Katzen-Gedichte

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Martha Musselmink
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Katzengedichte

Beitragvon Martha Musselmink » 18.06.2006 13:16

:flower:
Hallo Ihr Lieben!

Hab' ne neue Idee: Ich bin ja eine große Leseratte und liebe natürlich auch besonders Erzählungen über Katzen.

Wie wäre es, hier mal eine Reihe schöner Katzengedichte zu sammeln - unserer großen Dichter, unbekannterer Verfasser und natürliche gerne auch Selbstgedichtetes. Mit letztem kann ich selbst nicht dienen - ich lese zwar gerne Gedichte, fühle mich aber außer Stande, selbst zu dichten. :wink:

Ich mach mal den Anfang. Da 2006 ja Heinejahr ist, mit einem Gedicht Heines. Da es etwas lang ist, erst mal nur die ersten vier Strophen - wenn meine Idee ankommt, kann ich die anderen Strophen ja nachliefern.

    Heinrich Heine

    Mimi


    "Bin kein sittsam Bürgerkätzchen,
    Nicht im frommen Stübchen spinn ich.
    Auf dem Dach in freier Luft,
    Eine freie Katze bin ich.

    Wenn ich sommernächtlich schwärme,
    Auf dem Dache, in der Kühle
    Schnurrt und knurrt in mir Musik,
    Und ich singe, was ich fühle."

    Also spricht sie. Aus dem Busen
    Wilde Brautgesänge quellen,
    Und der Wohllaut lockt herbei
    Alle Katerjunggesellen.

    Alle Katerjunggesellen,
    Schnurrend, knurrend, alle kommen,
    Mit Mimi zu musizieren,
    Liebelechzend, lustentglommen.

    [...]



Liebe Grüße
M.M.
:mond:

Feue mich auf weitere Gedichte! :flower2:
Man kann im Leben auf vieles verzichten,
aber nicht auf Katzen und Literatur!

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Beitragvon Baby_red » 18.06.2006 13:20

Schreib mal weiter,will doch wissen wies ausgeht :!: :wink:
[simg]http://img300.imageshack.us/img300/9526/vivianamitkatzenlp7.gif[/simg]
Liebe Grüße Nadine mit Baby,Sassy und Thommy

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Martha Musselmink
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Beitragvon Martha Musselmink » 18.06.2006 13:25

Baby_red hat geschrieben:Schreib mal weiter,will doch wissen wies ausgeht :!: :wink:


O.K. Hat aber keine rechte Handlung in dem Sinne.

    Brauchen keine Instrumente,
    Sie sind selber Bratsch und Flöte;
    Eine Pauke ist ihr Bauch,
    Ihre Nasen sind Trompeten.

    Sie erheben ihre Stimmen
    Zum Konzert gemeinsam jetzo;
    Das sind Fugen, wie von Bach
    Oder Guido von Arezzo.

    Das sind tolle Symphonien,
    Wie Capricen von Beethoven
    Oder Berlioz, der wird
    Schnurrend, knurrend übertroffen.

    Wunderbare Macht der Töne!
    Zaubertöne sondergleichen!
    Sie erschüttern selbst den Himmel,
    Und die Sterne dort erbleichen...

    Nur das Lästermaul, die alte
    Primadonna Philomele,
    Rümpft die Nase, schnupft und schmäht
    Mimis Singen - kalte Seele!

    Doch gleichviel! das musizieret,
    Trotz dem Neide der Signora,
    Bis am Horizont erscheint
    Rosig lächelnd Fee Aurora.
Man kann im Leben auf vieles verzichten,

aber nicht auf Katzen und Literatur!



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Asouna
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Beitragvon Asouna » 18.06.2006 14:03

Und noch ein schönes Gedicht wieder von Heinz Erhardt diesmal über eine Katze. Leider geht es für die Maus nicht so gut aus *hihi-ichkannjadochreimen* :lol:

Die polyglotte Katze

Die Katze sitzt vorm Mauseloch,
in das die Maus vor kurzem kroch,
und denkt: "Da wart nicht lange ich,
die Maus, die fange ich!"

Die Maus jedoch spricht in dem Bau:
"Ich bin zwar klein, doch bin ich schlau!
Ich rühr mich nicht von hinnen,
ich bleibe drinnen!"
Da plötzlich hört sie - statt"miau"-
ein laut vernehmliches "wau-wau"
und lacht: "Die arme Katze,
der Hund, der hatse!

