Rehkitze Mähtod aber auch Rettung Seite 3!

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FrauMonte
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Re: grausame entdeckung.......

Beitragvon FrauMonte » 30.05.2012 12:23

Trudi hat geschrieben:ja es wird einen bericht in der NWZ geben sogar mit bild von jule und mir.
so jetzt wissen wir genau von einen jagdpächter,ja die bauer sind verpflichtet es zu melden dass sie mähen, und wenn sowas wie hier passiert kann der pächter den bauern auf schadenesrsatz verklagen......urteile soll es auch schon geben....


Also ich wäre vorsichtig mit der Pauschalisierung, denn es gibt keine bundeseinheitliches Gesetz dazu - und wenn du es googlest, wirst du lediglich auf Freiwilligkeit basieriende Initiativen zwischen Landwirten und Jagdverbänden finden, was nicht heißen soll es sei zu viel verlangt.
Es ist ja auch im Interesse der Bauern - warum? Ein Kitz in der Mähanlage, kann sie u.U. runieren und der Ernteertrag wird durch Kadaverreste ebenfalls gemindert und ich denke kein Bauer hat großes Interesse an einem wirtschaftlichen Schaden. Und ich habe mir sagen lassen, nicht jeder Bauer ist ein herzloser, Kitze tötender Bösewicht, manche sollen sogar tierlieb sein :wink:

Hier, in meiner Gegend gibt es freiwillige Initiativen von Menschen, die sich zur Erntezeit zusammen schließen und ähnlich einer Hundertschaft vor den Mähdreschern herlaufen! Aber es ist eben freiwillig...da hört es dann zumeist ja schon auf mit dem Aktivismus :roll:


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Re: grausame entdeckung.......

Beitragvon witosoto » 30.05.2012 12:31

Wenn es freiwillig wäre, was durchaus sein kann, dann frage ich mich persönlich woher der Rechtsanspruch de Jagdpächters auf Schadenersatz kommt. Wie dem auch sei. Wir sind am Ball und werden versuchen soviel herauszubekommen wie wir nur können.
Wir möchten auch sicher nicht alle Landwirte verteufeln. Auch wir wissen, dass es sowohl diese als auch andere gibt.

@IschliebäKatzen
Ein solches "Nest" ist nicht zu übersehen.

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Re: grausame entdeckung.......

Beitragvon Trudi » 30.05.2012 12:35

so gleich wissen wir mehr,denn ich habe die polizei angerufen und sie werden den jagdpächter meine telefon.... geben damit er sich bei mir meldet..

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Re: grausame entdeckung.......

Beitragvon Minimotte » 30.05.2012 12:36

Durch Tierkadaver kan nauch der Botulismuserreger sich im Heu verteilen.
Was das für die Tierbestände zu bedeuten hat :shock:
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FrauMonte
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Re: grausame entdeckung.......

Beitragvon FrauMonte » 30.05.2012 12:42

witosoto hat geschrieben:Wenn es freiwillig wäre, was durchaus sein kann, dann frage ich mich persönlich woher der Rechtsanspruch de Jagdpächters auf Schadenersatz kommt. Wie dem auch sei. Wir sind am Ball und werden versuchen soviel herauszubekommen wie wir nur können.
Wir möchten auch sicher nicht alle Landwirte verteufeln. Auch wir wissen, dass es sowohl diese als auch andere gibt.


