Wohnungskatze oder Freigänger?

Wohnung, Haus, Garten, Pflanzen, Urlaub, Wohnungs-/Hauskatze - Freigang

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Filou
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Beitragvon Filou » 10.09.2005 20:25

Yonca hat geschrieben:Hallo Filou,
auch schlanke Katzen können krank werden. Aber mal ganz davon abgesehen. Die meisten Leute wollen immer nur gesunde Katzen. Ich finde aber, dass gerade kranke Katzen es umsomehr verdient hätten ein schönes zu Hause zu finden. Eine kranke Katze ist natürlich auch eine Kostenfrage, was sich auch nicht jeder leisten kann. Aber wer es sich leisten kann, sollte mal darüber nachdenken.


selbstverständlich werden schlanke katzen auch krank. aber übergewicht ist wie bei menschen auch immer eine erhöhte gefahr für herz und kreislauf und was weiß ich noch alles. was man vermeiden kann sollte man vermeiden! ich achte auf das gewicht meiner katzen, damit solche faktoren ausgeschaltet werden. man ist aber dennoch vor fehlern nicht gefeilt. leider.
selbstverständlich ist jedem eine gesunde katze lieber als eine kranke. und ich bin froh für jeden der kranken katzen hilft. dennoch würde ich für mich hier zuhause immer die gesunde katze vorziehen. das ist für mich keine frage des geldes (obwohl ich es weiß gott auch nicht dicke hab), sondern aus angst vor der angst.
Zuletzt geändert von Filou am 10.09.2005 20:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Danke

Beitragvon Filou » 10.09.2005 20:28

Marispor hat geschrieben:Dies Forum ist wohl etwas ausführlicher von den Themen; leider aber genauso unübersichtlich.
Eine Baumstruktur hätte ich besser gefunden.


hallo marispor,
das wurde bereits angesprochen, wie man das forum etwas "kürzen" kann. ich hör da mal nach wie es da ausschaut.
eine baumstruktur finde ich persönlich nicht gut. da muss man jeden beitrag einzeln öffnen, was bei langsamen internetverbindungen tierisch auf die nerven gehen kann. deshalb würde ich dies nicht befürworten.
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Yonca
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Beitragvon Yonca » 11.09.2005 11:03

Hallo Filou,

Klar,dicke Katzen sind schon anfälliger für Krankheiten. Deshalb habe ich bei meinen Katzen ja auch immer auf das Gewicht geachtet. Aber meine Katze die von Geburt an einen Herzfehler hatte, konnte sich halt nie so bewegen wie die gesunde Katze. Obwohl sie weniger frißt als die gesunde, ist sie halt aufgrund Bewegungsmangel dick geworden. Und dies läßt sich auch leider nicht ändern. Man versucht ja immer alles richtig zu machen und trotzdem gibt es Fälle, wo man halt machtlos dagegen ist. Die gesunde Katze hat selbstverständlich Normalgewicht und auch keine Gewichtsprobleme. Normalerweise neigen Katzen auch nicht zu Übergewicht, wenn man auf ausreichende Bewegung achtet. Da bin ich mit Dir auch einer Meinung, dass man darauf achten sollte, dass die Tiere nicht zu dick werden. Bei gesunden Tieren funktioniert das meistens auch.
LG
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Beitragvon Caty Girl » 11.09.2005 23:54

Ich bin für Wohnungskatzen,ist vie sicherer.
Bekannten von mir hatten 4 Katzen alle wurden an der selben Stelle überfahren...traurig und unverantwortlich....finde Ich.

Aber das Problem ist auch z.B. Britisch Kurzhaar oder Perser kann man im Gegensatz zu Siam oder Hauskatze.... viel besser nur drinnen halten!!!!
Meine kleine ist auch nur drinnen und auf dem Balkon und alle 2 Wochen darf sie raus aber da bleib ich dabei und folge ihr auf tritt und schritt

Katzen Geschirre finde ich nicht soo gut,nur für kleine...

