihn dort raus und sagte ihm das alles gut ist das er ruhig schlafen kann. Ich legte ihn in seine Box die er so sehr liebte, weil er sich dort verkriechen konnte wenn er seine Ruhe wollte. Ich hängte die Box zu und fuhr los. Es war Viertel 3. Er miaute noch zweimal im Auto. Ich sagte ihm das alles gut ist. Arzt habe ich über mein kommen informiert. Er sah ihn sich an und meinte,ich glaube wir machen heute hier Schluss und der Bauch wäre schon wieder dick. Ich fragte ihn ob wir ihn noch retten können, Er sagte, dann ist er Intensivpatient und liegt hier. Ich war unter Schock und stimmte zu das wir ihm jegliche weitere Qual ersparen.Innerhalb von 5 Sekunden schlug sein Herz nicht mehr. Ich bin mit Oscar regelrecht aus der Praxis gerannt. Habe nicht mal mehr gefragt was letzten Endes zum Tod geführt hat.

Wir haben ihn dann einen kleinen Sarg gebaut und im Garten begraben mit einen kreuz und Gesteck zu den Adventen. Ja und seitdem sind wir allein. Mary und ich. Oft Sitze ich hier und Frage was wohl der Auslöser für das schnelle Ende war. Haben die Medikamente nicht mehr gegriffen. Wir waren so voller Hoffnung. Jeden Abend bete ich für Ihn. Ich hoffe wirklich das es ihm da oben so viel besser geht. Ich vermisse ihn sehr, er fehlt überall. Seine kleine Mary und ich, wir trösten uns gegenseitig. Sie ist ihm so ähnlich geworden. Sie schläft dort wo er geschlafen hat, in der selben Stellung, hat die selbe Fresskultur. Wenn ich das sehe muss ich weinen. Überall hängen Bilder von ihm und jeden Abend zünde ich eine Kerze für ihn an. Wir lieben dich Oskar. Bitte vergess uns nicht. Wir tun es auch nicht.

Ich danke euch fürs lesen auch wenn es sehr viel geworden ist. Eigentlich müsste ich nochmal zum Tierarzt fahren um Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Ich kann die Praxis nicht betreten, noch nicht. Lg loja


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Re: Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

Beitragvon hildchen » 14.12.2016 16:00

Liebe Loja, auch hier noch einmal herzlich Willkommen bei uns, auch wenn der Anlass ein sehr trauriger ist.

Danke für Deinen langen ausführlichen Bericht! Mir stehen die Tränen in den Augen, wenn ich darüber nachdenke, was der arme Oskar - und Du mit ihm - alles durchmachen musste! Aber seine Leidenszeit ist vorüber, die Schmerzen haben ein Ende und er spielt jetzt auf der bunten Wiese hinter dem Regenbogen mit allen unseren Sternenkatzen und erzählt ihnen von dem schönen Leben, das Du ihm mit Deiner Liebe geschenkt hast. Viele werden ihn darum beneiden.

Nur bei Dir ist das Leid und der Schmerz geblieben, und das finde ich so traurig! Neben Dir sitzt die kleine Mary und will Dir zeigen, dass auch sie ihn nicht vergessen hat, sie hat seine Eigenarten übernommen, damit Du siehst, dass ein Stückchen von ihm immer noch da ist in ihr. Nimm es an und schenke ihr jetzt Deine ganze Liebe, vergiss sie nicht in Deiner Trauer um Oskar. Sie lebt und sie braucht Dich. Oskar lebt jetzt in Deinem Herzen, und da wird er für immer bleiben. Eines Tages werdet Ihr Euch wiedersehen.

Und geh nicht in diese Praxis, stelle keine Fragen nach dem Warum und Wieso, das bringt ihn nicht zurück und tut Dir nur ganz unnötig weh. Eines Tages wird Deine Trauer weniger, weil Du immer mehr Erinnerungen an Eure wunderbare gemeinsame Zeit an ihre Stelle setzt. Das würde auch Oskar sehr freuen, er mag es sicher nicht, dass Du so traurig bist.
Bevor ich mich jetzt aufrege, lass' ich es mir lieber egal sein.

