Katzen-Gedichte

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hildchen
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Beitragvon hildchen » 02.04.2007 22:04

Meine Freundin aus Thüringen hat mir zu Ostern dieses Katzengedicht geschickt:

Und die Katzenaugen sehen,
und die Katzenseele lacht,
wie das Völklein der Pygmäen
unten dumme Sachen macht.

Menschentum ist ein Verkehrtes,
Menschentum ist Ach und Krach.
Im Bewußtsein seines Wertes
sitzt der Kater auf dem Dach!


Josef Victor von Scheffel

Gut beobachtet.
hildchen
Bevor ich mich jetzt aufrege, lass' ich es mir lieber egal sein.


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SuSa
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Beitragvon SuSa » 06.04.2007 22:23

alle von Friedl Hofbauer:

Prinzessin Katze

Meine Katze sitzt oft stumm
irgendwo herum:
auf der Bank, auf dem Bett,
auf dem Fensterbrett,
auf dem Eiskasten, auf dem Klavier ...
Ich ruf sie, ich sag was zu ihr -
sie schaut durch mich durch
als wär ich ein Wicht,
der mit einer Prinzessin spricht."





Die unsichtbare Katze

Manchmal ist meine Katze verschwunden.
Ich such und such sie viele Stunden,
sie ist nicht im Schrank
und nicht unterm Bett,
nicht hinterm Vorhang im Kabinett,
auch unter dem Teppich ist sie nicht!
Wissen möcht' ich,
wo die sich verkriecht!
Dann kommt der Abend.
Es ist schon spät.
Kaum leg ich mich aber nieder -
schau! Da ist sie wieder!
Mit einem Satz
auf ihrem Platz
in meinem Bett.




Alle Katzen

Alle Katzen können schmeicheln
alle Katzen können kratzen
alle Katzen kann man streicheln
alle Katzen ärgern Spatzen.
Alle Katzen schnurren gerne,
schlecken Milch und schlafen viel
(bei Tag)
in der Nacht fangen sie Sterne
SuSa mit Baby, Mausi, Rieke und Maxi und Sternenkater Casimir für immer im Herzen
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Gesicht gesträubt: die Iris weit:
ein unentschlüsselbarer Blick:
auf kleinen Pfoten läuft ein Stück
von Leben mit uns durch die Zeit.
Günter Kunert

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Beitragvon SuSa » 06.04.2007 22:27

Canetti: 'Ich habe das Gefühl, in jeder Katze sitzt ein verkleideter kleiner Mensch und macht sich über mich lustig.'
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Beitragvon SuSa » 06.04.2007 22:30

Martin Karaus:

"Wenn die Katzen älter werden,
haben sie oft Sehbeschwerden,
müde Augen, die im Dunkeln
kaum noch funkeln.

Die Mäuse haben das sehr gern.
Sie sehen jeden Abend fern.
Sie essen Torte, trinken Wein
und schlafen dann im Sessel ein."

"Wenn die Katzen älter werden,
haben sie auch Gehbeschwerden,
müde Beine, die das Jagen
nicht vertragen.

Die Mäuse werden immer frecher.
Sie flüchten nicht in ihre Löcher.
Sie drehen Kugeln aus Papier
und werfen nach dem Katzentier."

"Wenn die Katzen älter werden,
können sie den Mäuseherden,
welche sonst vor ihnen flohen,
nur noch drohen."

"Doch wenn die Katzen älter sind,
hat jede mindestens ein Kind."
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Beitragvon Filou » 07.04.2007 15:41

hat denn wer österliche katzengedichte?
Das letzte, was ich einer Katze nachsagen würde, ist Harmlosigkeit...von Edward Paley

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Beitragvon silent » 07.04.2007 19:12

Filou hat geschrieben:hat denn wer österliche katzengedichte?


Also ich hab nur ein weihnachtliches ... das wollte ich dann auch für nächstes Weihnachten aufheben und dann erst hier reinschreiben. :P
Manchmal sitzt sie zu deinen Füssen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, das man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks.
Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strahlenden Augen keine Seele wohnt! (Théophile Gautier)

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Beitragvon ela2706 » 16.04.2007 01:17

Schaut mal

hier

und

hier

was ich gefunden habe...lg ela
Das Tier erkennt die tiefsten Tiefen unseres Wesens
und hält zu uns, selbst wenn die ganze Welt uns auch verlässt...
Die Treue eines Tieres kann uns rühren,
weil Treue unter Menschen doch so selten ist...

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Beitragvon SONJA » 24.04.2007 16:44

hildchen hat geschrieben:Gut beobachtet.


Allerdings ;-)
...