Gruss
Caty Girl [schild=5 fontcolor=000000 shadowcolor=C0C0C0 shieldshadow=1]bin neu hier![/schild]
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Beitragvon Yonca » 12.09.2005 12:05

Hallo Kathrin,

also dann werden wir mal die Spielstunden auf abends verlegen, dass unsere nachtaktive Samtpfote vielleicht endlich mal Ruhe gibt.

Die Spielideen werde ich mir mal noch genauer durchlesen. Interessant, interessant. Danke Dir für den Link.
LG
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kiki
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Beitragvon kiki » 12.09.2005 12:06

Guten Morgen,
ich lebe in einer kleinen Erdgeschosswohnung in einem 4-Parteien-Mietshaus, dass sich wiederum in einer kleinen Wohnsiedlung befindet. Hier hat mind. jeder 2.Haushalt eine Katze, in unserem Haus leben bereits 5 Stück. Ich selbst bin ganztags berufstätig und sitze gerne und oft draußen auf meiner überdachten Terrasse. Die Häuser stehen eng nebeneinander und die Gärten sind nicht eingefriedet. Dahinter befindet sich ein kleines Wäldchen. Nach vorne raus wirds dann gefährlich. Hinter der Parkanlage befindet sich eine stark befahrene Straße.
Die meisten der hier lebenden Katzen, einschließlich meiner Kitty (hab sie wenigstens noch nie dabei beobachtet), gehen grundsätzlich nicht über die Parkanlage hinaus. Kitty geht morgens um 5 Uhr raus und kehrt freiwillig um halb sieben heim, bevor ich zur Arbeit fahre. Nach Feierabend kann sie nochmals bis ca. 22:00 Uhr raus. Ihr reicht das! Muffy, die 1 Jahr später einzog, hielt hiervon gar nix. Sie bestand auf mind. 14 Stunden Freigang täglich. Nach einem Jahr hatte ich sie soweit, dass sie wenigstens nachts regelmäßig nach Hause kam. Dann zog nebenan ein Katzenpärchen ein. Der Kater hiervon drangsalierte meine Muffy derart, dass sie sich oft tagelang nicht mehr nach Hause traute oder wenn sie drinnen war, sich nicht mehr raus traute. Im Frühjahr war die Kleine dann aber nicht mehr drinnen zu halten. Sie wurde wieder gejagt und lief in ihrer Panik direkt in ein Auto. Tot!
Vielleicht kennt ihr das: man weiß, das etwas nicht gut gehen kann und hat keine Möglichkeit es zu verhindern.
Kitty jetzt zur Wohnungskatze zu machen - keine Chance!
Es stellte sich für mich aber die Frage, ob ich mir nochmal eine zweite Katze anschaffe! Ich haderte und haderte mit mir.
Schließlich suchte eine 4 Jahre alte, sibirische Rasse-und Wohnungskatze dringend ein neues zu Hause, weil ihr Frauchen verstorben war. Um es abzukürzen: Ich sitze weiterhin bei offener Terrassentüre draußen und Ginny sitzt im Eingang. Manchmal läuft sie raus, aber höchstens 10 m nach rechts oder links.
Einmal jedoch sprang sie unbemerkt aus dem Schlafzimmerfenster zur gefährlichen Seite hin. Sie lief um den Block, setzte sich an meiner Terrassentüre und wartete bis ich sie reinließ.
Soweit zum Thema, dass Rassekatzen keinen Orientierungssinn haben! Der freche Nachbarskater, der meine Muffy so drangsaliert hat, ist inzwischen einer der besten Kumpels von Kitty.
Er schleicht sich aber eiligst davon, wenn er mein 8-Kilo Monster Ginny nur schon von weitem sieht!
Ginny ist Muffys Rache :twisted:

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Beitragvon Yonca » 12.09.2005 12:29