Schadenersatz für getötetes Rehkitz
(jlp). Tötet ein Landwirt bei den Mäharbeiten auf der Wiese zwei Rehkitze und kann ihm hierbei ein Verschulden zugerechnet werden, so ist der Landwirt dem Jagdpächter zum Schadenersatz verpflichtet, weil er das dem Jagdpächter zustehende Aneignungsrecht verletzt hat. Die Höhe des Schadenersatzanspruches setzte das Gericht mit je 680 Euro (ohne Mehrwertsteuer) fest. Hierbei wurde nicht lediglich der Wildbreterlös als Schadenersatz angesetzt, sondern der Wert, der für die Beschaffung zweier Lebendtiere als Ersatz anfällt. Gerade bei solch jungen Tieren kann der Wildbreterlös alleine nicht ausschlaggebend sein.
Landgericht Trier, Az.: 1 S 183/04
Quelle: Jagd - Ein Herz für Tiere

Ich denke ein Verschulden nachzuweisen, dass ist das eigentliche Problem. Und der Schadensersatzanspruch wird quasi auf den Wildverlust berechnet und nicht auf das Ausbleiben der Meldung beim Jäger!


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Re: grausame entdeckung.......

Beitragvon Trudi » 30.05.2012 13:05

so der jagdpächter hat gerade angerufen,und nein der bauer hat ihm nicht gemeldet dass er die weide mäht.
der jagdpächter kommt heute um 18 uhr zu uns,dann sehen wir weiter......

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Re: grausame entdeckung.......

Beitragvon Mozart » 30.05.2012 13:21

witosoto hat geschrieben:Wir möchten auch sicher nicht alle Landwirte verteufeln. Auch wir wissen, dass es sowohl diese als auch andere gibt.

Hier geht es nicht um das verteufeln. Es tut mir um die Kitze leid, ja, das ist grausam. Aber: es ist nicht der einzige Fall.
Viele setzen sich dafür ein, , dass es zu diesen Unfällen nicht kommt. Man kann hierzu googeln und findet eine Vielzahl von Seiten,
z.B. diese hier http://biotopfonds.de/pressemitteilungen/wie-kann-der-mahtod-verhindert-werden/ , einfach mal lesen.
Und von daher stimmt die Aussage dann nicht:
witosoto hat geschrieben:
@IschliebäKatzen
Ein solches "Nest" ist nicht zu übersehen.
,
denn sonst müsste man sich ja keine Gedanken darüber machen, wie man diesen unsinnigen Mähtod vermeiden kann!

Trudi hat geschrieben:der jagdpächter kommt heute um 18 uhr zu uns,dann sehen wir weiter......



Was kann ein Dritter eigentlich aussrichten, außer darüber zu berichten?
Die Kitze kann man nicht mehr lebendig machen. Dem Bauern Absicht nachzuweisen - dürfte schwierig werden.
Einzig der Jagdpächter hat einen Schadensersatzanspruch. Auch wenn man es nicht versteht, so ist nun mal die Rechtslage.
Und wer will, kann hier lesen: http://www.jaeger-offenburg.de/?dispatch=43&24=84&34=1672&44=3&72=1672
Und ob der Jagdpächter den geltend macht oder nicht - ich denke, dass ist bestimmt kein Thema ,was hier in diesem Forum interessant wäre.
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Mähtod von Rehkitzen

Beitragvon Mozart » 30.05.2012 13:23

Trudi hat geschrieben:am pfingstmontag als bodo mit jule mal wieder gassi ging,hat er 3 kleine rehkitze tot im graben gefunden :cry: :shock:
die hat einer unserer bauern so einfach mit den mähdrescher gekillt,auf der weide wo jule noch vor ein paar tagen stand und sie nicht sah.
ich habe gestern versucht es zu melden,aber ich wurde nur abgewimmelt,und da ich mich nicht so einfach abwimmeln lasse habe ich die presse heute hier............
es ist eine so grosse sauerei,die weide ist nicht gross man hätte sie in ein paar min.abgehen können....
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Re: Rehkitze erliegen dem Mähtod

Beitragvon Silent Bob » 30.05.2012 14:14

Sagt mal, ich dachte wir haben in Deutschland die Verpflichtung beim Mähen einen Fangschutz anzubringen? Das ist so ein Ding, dass vor das Mähmesser gebaut wird und die Maschine stoppt, wenn was im Gras liegt. Also so kenne ich das, als ich noch am Wald gewohnt habe, hatte der Bauer immer so ein Ding dran und sagte, er wäre per Gesetz dazu verpflichtet.
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Re: Rehkitze erliegen dem Mähtod