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Re: Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

Beitragvon Katzelotte » 14.12.2016 19:02

Liebe Loja,

Herzlich willkommen hier im Forum, auch wenn dies ein äußerst schmerzlicher Anlass ist.

Mein herzlichstes Beileid. :cry:

Ich habe geweint bei deinem Bericht, aus dem deine ganze Liebe und Trauer spricht.

Ich habe vor etwas über 5 Monaten mein Mogli (8 Jahre jung) verloren, ähnlich
krank. Auch mir sagte der Arzt, er würde ein Intensivpatient werden mit vielen Medikamenten am Tag für eine Lebenszeit von nur noch wenigen Monaten. Ich wollte das nicht. Ich wollte ihn nicht mehr Tag für Tag mit den Medis quälen. Für ihn war es Quälerei.

Ich habe losgelassen. Es war die Hölle und die Bilder bekomme ich nicht aus meinem Kopf.
Ich trauere immer noch sehr und weine noch viel.
Sein Bruder Sami ist noch bei uns und braucht uns auch. Denn seine Trauer ist mindestens genauso groß.

Danke, dass du deine Erfahrungen mit uns teilen möchtest.

Und ja, man kann oft besser damit leben oder umgehen, wenn man sich öffnet.

Ich fühle mit dir. :(
Liebe Grüße Claudia mit Sami sowie immer in meinem Herzen: Lucky, Elli und Mogli

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Re: Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

Beitragvon sabina » 14.12.2016 20:26

liebe loya
mein herzlichstes beileid :cry:
es ist so schrecklich, seine herzenskatze zu verlieren :(
bei herzerkrankungen geht es oft dann sehr schnell. ich hab meinen cosmo so verloren, er wurde nur 8 jahre alt :(
du hast richtig entschieden, denn ich denke, kein katzi möchte intensivpatient in einer grossen klinik werden.
und ja, trotz deiner intensiven trauer denke an deine kleine mary. haltet euch aneinnder fest und tröstet euch gegenseitig. lass die kleine auch nicht auf dauer alleine, sie wird sich zu gegebener zeit über einen neuen kätzischen "papa" oder freundin sicher freuen.
ich wünsche dir ganz viel kraft, diesen tragischen verlust verschmerzen zu können.
deinem grossen geht es jetzt gut, keine atemnot und keine schwäche plagen ihn mehr.
Liebe Grüsse Sabina mit Morpheus und Aragon
und Cosmo und Victoria immer im Herzen

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Loja469
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Re: Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

Beitragvon Loja469 » 14.12.2016 20:39

Hallo ihr Lieben. Ich bin gerade so überwältigt von euren Zeilen, damit habe ich nicht gerechnet.
So viele Zuspruch und Mitgefühl und dabei habt ihr selbst so viel durchgemacht.Und ich dachte, keiner hört mir zu. Ihr seit so lieb. Ich Danke euch. Muss das erstmal setzen lassen. Lg loja


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Felinae
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Re: Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

Beitragvon Felinae » 17.12.2016 06:21

Liebe Loya,

Ich kann gerade nicht so gut so viel schreiben, die Sorgen und Ängste die Du um Deinen Schatz hattest.. und die innige Pflege und Eure tiefe Verbindung... all das berührt mich so sehr....

Du hast alles erdenkliche getan und ihm dadurch viele schöne Lebenstagd mehr geschenkt.

Ich mag Dich umarmen und ich wünsche Deinem Herzen das es zu Ruhe kommt.

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Re: Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

Beitragvon Loja469 » 17.12.2016 15:46

Liebe Felinae. Ich danke auch Dir für die lieben Zeilen. Manchmal muss man nicht viel Sagen oder Schreiben. Es reicht meist wenn man das Gefühl hat, Ernst genommen zu werden.