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Beitragvon Bigi » 14.07.2007 17:41

Bin mal wieder fündig geworden:

Engel können als höhere Wesen,
selbstverständlich Gedanken lesen.
Was mich nicht weiter beeindrucken kann,
auch Katzen denken einander an.

Engel, das ist nicht zu bestreiten,
sehen in andere Wirklichkeiten.
Auch das erstaunt mich nicht unsäglich,
Katzen machen das tagtäglich.

Und Engel bringen, so wird erzählt,
bisweilen Erleuchtung, sofern sie wem fehlt.
Wer öfters mit seiner Katze spricht,
braucht zum Begreifen die Engel nicht.

Engel könne dank guter Nerven,
bei bedarf einen Blick in die Zukunft werfen.
Das ist für Katzen auch nicht schwer,
sie wissen vieles auch vorher.

So sicher, wie Tiger brüllen und Tauben gurren,
haben Engel vier Pfoten und schnurren.
Auch haben Katzen den Engeln etwas voraus.
Man trifft sie öfters an zu Haus.

(Verfasser leider unbekannt)

Meine Frida ist auf jeden Fall ein Engel (meistens jedenfalls :D )

Liebe Grüsse

Bigi
Vielleicht wäre es gut, wenn die Welt von Katzen regiert würde. Dann gäbe es in den höchsten Ämtern endlich ausreichend Klugheit, Instinkt, Einfühlungsvermögen, Beharrlichkeit und Energie ! (Anna Magnani)

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Beitragvon SONJA » 25.09.2007 16:56

Träumerei


Ich war in der Morgendämmerung
auf leisen Pfoten unterwegs
Taufeuchtes Gras
unter meinen rosa Ballen
Der Wind war kühl
aber mein dichtes Fell hielt warm
Mit gespitzten Ohren
lauschte ich dem Gesang der ersten Vögel
und genoß den Duft des Sommers

Plötzlich ein Geräusch, ein hoher Ton
weckt Jagdfieber, heißes Blut
Alle Sinne gespannt, auf der Lauer
schlug ich meine Krallen
in weiches warmes Fleisch
Spielerische Lust trotz gefüllter Futternäpfe
Maus bleibt Maus !
Satt und zufrieden kehrte ich heim
in die Geborgenheit meines Zuhauses
zu Liebe und Streicheleinheiten ...

... ich wachte auf, mit glücklichem Herzen
und lehnte mich zurück in mein Kissen
etwas traurig
ich bin ein Mensch
es war nur ein Traum ...

Ich war in der Morgendämmerung
zur Arbeit unterwegs
Laut klickten die Absätze
auf dem harten Asphalt
Der Wind war kühl
und ich fror im dünnen Kleid
Um mich herum
der Lärm der Großstadt
und der Gestank der Abgase
Ich reihte mich ein
in den Trott der anderen
alle in Eile
den Blick auf den Boden
den Kopf voller Sorgen
Im Arbeitsstreß hetzte ich durch den Tag
Kampf um Wohlstand und Geld
Erschöpft und frustriert kehrte ich heim
und stritt mich mit meinem Freund
um das Fernsehprogramm ...

... ich wachte auf, mit klopfendem Herzen
und rollte mich wieder zusammen auf meiner Decke
zufrieden schnurrend
ich bin eine Katze
es war nur ein Traum ...


von Anja Tomczak, aus de.rec.tiere.katzen, Sept. 99
...

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Beitragvon Mimicat » 01.01.2008 20:05

Der Katzen Seele

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Mit Ihren großen gelben Augen, den Glanz geschenkt von Bruder Mond.
Wollten sie mein Herz mir rauben, die Wesen die von Gott belohnt.

Aug in Aug mit sanften Pfoten, nahmen sie mich mit in ihre Welt.
Die tiefe Nacht die mir geboten, aus dieser Sicht wie Tag erhellt.

Angeschmiegt, an mir die Wesen, die mich lieben wie ich bin.
Gottes Gnade Sie erlesen, mit ihrem unbefleckten Sinn.


Ohne Hass und ohne Gräuel, sehen sie in mein Herz hinein.
Unbefangen große Liebe, neben ihnen bin ich klein.
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Lieben Gruß
Mimicat, Tiffany, Merlin und Muschel

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Beitragvon Brathuhn » 01.02.2008 20:18

Langsam, edel und anschmiegsam schreitet sie voran.
Das Mondlicht spiegelt sich auf ihrem seidigen Fell,
die Nacht erscheint in ihren Augen hell.
Geschmeidig ist sie, geheimnisvoll gar,
auf samtigen Pfoten so wunderbar.
Ein Schnurren gleitet aus ihrem Hals;
nehmt euch in Acht, hier kommt die Königin der Nacht.