Beitragvon Trudi » 30.05.2012 14:34

mir geht es in diesen thema darum,anderen mut zu machen nicht wegzuschauen.
und wenn durch dieser aktion nur einen kitz dass leben geretet wird,war es schon ein erfolg und weitere kommen dann mit sicherheit....
das immer weniger kitze diesen qualvollen tot sterben,wär diese bilder sehen würde............eins den bauch aufgerissen dass andere das halbe hinterteit wegerissen das dritte erspar ich euch lieber.
ich weiss dass es keine seltenheit ist,und man viel lesen darüber kann..........wenn nicht diese berichte wären würde es noch viel mehr tot kitze geben..........


@ Silent Bob . deine frage kann ich dir heute abend beantworten....

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Re: Rehkitze erliegen dem Mähtod

Beitragvon Mozart » 30.05.2012 15:02

Der Appell muss in Richtung Landwirte gehen. Diese Aktionen werden von vielen Verbänden durchgeführt. Es ist ja nicht so, dass nichts getan wird.
Und es geht nicht nur um Kitze, Für Hasen und Wildvögel sind die Wiesen auch Lebensraum. Das darf man nicht vergessen.
Und es wird immer wieder ein "schwarzes Schaf" geben.

Alle Schutzmaßnahmen sind meines Wissens nicht verpflichtend. Es gibt einen Katalog an Schutzmaßnahmen, hier zu lesen: http://www.deutschewildtierstiftung.de/fileadmin/templates/dewist/images/02_Schuetzen/03_Ratgeber/Downloads/schuetzen_ratgeber_maehtod.pdf
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Re: Rehkitze erliegen dem Mähtod

Beitragvon Trudi » 30.05.2012 15:16

der jagdpächter hat mir am telefon was gesetz und vorschrift gesagt..........deswegen schriebe ich das wir weitersehen werden,weil ich nichts falsches schreiben wollte.....ich frage ihn wenn er zu uns kommt um 18uhr.......

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Re: grausame entdeckung.......

Beitragvon Trudi » 30.05.2012 16:58

Mozart hat geschrieben:..........
Was kann ein Dritter eigentlich aussrichten, außer darüber zu berichten?
Die Kitze kann man nicht mehr lebendig machen. Dem Bauern Absicht nachzuweisen - dürfte schwierig werden.
Einzig der Jagdpächter hat einen Schadensersatzanspruch. Auch wenn man es nicht versteht, so ist nun mal die Rechtslage.
Und wer will, kann hier lesen: http://www.jaeger-offenburg.de/?dispatch=43&24=84&34=1672&44=3&72=1672
Und ob der Jagdpächter den geltend macht oder nicht - ich denke, dass ist bestimmt kein Thema ,was hier in diesem Forum interessant wäre.


herzlichen dank für diesen link, den ich sehr aufmerksam gelesen habe, was ich jedem nur empfehlen kann, und der mir schon viele fragen beantwortet hat. dann muss ich den jagdpächter nicht so löchern. :)

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Re: Rehkitze erliegen dem Mähtod