Nachden ich nun diese Woche das Erlebte hier nieder geschrieben habe, ging es mir ziemlich mies. Alles war wieder präsent und es tat höllisch weh.

Jetzt ein paar Tage später bin ich froh, es getan zu haben. Wem erzählt man davon? Wer hört einen zu? Es sind doch nur die Menschen die auch mit Tieren leben oder denen Gleiches wiederfahren ist. Deswegen ist es gut hier schreiben zu können.

Auch mich plagen Schuldgefühle. Habe ich richtig gehandelt und habe dem Einschläfern zu gestimmt. Oder hätte ich sollen den Tierarzt wiedersprechen. Vielleicht hätten ja die Infusionen doch noch geholfen und er wäre noch hier.

Ich war 3 Wochen krank geschrieben. War nur noch ein Nervenbündel. Die Sorgen um Oscar haben mich fast um den Verstand gebracht. Seit dem halt ich mich mit Johanniskraut über Wasser.

Und warum hat der Tierarzt nicht gesagt was passieren kann, wenn die neuen Medikamente nicht greifen? Warum, Wieso Weshalb.......Ich weiß man macht sich kaputt.

Ich habe dieses liebenswerte Geschöpf vor vielen Jahren hier auf genommen. Ich wusste damals nichts von seiner Herzkrankheit ,aber wir (Mary und ich)sind so dankbar das wir Ihn kennenlernen und bis zum Schluss begleiten durften. Die Liebe ,die er in unser Leben gebracht hat ,hat ganz viele Spuren hinterlassen.

Ganz liebe Grüsse von loja und Mary

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mary1katze
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Re: Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

Beitragvon mary1katze » 18.12.2016 06:22

Liebe Loja, auch ich habe jetzt Tränen in den Augen, als ich Deinen Bericht gelesen habe. Ihr habt sehr viel mitgemacht und doch hast Du richtig entschieden. Ich musste mit meiner Luna damals (werden im Februar zwei Jahre) nach drei Monaten Krankheit auch diese Entscheidung treffen, sie war erst sieben Jahr alt und hatte einen Tumor, aber wie Du schreibst, diese Bilder bekommt man nicht mehr aus dem Kopf. Es wird leichter, aber vergessen wird man das nie. Ich weine heute noch um meine Maus, aber unsere Minka hat auch die Aufgaben von Luna übernommen, anfangs tat mir das fast weh, jetzt macht es mich glücklich. :love:

Ich glaube jeder hier, der bereits einen Liebling verloren hat, kann das nachempfinden. Es tut einfach nur grausam weh :cry:

Mit der Praxis würde ich noch warten, falls Du überhaupt dorthin gehen willst, es bringt letztendlich nichts. Es tut nur wieder schrecklich weh. Ich musste damals wegen Minka nach drei Monaten hin. Ich war drin, ausgerechnet das Zimmer, wo ich mit Luna die letzte Stunde verbrachte, stand offen. Mir stiegen die Tränen in die Augen, ich bezahlte meine Rechnung und rannte raus. Ich sass im Auto und heulte. Die Wunden wurden wieder aufgerissen und alles kam wieder hoch.

Ich wünsche Dir viel Kraft und dass es Dir bald besser geht :s2445:
Liebe Grüsse

Marion mit Minka (und Luna für immer im Herzen, gest. 19.02.2015)

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Re: Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

Beitragvon Loja469 » 18.12.2016 14:22

Liebe Marion.

Ich habe Deine Zeilen gelesen. Mein Gott. Du hast ja auch viel durchgemacht und es tut mir wahnsinnig leid. Bei Dir werden es 2 Jahre. Wie hast Du die Zeit bloß überstanden? Ich habe mal Gute und mal weniger Gute Tage. Es schwankt ziemlich.