:s2468:
Zuletzt geändert von Brathuhn am 09.07.2011 23:19, insgesamt 1-mal geändert.
Mein Schmusekater Mino

Valerie
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Beitragvon Valerie » 04.05.2008 20:46

Es hat mir viel Freude bereitet alle diesen schönen Gedichte zu lese. Auch ich habe ein Lieblingsgedicht, dass ich Euch hier vorstellen möchte:

Der Tag beginnt mit hellem Licht,
mit Krach und Dampfertuten.
Drei Katzen sitzen stumm am Fluß
und schauen in die Fluten.

Die Sonne brennt. Man geht nach Haus,
wo schon die Braten schmoren.
Drei Katzen sitzen regungslos
und spitzen ihre Ohren.

Die Sonne sinkt. Die Nacht bricht an.
Im Walde ruft ein Käuzchen.
Drei Katzen sitzen unverwandt
und lecken ihre Schnäuzchen.

Jetzt ist es dunkel. Alles schweigt.
Der Mond zieht seinen Bogen,
da sagt die erste Katze ernst:
"Man hat uns angelogen.

Es gibt gar keine Wassermaus.
Die hat der Fuchs erfunden.
Und wir, wir glauben ihm auch noch
und lauern hier seit Stunden".

Betreten hör`n die andern zu.
Die leeren Bäuchlein schmerzen.
Drei Katzen sitzen stumm am Fluß
und schämen sich von Herzen.

Almut und Robert Gernhardt
Menschen ,die keine Katzen mögen, müssen in ihrem vorherigen Leben Mäuse gewesen sein.

Valerie
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Beitragvon Valerie » 07.05.2008 22:15

Ich habe hier noch zwei Katzengedichte, die allerdings "nur" von mir sind.
Sie waren für Valerie und Sanday.
Für Sandy
Zwei Augen, grün wie Smaragde,
sie strahlen nicht mehr.
Ein braunes Fell wie Seide,
es glänzt nicht mehr.

Ein schnurren, auf meinem Kissen,
ich höre es nicht mehr.
Ein pochendes Herz, an meiner Wange,
ich spüre es nicht mehr.

Eine kleine Weiße sucht ihre Liebe,
sie findet sie nicht mehr.
Er mußte von uns gehen
es gibt ihn nicht mehr.

Die kleine Weiße ist Lea, sie hat Sandy fast eineinhalb Jahre betrauert.

Valerie
Mein erstes Kätzchen.
Meine kleine Königin.
Vollendete Lady.
Zartes Federchen.

Posieren war dir angeboren.
Schreiten wie ein Mannequin.
Hochbeinig und schlank.
Und doch... eine Kämpferin.

Niemand kam die zu Nahe,
wolltest du es nicht.
Nur einem tautest du völlig
Und das war ... ich.

Dann musst ich die Entscheidung teffen.
Kleines Herz, es Tat so weh.
Dich sterbend im Arm zu halten,
braune, zauberhafte Fee.
Menschen ,die keine Katzen mögen, müssen in ihrem vorherigen Leben Mäuse gewesen sein.

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Lea-Coonie
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Katzenphilosophie

Beitragvon Lea-Coonie » 29.08.2008 07:23

Habe ein süßes Gedicht entdeckt
ich erkenne meine Mietzen darin wieder,Ihr auch? :lol: :lol: :lol:

Katzenphilosophie
Eben kommt mir in den Sinn:
„Fein, dass ich ´ne Katze bin!
Hab mein eig´nes Domizil,
und da mach ich, was ich will !“

Menschen, die erziehe ich
ganz problemlos, nur für mich!
Geht ganz einfach, braucht nicht viel
und es ist ein Kinderspiel.

Will ich raus, sei´s noch so spät,
schreie ich, so laut es geht.
Will ich nachher wieder rein,
brauch ich lauter nur zu schrei´n!

Unsanft wird von mir geweckt,
wer die Whiskaszeit nicht checkt.
Und wer mir sein Bett nicht borgt,
tja ... DER hat dann ausgesorgt.

Denn dann mach ich irgendwo
hin – nur nicht ins Katzenklo.
Außerdem drapiere ich
auf die Bügelwäsche mich.

Doch wenn alles klappt und passt,
sich mein Mensch mit mir befasst,
bin ich brav ... eventuell,
darf er streicheln auch mein Fell.

Merke daher eines dir:
Solang´ ich - die Katze - hier,
auf vier Pfoten stehen kann,
habe ICH die Hosen an!

Bild

[Edit Biene: Threads zusammengefügt]
Für immer im Herzen,Cayenne,Billy,Biyou und Lisa
Bild



LG Jutta und Lea



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