Hallo Kiki,

naja, ich habe ja nicht behauptet, dass Rassekatzen gar keinen Orientierungssinn haben. Rassekatzen haben halt keinen so guten Orientierungssin als Hauskatzen. Einmal um den Block laufen, das schaffen die schon. Aber wenn wir von Freigängern reden, die laufen ja nicht nur einmal um den Block, sondern streunen überall herum. Würden Rassekatzen jetzt auch im ganzen Ort herumlaufen, würden sie schneller in ein Auto laufen als Rassekatzen. Da sie die Gefahren nicht so gut einschätzen können. Deshalb werden auch die spanischen Siamkatzen von Tierschützern eingefangen und in Wohnungshaltung vermittelt, weil sie öfters überfahren werden, da sie die Gefahr nicht so gut einschätzen können als Hauskatzen.
LG
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kiki
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Beitragvon kiki » 12.09.2005 15:34

Danke Kathrin, das tut gut. Es ist ja schon ein Jahr her, aber es kommt immer mal wieder hoch. Muffys Homepage ist bereits in Arbeit und muss noch freigeschaltet werden. Das mit den hier lebenden vielen Katzen hat Vor-und Nachteile. Der Vorteil ist, dass fast jeder hier Katzen mag. Der Nachteil ist, dass eben immer Katzen dabei sind, die unverträglich sind und die anderen aufmischen. Und nicht jeder Halter sieht es mit dem Auslauf, Füttern u.s.w. so genau. Da werden Katzen im tiefsten Winter früh morgens raus geworfen ohne Rückzugs-oder Futtermöglichkeit und erst am späten Abend, wenn überhaupt wieder rein gelassen. Irgendwann stehen die dann vor meiner Türe und ich bring es dann nicht übers Herz, sie zu ignorieren. Das hat zur Folge, dass meine Mädels auf ihrem eigenen Grundstück nichts zu melden haben und ihre Katzenkiste oftmals schon anderweitig besetzt ist. Gott sei Dank verträgt Kitty sich quasi mit jedem hier und Ginny ist ja eh nur draußen wenn ich auch zu Hause bin. Ich stimme zu, Freilauf ist immer gefährlich, es können die tollsten Sachen passieren. Ich bin immer erst ruhig, wenn meine Miezen abends drinnen sind. Auf der anderen Seite sehe ich grade bei Ginny, die das erste Mal in ihrem Leben draußen sein kann, wie sie richtig auflebt und sich Gott sei Dank auch sehr vorsichtig verhält (zumal ihr figürlich ein bißchen Bewegung auch gut tut). Drinnen hat sie fürs Spielen keinerlei Interesse und liegt nur rum. Draußen hüpft sie aber gerne Mücken und Fliegen hinterher. Ich meinerseits versuche die Gefahren des Freigangs zu minimieren, indem ich sie nur kontrolliert raus lasse. Das bietet natürlich auch keinen 100% Schutz, aber die wenigsten haben die Möglichkeit einen gesicherten Freilauf zu gestalten, was ich auch in meinem Falle sehr bedaure.

Liebe Grüße von Kiki :wink:

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Bigi
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Beitragvon Bigi » 17.09.2005 17:32

Hallo,
schön zu lesen, dass die meisten von Euch für Wohnungshaltung sind. Meine Frida lebt auch nur in der Wohnung und ehrlich gesagt, hab ich manchmal schon ein schlechtes Gewissen dabei, zumal ich neulich im Fernsehen einen Bericht gesehen habe, in dem die Meinung vertreten wurde: Lieber ein kurzes glückliches Leben für die Katze, in dem sie ihren Instinkten und natürlichen Bedürfnissen nachgehen kann, als ein langes unglückliches Leben. Da dachte ich zuerst, dass ich vielleicht zu egoistisch bin, wenn ich mir natürlich wünsche, meine Katze so lange wie möglich zu haben und ihr deshalb Freigang verwehre (wobei meine Wohnsituation auch nichts anderes erlaubt) Andererseits macht mein Mädchen keinen unglücklichen Eindruck auf mich, wobei sie sofort auf den Balkon saust, sobald die Tür offen ist....... Na ja, falls ich ihr doch etwas verwehre, was ihr wichtig ist, hoffe ich, dass sie mir das verzeihen kann, ich gleiche es mit viel Liebe aus !
Viele Grüsse an Euch alle
Bigi