Heute Morgen hat es bei uns im Erzgebirge geschneit. Und ich stand mit Mary im Arm am Fenster. Ich kann von dort in den Garten gucken, zu Oskars Grab.Er hat die Schneeflocken so geliebt, er konnte da Stunden sitzen und zu gucken ,wie sie fallen. Ja und das sind solche Momente, die sehr weh tun. Ich würde so viel dafür geben wenn er wieder hier wäre.

Die kleine Mary ist so anhänglich geworden. Völlig verändert seit sie allein ist. Und dann liegt Sie hier neben mir und ich habe das Gefühl das Sie unsere Zweisamkeit geniest.
Deswegen setze ich mich mit dem Gedanken noch nicht auseinander, wieder einen Spielgefährten zu holen.

Das mit der Tierarztpraxis werde ich erstmal ruhen lassen. Ich glaube, mir würde es wie Dir gehen. Es wühlt zur Zeit zu viel auf.Und mein Herz soll mal zur Ruhe kommen. Es war so traumatisch und alles ging so schnell und ich wusste garnicht was da passiert. Wochen später habe ich erst begriffen, dann kam der Zusammenbruch. Oskar kam im August und ging im August. Unglaublich.

Ich danke dir liebe Marion das du mir geantwortet hast und mir von dir erzählt hast. Mir hilft es sehr ,wenn man sich austauschen kann. Ich wünsche dir noch einen schönen 4.Advent. Liebe Grüsse von Jana, Mary und Oskar im ❤(gestorben am 19.8.2016 um 15uhr15.

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Re: Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

Beitragvon Mrs Spock » 18.12.2016 15:23

Hallo Jana,

es tut mir sehr, wie sehr du unter den Verlust von Oskar leidest. Auch wenn es so platt klingt: Es wird besser.

Mein Pebbelinchen ist im Oktober 2011 und mein Röschen im August 2012 gestorben. Beide waren 17 Jahre alt.
Ich wusste bei beiden, dass ihre Zeit bei mir krankheitsbedingt nur noch begrenzt war. Hat es den endgültigen Abschied dadurch leichter gemacht? Nein, es war einfach schrecklich. Da bin ich ehrlich. Aber ich wusste, dass ich beiden durch meine Entscheidung zum Einschläfern den letzten großen Liebesdienst erweisen konnte.

Und genau das hast du für Oskar auch getan. Du hast ihm längeres Leiden erspart. Er hatte wunderschöne Jahre bei dir und du hast ihm ein liebevolles Zuhause gegeben!

Was mir geholfen hat, war mich an die schönen und lustigen Momente mit Ihnen zu erinnern. Ich habe oft mit meinem Freund, Familie oder Freunden über die beiden gesprochen. Oft mit Tränen in den Augen. Aber im Laufe der Zeit immer häufiger mit einem Lächeln. Auch heute kommen mir manchmal die Tränen und es tut auch immer noch weh. So ist das wenn man ein Lebewesen geliebt hat und es sich in deinem Herzen eingenistet hat. Es bleibt da. Mit traurigen aber auch mit vielen wunderschönen Erinnerungen.

Loja469 hat geschrieben:Die kleine Mary ist so anhänglich geworden. Völlig verändert seit sie allein ist. Und dann liegt Sie hier neben mir und ich habe das Gefühl das Sie unsere Zweisamkeit geniest.
Deswegen setze ich mich mit dem Gedanken noch nicht auseinander, wieder einen Spielgefährten zu holen.


Ich würde auch nichts überstürzen. Aber du hast ja auch geschrieben, dass die beiden gerne auch mal zusammen gekuschelt haben. Deine Mary genießt also auch die Gemeinschaft mit anderen Katzen. Ich würde also über kurz oder lang doch über einen neuen Katzenkumpel für sie nachdenken. Du arbeitest und sie ist Gesellschaft gewöhnt. Dass sie jetzt mehr deine Nähe sucht mag Trauer ausdrücken oder einfach das Bedürfnis nach Zweisamkeit. Denk in Ruhe darüber nach. Aber ich würde Mary nicht auf Dauer als Einzelkatze halten.