Beitragvon Dieter » 30.05.2012 17:50

An diesem Thema komme ich nicht vorbei!
Zu DDR-Zeiten habe ich so manchen Ernteeissatz als Traktorfahrer mitgemacht!
Auch wir hatten das Problem mit Rehkitzen die aus Instinkt flach und ruhig auf ihren Platz verharren selbst wenn der Lärm immer größer wird!
Der Mähdrescherfahrer hat so gut wie keine Changse das Rehkitz zu sehen.
Es bedeutet für ihn sehr viel Stress wenn er eins in sein Schneidewerk bekommt,Knochen können es beschädigen und das Blut kann bis in den Getreidespeicher gelangen.
Mit Mutwillen macht er das auf keinen Fall er will schließlich so schnell wie möglich seinen Schlag abernten und nicht dauernd reparieren und Reinigen!
Der größte Feind des Bauern ist schlechtes Wetter!
Bei uns wurde wenn bekannt war das sich viel Rotwild aufhielt wo Mähdrescher zum Einsatz kamen.
Alle verfügbaren Jäger mit ihren Hunden kamen zum Einsatz.
Die Hunde durchstöberten das Feld und wurden sie fündig wurden die Rehkitze mit sterilen Decken eingehüllt und hinter dem Mähdrescher wieder abgesetzt.
Einfaches anfassen war nicht möglich,der Geruch des Menschen würde an ihnen haften und sie würden von ihrer Mutter nicht mehr angenommen!
Viele Kinder haben uns Damals dabei geholfen das so wenig wie möglich solcher Zwischenfälle passierten.
Es kam aber trotz aller Anstrengungen immer mal wieder vor!
Nach meiner Sicht tragen Jagdpächter und Bauer zu gleichen Teilen die Schuld am tot dieser und nicht bekannten Zwischenfällen gleicher Art!
Argumente beider Seiten sind garantiert,keine Leute zu teuer und jeder schiebt den andern die Schuld zu!?
Zusammenarbeit zwischen ihnen ist die Lösung,das war mal ganz anders zu mindestens bei uns,auch heute müsste es möglich sein auch ohne viel Geld!?

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Re: grausame entdeckung.......

Beitragvon sukraM » 30.05.2012 18:33

Trudi hat geschrieben:
Mozart hat geschrieben:..........
Was kann ein Dritter eigentlich aussrichten, außer darüber zu berichten?
Die Kitze kann man nicht mehr lebendig machen. Dem Bauern Absicht nachzuweisen - dürfte schwierig werden.
Einzig der Jagdpächter hat einen Schadensersatzanspruch. Auch wenn man es nicht versteht, so ist nun mal die Rechtslage.
Und wer will, kann hier lesen: http://www.jaeger-offenburg.de/?dispatch=43&24=84&34=1672&44=3&72=1672
Und ob der Jagdpächter den geltend macht oder nicht - ich denke, dass ist bestimmt kein Thema ,was hier in diesem Forum interessant wäre.


herzlichen dank für diesen link, den ich sehr aufmerksam gelesen habe, was ich jedem nur empfehlen kann, und der mir schon viele fragen beantwortet hat. dann muss ich den jagdpächter nicht so löchern. :)


Der Link ist wirklich interessant. Als Stadtmensch wusste ich darüber auch nicht Bescheid. Aber mit etwas zwiespältigem Gefühl muss ich Punkt 3 zitieren:
3. Strafbarkeit

Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet; das bestimmt Paragraph 17 Nr. 1 des Tierschutzgesetzes.

Ich würde mir wünschen, das sich Jäger darüber selber auch Gedanken machen, bevor sie auf Hunde und Katzen anlegen und abdrücken... würde dieser Paragraf konsequent angewandt und die Grünröcke verknackt, würden wohl Viele hinter schwedischen Gardinen sitzen...

Geht es um die eigenen Rechte und die Kitze, brüllen sie nach Recht und Gesetz und Schadensersatz. Aber wehe, sie bekommen eine Katze vor die Flinte.... Mit den Kitzen habe ich Mitleid, das muss definitiv geklärt werden um so etwas in Zukunft zu verhindern. Aber bei dem angeblichen Verlust bzw dem wirtschaftlichen Schaden der Jäger hält sich mein Mitleid arg in Grenzen.
Bei Hunden und Katzen fragen die Herren Jäger auch nicht nach dem immateriellen Verlust für die jeweiligen Besitzer !
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Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran ermessen, wie sie die Tiere behandelt. Mahatma Gandhi
Meine Zaubermaus Athene *06/2008 +20.12.2012 - Ich vergesse Dich nie!
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