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Beitragvon Yonca » 17.09.2005 18:09

Hallo Bigi,

ich glaube nicht, dass Du Dir Gedanken machen mußt, dass das Leben in der Wohnung Deiner Katze nicht gefällt. Viele Katzen sind auch in der Wohnung glücklich. Es kommt natürlich auch immer auf die Katzenhaltung an. Wenn man sich um die Tiere kümmert, mit ihnen spielt, etc. ziehen die meisten Katzen das Wohnungsleben vor. Nur der Mensch denkt immer die Katzen wären in der Wohnung unglücklich. Katzen die ein Leben draußen bevorzugen, machen sich auch bemerkbar, indem sie laut Maunzen oder sie protestieren und gehen nicht mehr auf ihr Kaklo. Es gibt zwar einige Freigänger die man nicht drinnen halten kann aber sehr viele Katzen genießen heutzutage das Leben in der Wohnung und so manche Freigänger, die draußen schlechte Erfahrungen gemacht haben, wollen auch gar nicht mehr raus.
LG
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Mariah
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Beitragvon Mariah » 20.09.2005 19:06

Generell bin ich schon für Wohnungshaltung, bei unserem 7 Monate alten Kimba klappt das auch, da er nie draußen war. Er macht (bis jetzt) auch keine Anstalten, raus zu wollen.