Jetzt muß sie aber schleunigst flitzen,
anstatt vor meinem Loch zu sitzen!"
Doch leider - nun, man ahnt`s bereits-
war das ein Irrtum ihrerseits,
denn als die Maus vors Loch hintritt -
es war nur ein ganz kleiner Schritt -
wird sie durch Katzenpfotenkraft
hinweg gerafft!---

Danach wäscht sich die Katz die Pfote
und spricht mit der ihr eignen Note:
"wie nützlich ist es dann und wann,
wenn man 'ne fremde Sprach kann...!"
(Heinz Erhardt)[/b]

Darf ich noch ein paar mehr posten :?:

Katzen kann man alles sagen (Josef Guggenmoos)
Auf der Treppe saß ein Mädchen,
ein graues Kätzchen auf dem Schoß.
»Dreimal drei ist zwölfundzwanzig«,
flüsterte es ihm ins Ohr.
»Aber ja nicht weitersagen! «
Ernst sah es das Kätzchen an.
Keine Sorge! dacht ich,
als ich's im Vorübergeh‘n vernahm.
Katzen kann man alles sagen.
Was man auch zu ihnen spricht,
sie verraten kein Geheimnis.
Katzen machen so was nicht!

und noch eins...

Kleine Katzen
Kleine Katzen sind so drollig
und so wollig und so mollig,
daß man sie am liebsten küßt.
Aber auch die kleinen Katzen
haben Tatzen, welche kratzen.
Also Vorsicht! Daß ihr's wißt!

Kleine Katzen wollen tollen
und wie Wolleknäuel rollen.
Das sieht sehr possierlich aus.
Doch die kleinen Katzen wollen
bei dem Tollen und dem Rollen
fangen lernen eine Maus.

Kleine Katzen sind so niedlich
und so friedlich und gemütlich.
Aber schaut sie richtig an:
Jedes Sätzchen auf den Tätzchen
hilft, daß aus dem süßen Kätzchen
mal ein Raubtier werden kann. (James Krüss)[/b]
Bild Es grüßen Asouna und ihre beiden Tiger:

:katze2: :pfote: Mücke Cleopatra von Quietsch ( 6 ) und
:katze3: :pfote: Benny von Maunz ( 8 )

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Beitragvon Martha Musselmink » 18.06.2006 14:06

@ Asouna

Schön, dass jemand meine Idee aufgenommen hatte.

Das Gedichte hatte ich mir auch überlegt. Find es klasse. :lol: Wollt nur nicht gleich zu 'gemein' anfangen. :twisted:
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Beitragvon Asouna » 18.06.2006 14:09

Ich hab noch eins gefunden, dass ich euch zeigen muss:

Aus dem Leben eines Morgenmuffel-Dosis(Korinna Ihmle)

Ich wache auf, so kurz vor acht;
sprich: praktisch mitten in der Nacht.
Steig' aus dem Bett, bin recht verdrossen,
die Augen sind noch halb geschlossen.

"In die Küche", so mein Streben,
mit Frühstück lässt sich's leichter leben.
Ein Tässchen Kaffee, Milch, ein Brot,
das rückt die Welt wieder ins Lot.

Gedacht, getan, doch welch ein Graus-
die Wirklichkeit sieht anders aus:
ich beiss so in mein Brötchen 'rein
und, wie könnt's auch anders sein:

Auf dem Belag, oh wunderbar,
liegt obendrauf ein Katzenhaar.
Schlaftrunken noch, mit NULL Geschick,
hat man für so was keinen Blick.

Eh' man's versieht hat man's erlebt:
das Haar fest auf der Zunge klebt.
Ich taste also mit den Fingern,
in meinem Mund nach diesen Dingern.

Ich fisch', ich angle' ewig lang,
das Haar klebt fest, mir wird schon bang.
Das Haar ist immer noch zu fühlen,
mit Wasser will ich's runterspülen.

Ich trinke und, oh welch ein Wandel,
das Haar hängt an der rechten Mandel.
Es würgt, es kitzelt, zum Verdrießen,
Tränen mir ins Auge schießen.

Ich sitze da und seufze leise,
da geht es wieder auf die Reise:
Grad' war es noch auf meiner Zunge,
schwups - jetzt ist es in der Lunge.

Ich huste, röchle, pruste laut,
der Morgen, ja, der ist versaut...
Doch plötzlich, als ich tiefer schnauf',
kommt auch das Härchen wieder 'rauf...

... und legt sich, als sei nichts passiert,
am Gaumen fest - bin irritiert -
ich geb' schon auf, ohjeminee,
da kommt die rettende Idee:

Noch einmal fest ins Brötchen beißen,
das wird's schon mit hinunter reißen.
Gesagt, getan, und welch ein Hohn,
's ist weg, nach EINEM Bissen schon!

Jetzt kann ich an dem Schreibtisch sitzen,
zufrieden meinen Bleistift spitzen.
Schräg von hinten schleicht zu mir,
mein heißgeliebtes Katzentier.

Sie schmiegt sich an und schnurrt ganz toll,
daß ich sie bitte streicheln soll.
Nach Knuddeln steht ihr jetzt der Sinn,
sie dreht mir keck ihr Bäuchlein hin.

Kann es denn etwas Schöneres geben,
als mit so einem Tier zu leben?
Ich lächle froh und spür' ganz klar:
im Mund ein NEUES Katzenhaar ...