Alles Liebe und auch dir einen schönen 4. Advent :D .
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Liebe Grüße von Silke mit Linus und Robbie und den Sternchen Pebbles und Röschen

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Re: Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

Beitragvon Loja469 » 18.12.2016 17:30

Liebe Silke.

Ich danke auch Dir für deine lieben Worte.
Tief im Innersten weiß ich, glaub ich zumindest, das es für Oskar, eine Erlösung war.

Ich bekam im Januar die Diagnose. Der Tierarzt sagte damals "die Entwässerung und das Prilium braucht er jetzt ständig, sonst schafft er es nicht ". Ich sagte zu ihm mit leisen Worten "aber man muss doch ein bisschen Hoffnung haben". Als ich die Praxis verließ, war es ganz still und Sie hatten, alle die dort arbeiten, den Kopf gesenkt.

Er hat 6 Monate mit mir gekämpft. Ich muss ihm dafür sehr dankbar sein. Ich durfte ihn noch eine Zeit haben. Ja und ich geb es zu, ich wollte es nicht wahr haben, um so härter traf es mich.

Ich weiß das Mary nicht ewig alleine sein soll. Zur Zeit bin ich noch viel zu Hause. Arbeite nicht mehr volltags. Kinder sind auch keine da. Meine Liebe gehörte den beiden. Daher auch wenig Freunde, nur Arbeitskollegen. Oskar und Mary waren immer wichtiger und in den letzten Monaten sowieso.

Ich weiß halt nicht ob ich das Richtige tue. Ich bin dazu noch nicht bereit für einen Spielgefährten für Mary. Aber ich weiss auch das es nicht nur um mich geht. Ich muss auch an Sie denken. Zur Zeit ist ja alles ganz entspannt und Sie springt und rennt durch die Wohnung, das es nur so kracht und scheppert. Sie ist ne ganz Wilde und doch so lieb. Das macht sie schon immer so. Das sind ihre kritischen 5 Minuten, manchmal auch länger.

Liebe Silke. Du hast auch einen Verlust erlitten und das gleich zweimal innerhalb von Monaten. Wenn ich dich fragen darf, warum waren sie krank, das Du musstest einschläfern lassen. Magst du darüber reden?

Ich wünsche dir auch einen schönen 4.Advent, von dem was noch übrig ist. Ganz liebe Grüsse von Jana, Mary und Oskar im ❤.

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Re: Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

Beitragvon Mrs Spock » 18.12.2016 18:31

Darfst gerne fragen :) :

Bei Pebbles wurde ein Tumor im Kieferknochen festgestellt der nach Innen wuchs. Wir haben noch einiges austesten wollen (Schlangengifttherapie) aber letztlich wäre es doch nur ein Herhauszögern des Unvermeidlichen gewesen. Und Pebbles hat mir deutlich gezeigt, dass sie all das nicht mehr wollte. Sie zog sich zurück, lies sich nicht mehr streicheln. Einfach weil sie dachte, gleich kommt wieder eine Spritze. Sie sollte sich in ihrer Wohnung weiterhin sicher und geborgen fühlen. Ich habe die letzten Wochen sehr intensiv mit ihr gelebt und mich innerlich versucht auf den Abschied vorzubereiten. Als sie dann nicht mehr fressen wollte/konnte war die Zeit des Abschiednehmens da.

Röschen hatte CNI (chronische Niereninsuffizienz). Die Kontrolluntersuchungen waren soweit in Ordnung. Dann hat sich sein Zustand plötzlich verschlechtert. Beim Tierarzt wurde ein Schnelltest der Nierenfunktion gemacht - die Werte waren eine Katastrophe. Ich hätte ihn nochmal mit nach Hause nehmen können. Aber mir wurde klar gesagt, dass es nur eine Frage von Tagen sei. Röschen war ein kleines Seelchen und hatte immer Angst beim Autofahren und beim Tierarzt. Ich wollte ihm das nicht mehr zumuten.