Bei Minnie ist das schon wieder ganz anders. Sie ist jetz 14 Jahre alt und ich hab sie, seit sie ein halbes Jahr alt ist. Damals haben wir in einem kleinen Dorf gewohnt, mitten im Wohngebiet, wo nur selten ein Auto vorbeifuhr, klar durfte sie da raus wann sie wollte, sie is auch immer wieder gekommen, es gab nie Probleme. Vor allem nachts war sie immer da.
Dann sind wir (damals noch meine Eltern und Oma) umgezogen, ringsrum Wiesen, Wald und ein paar Wochenend-Häuschen, aber direkt an einer Straße, die zum Wald hochgeführt hat, an der Straße entlang wohnen auch Leute, nicht stark befahren, aber immerhin. Nach dem Umzug sollte Minnie eigentlich zwei Wochen nur im Haus bleiben, um sich erst mal daran zu gewöhnen. Aber keine Chance, da noch einige Renovierungsarbeiten nötig waren und ab und zu eben niemand aufgepaßt hat, dass die Türen immer zu sind, war sie auf einmal weg. Sie ist aber in gewohnter Art und Weise wieder gekommen, dann durfte sie auch da raus --> Katzenklappe.
Dann hats schon angefangen, einmal lag sie total fertig vor der Tür (hat es wohl mit letzter Kraft noch geschafft sich zur Tür zu bewegen), sie hatte eine blutende Wunde am Hinterbein, was es genau war wußten wir nicht, auch die Tierärztin nicht. Aber gut möglich, dass ein Auto sie erwischt hat, bzw. sie dagegen gerannt ist. Eine andere Möglichkeit konnte es eigentlich nicht geben, denn hätte es in unserer Nachbarschaft einen Katzenhasser gegeben, wäre es sicher nicht bei dieser einmaligen Verletzung geblieben, außerdem hatten wir noch 3 weitere Freigänger und denen passierte nie etwas. Gott sei Dank wars nur eine oberflächliche Wunde, sie erholte sich sehr schnell.
Dann einmal, im Sommer, war Minnie plötzlich verschwunden, das ganze dauerte von Samstag bis Samstag, genau eine Woche. Dann Samstag abends lag dieses Häuflein Elend vor unserer Tür, Minnie, total abgemagert und schwach, auch hier hat sie sich wohl wieder mit letzter Kraft angeschleppt. Wir sind sofort zur Tierärztin, erstmal gabs Flüssigkeit per Spritze in den Nacken, denn der Flüssigkeitsmangel war das offensichtlichste, das mußte eine Woche lang fortgeführt werden und die Blutwerte ergaben, dass die Leber angegriffen war. Es stand ca. 50/50 dass Minnie das überlebt, ich bin damals schon bei der Tierärztin in Tränen ausgebrochen. Doch zum Glück hats auch hier wieder geklappt und Minnie hat sich folgenlos erholt, auch die Leber hat keinen bleibenden Schaden davon getragen. Minnie wurde wohl eine Woche lang in so einem Wochenendhaus eingesperrt, ohne Trinken, von den Tagen her paßte es ja perfekt. Unter der Woche ist da kein Mensch, nur am Wochenende...neugierig ist sie ja, die Minnie :? :wink:
Vor zwei Jahren bin ich dann mit meinem Freund zusammengezogen, in seinen Wohnort, in eine Wohnung im zweiten Stock. Direkt an eine vielbefahrene Straße. Für mich war eigentlich klar, dass ich sie unmöglich rauslassen kann. Doch Minnie teilte diese Meinung natürlich gar nicht, floh im unbeachteten Moment aus dem geöffneten Dachfenster (aufs Dach), jaulte von Tag bis Nacht und dann wieder von vorne (und jeder, der eine OKH bzw. eine Siamkatze hat, weiß dass diese Rassen wirklich "Stimme" haben). Minnie als Hauskatze, das ging einfach nicht, naja nach 12 Jahren Freigang konnte ich es auch verstehen. Hinter dem Haus wars ja kein Problem, da is viel Garten und Wohngebiet ohne Autos, nur vor dem Haus, die Straße...
Ich hab sie dann immer mit in den Garten genommen und unter Beobachtung frei laufen lassen (hören tut sie ja wirklich wie ein Hund aufs Wort). Sie hatte komischerweise überhaupt nicht ansatzweise Interesse vor zur Straße zu laufen! Dann haben wir unten an der Kellertür eine Katzenklappe angebracht, was sie schon am ersten Tag gecheckt hat, und seitdem geht sie raus. Passiert ist noch nichts, ich hab sie auch seitdem nicht zur Straße gehen sehen, nur in die Gärten ringsrum, das scheint ihr zu reichen, nachts schläft sie dann im Bett in meinem Arm, früh bevor ich zur Arbeit gehe, lasse ich sie raus, wenn ich dann zur Arbeit gehe, kommt sie wieder rein und schläft dann bei meinem Freund (er arbeitet Nachtschicht und geht ins Bett wenn ich zur Arbeit gehe :wink: ). Wenn er dann ausgeschlafen hat geht sie wieder bis abends raus, außer im Winter, da ist sie sowieso meistens drin. So funktioniert es echt perfekt. Und wenn bei uns oben nicht gleich jemand aufmacht, klopft sie an, schlaues Kerlchen :lol:
Das einzige Problem was wir hier bis jetzt hatten, war ein bösartiger riesiger schwarzer Kater, der Minnie bis hoch in den zweiten Stock vor unsere Tür verfolgt hat, gegen den hatte sie natürlich keine Chance...und mit der Katzenklappe konnte der auch rein und raus wie er wollte. Das ganze ging ca. 3 mal, bis wir ihn endgültig "verjagt" haben, mit Wasser...seitdem is der auch nicht mehr aufgetaucht.

So, das ist jetzt doch ein Roman geworden, aber ich denke, eine Katze die einfach die "Freiheit" als Freigänger erlebt hat, ist nur sehr schwer in der Wohnung zu halten, ich habs echt probiert...aber Minnie hat über Wochen nicht aufgegeben und ich hab sehr wohl gemerkt wie unglücklich sie war... :( Aber so wie jetzt ist es perfekt, womöglich liegt es an ihrem Alter, dass ihr unserer und Nachbars Garten genügt.

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Beitragvon Yonca » 20.09.2005 22:34

Hallo Mariah,

da habt Ihr ja Glück gehabt, dass das alles so gut gelaufen ist mit Minnie und Ihr sie immer wieder retten konntet. Natürlich gibt es Freigänger die man nicht in der Wohnung halten kann. Sollte man dann in diesen Fällen auch nicht tun. Nur ich werde mir halt immer Wohnungskatzen aussuchen, da ich meine Katzen nicht rauslassen möchte, weil ich viel zu viel Angst um sie hätte. In Deinem Fall konnte die Katze zwar gerettet werden aber es gibt viele andere Fälle wo dies nicht der Fall ist...
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Beitragvon Marispor » 21.09.2005 07:26

Mariah hat geschrieben:Das einzige Problem was wir hier bis jetzt hatten, war ein bösartiger riesiger schwarzer Kater, der Minnie bis hoch in den zweiten Stock vor unsere Tür verfolgt hat, gegen den hatte sie natürlich keine Chance...und mit der Katzenklappe konnte der auch rein und raus wie er wollte. Das ganze ging ca. 3 mal, bis wir ihn endgültig "verjagt" haben, mit Wasser...seitdem is der auch nicht mehr aufgetaucht.


Überlegt euch doch mal, die Katzenklappe gegen eine neue, mit Türschloß, auszuwechseln. Eure Minnie bekommt ein Halsband mit Transponder der das Türschloß öffnet und SIE hineinläßt.
Andere Kleintiere stehen vor verschlossener Tür.
Grüße aus der Ludwigshafener StubentigerWG

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Beitragvon Mariah » 25.09.2005 17:52

Marispor hat geschrieben:Überlegt euch doch mal, die Katzenklappe gegen eine neue, mit Türschloß, auszuwechseln. Eure Minnie bekommt ein Halsband mit Transponder der das Türschloß öffnet und SIE hineinläßt.
Andere Kleintiere stehen vor verschlossener Tür.



Ja, das hatten wir sogar vor, aber das war dann nicht mehr nötig :wink: .

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Beitragvon df8oe » 14.10.2005 20:20

Wir haben 5 Katzen und ein Häuschen mit 1900qm Grundstück. Leider grenzt es an einer Seite an die Landesstrasse im Ort - nicht viel befahren, aber zuviel für unsere Katzen!

Also habe ich aus den USA einen "petfence" bestellt....

Es wird ein Draht rund ums Grundstück vergraben / in der Hecke verlegt. Die Katzen bekommen ein Halsband mit einem 80g "schweren" Empfänger. Nähern sie sich nun der Grenze, piept es zunächst im Halsband. Gehen sie weiter, bekommen Sie einen "gewischt". Aus dem Halsband. Mag brutal klingen..... Der Erfolg bis jetzt:

Zwei unserer Lieben können wir völlig unbeobachtet rauslassen. Sie toben auf die Bäume, jagen sich durch den Garten, liegen auf dem warmen Steinweg in der Sonne, sitzen aussen (!!) vor dem Fenster auf den Fensterbänken, fangen Mäuse 8) , kurz: sie sind sehr glücklich. Und hören Sie das Piepen, kehren sie SOFORT wieder um. Das führt sogar dazu, daß, wenn sie mit Vollgas auf die Grenze zujagen, sie einen "abschlagsähnlichen" Haken machen und wieder zurücklaufen. Angst??? haben wir keine mehr.

zwei andere können auch schon raus, da möchten wir aber lieber erst noch beobachten, was sie so unter "besonderen Bedingungen" machen. Also, wenn sie einen Vogel AUSSERHALB des Grundstücks sehen etc. Sieht aber auch sehr gut aus. Und die "Neueste" ist erst 3 Monate hier. In zwei Monaten "darf" sie auch.

Unser Fazit:

NUR ZU EMPFEHLEN. Und das Halsband stört die Katzen überhaupt nicht!

Corinna & Andreas



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