Beide wurde eingeäschert und liegen im Garten meiner Eltern. Was letztlich ein Trost ist: Ich durfte 17 Jahre mit ihnen verbringen; diesen wunderbaren Fellpopos :herzen2: .

Was eine Zweitkatze angeht - wie gesagt, lass dir Zeit. Du musst auch bereit dazu sein. Solche Dinge entwickeln sich meistens von selbst. Ich wollte nach Röschens Tod erstmal keine neuen Katzen. Ich fühlte mich so leer. Dann kam der Hilferuf einer privaten Katzenhilfe (über die ich Röschen bekommen hatte). Ich habe erst nein gesagt. Einige Wochen später wieder die dringende Bitte. Dann konnte ich mich nicht mehr wehren. Zwei 6jährige Katerbrüder zogen bei mir ein. Es hat ein bissle gedauert aber schließlich haben sie sich auf ihre eigene unnachahmliche Weise in mein Herz geschlichen.

Und versuch dich etwas abzulenken. Ich weiß das ist leichter gesagt als getan. Verabrede dich vielleicht mal mit einer lieben Arbeitskollegin nach der Arbeit auf einen Weihnachtsmarktbummel o. ä.

Und hier hat sicher auch immer jemand ein offenes Ohr für dich :kiss: .
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Liebe Grüße von Silke mit Linus und Robbie und den Sternchen Pebbles und Röschen

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Re: Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

Beitragvon Loja469 » 18.12.2016 20:56

Liebe Silke.

Mir fehlen die Worte was Du da mitgemacht hast. Es tut mir leid. Ist zwar schon ein bisschen her, aber ich denke bei jedem bleibt was hängen und nichts ist mehr so wie es mal war.

Viele sagen, man soll sich an die schönen Stunden erinnern. Nur wie geht das?Braucht das auch seine Zeit? Ich habe oft nur die letzten Stunden mit Oskar vor mir.

Das Du den Mut hattest doch wieder Tiere aufzunehmen, das finde ich toll. Ich hätte ihn auch gerne. Ich denke, mir müsste man auch direkt ein Samtpfötchen drauf drücken. Sonst passiert da noch nichts. Ich will bis zum Frühjahr noch warten. Mal sehen wie sich Mary bis dahin entwickelt und wie weit mein Herz ist.

Vielleicht mach ich diese Woche noch einen Bummel auf dem Weihnachtsmarkt. Er geht ja noch bis Freitag.

Ich danke Dir liebe Silke, einfach nur fürs lesen oder "zu hören " und zurück schreiben.
Einen schönen Abend wünscht Euch, Jana, Mary und Oskar im❤.

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Re: Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

Beitragvon Felinae » 19.12.2016 22:36

Ich lese hier immer still mit und die Geschichten berühren mich alle sehr.

Es ist eine Weisheit des Budismus die sagt, "je mehr Du liebst um so mehr leidest Du auch" . Da ist viel Wahrheit drin und ob man bereit ist nach soviel Leid, wieder die Liebe zuzulassen, dass kann nur jeder einzelne und die Zeit entscheiden.

Ich wünsche jedem einzelnen, das die Wunde im Herzen so weit heilt, das ihr wieder an Eure geliebten Seelchen denken könnt, ohne das die Trauer Euch überwältigt.

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Re: Felines Asthma, Herzkrank, Lungenfibrose, Lungenödem

Beitragvon Loja469 » 20.12.2016 15:33

Ich wünschte es wäre nie geschehen.

Wie ich das Weihnachtsfest, das 1.ohne ihn, überstehen soll, ich weiß es nicht.



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