Ich finde da ist echt viel wahres drin, drum und dran :wink:
Zuletzt geändert von Asouna am 10.06.2012 10:53, insgesamt 1-mal geändert.
Bild Es grüßen Asouna und ihre beiden Tiger:



:katze2: :pfote: Mücke Cleopatra von Quietsch ( 6 ) und

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Beitragvon Martha Musselmink » 18.06.2006 14:12

:lol: :lol: :lol:
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Beitragvon miezi1956 » 18.06.2006 14:47

Bettina, ich finde die Idee mit den Gedichten auch toll.

Dieses hier von Heinz Erhardt finde ich auch niedlich.

Die Maus

Es wollte eine kleine Maus
- im Keller wohnhaft - hoch hinaus;
und eines Nachts, auf leisen Hufen,
erklomm sie achtundneunzig Stufen
und landete mit Weh und Ach
ganz oben, dicht unter dem Dach.
Dort wartete bereits auf sie
die Katze, namens Doremi. -

Kaum, daß das Mäuslein nicht mehr lebte,
geschah's, daß eine Fledermaus
ein paarmal um die Katze schwebte,
zur Luke flog und dann hinaus.
Da faltete die Katz', die dreiste,
die Pfoten und sprach: "Ei, wie süß!
Da fliegt die Maus, die ich verspeiste,
als Engelein ins Paradies!"

:putzen:
Liebe Grüße von Ute mit Samtpfötchen Miezi (seit 23.06.2002), Oskar (seit 17.12.2005) und immer in meinem Herzen Söckchen (seit 23.10.2006, gest. 18.07.2015)


Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier ebenso geahndet wird wie das Verbrechen am Menschen.
(Leonardo da Vinci)

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Beitragvon Martha Musselmink » 18.06.2006 15:50

Hier noch ein Kindergedicht:

    Unsre Katz hat Junge.
    Sieben an der Zahl!
    Drei davon sind Hunde,
    Das ist ein Skandal!
    Doch der Kater spricht:
    "Die ernähr ich nicht!
    Diese zu ernähren ist nicht meine Pflicht!"
Man kann im Leben auf vieles verzichten,

aber nicht auf Katzen und Literatur!



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Beitragvon Filou » 18.06.2006 15:57

Das letzte, was ich einer Katze nachsagen würde, ist Harmlosigkeit...von Edward Paley

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Beitragvon Martha Musselmink » 18.06.2006 16:24

:oops: hab nicht gesehen, dass es so was schon gibt :oops:

Schlimm :?:
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Beitragvon hildchen » 18.06.2006 16:25

Hallo, guckt doch noch mal meinen Katzentatzen-Rap auf der Kaffeeklatsch-Seite an....

:)

hildchen

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Beitragvon Martha Musselmink » 18.06.2006 16:29

@Hildchen

Ja, hab ich damals schon gesehen.
:D
Echt klasse! 8) Da spricht eine echte Katzenkennerin und Katzenliebhaberin!
Man kann im Leben auf vieles verzichten,

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Beitragvon hildchen » 18.06.2006 16:41

so. da ist noch eines von Theodor Storm (ist bloß ein bißchen viel zu schreiben, find ich aber total süß):

Von Katzen
Vergangnen Maitag brachte meine Katze
Zur Welt sechs allerliebste kleine Kätzchen,
Maikätzchen, alle weiß mit schwarzen Schwänzchen.
Fürwahr, es war ein zierlich Wochenbettchen!
Die Köchin aber - Köchinnen sind grausam,
Und Menschlichkeit wächst nicht in einer Küche -
Die wollte von den sechsen fünf ertränken,
Fünf weiße, schwarzgeschwänzte Maienkätzchen
Ermorden wollte dies verruchte Weib.
Ich half ihr heim! -Der Himmel segne
Mir meine Menschlichkeit! Die lieben Kätzchen
Sie wuchsen auf und schritten binnen kurzem
Erhobnen Schwanzes über Hof und Herd;
Ja, wie die Köchin auch ingrimmig dreinsah.
Sie wuchsen auf, und nachts vor ihrem Fenster
Probierten sie die allerliebsten Stimmchen.
Ich aber, wie ich sie so wachsen sahe,
Ich pries mich selbst und meine Menschlichkeit. -
Ein Jahr ist um, und Katzen sind die Kätzchen,
Und Maitag ist's! Wie soll ich es beschreiben,
Das Schauspiel, das sich jetzt vor mir entfaltet!
Mein ganzes Haus, vom Keller bis zum Giebel,
Ein jeder Winkel ist ein Wochenbettchen!
Hier liegt das eine, dort das andre Kätzchen,
In Schränken, Körben, unter Tisch und Treppen,
Die Alte gar - nein es ist unaussprechlich,
Liegt in der Köchin jungfräulihcem Bette!
Und jede, jede von den sieben Katzen
Hat sieben, denkt euch! sieben junge Kätzchen,
Maikätzchen, alle weiß mit schwarzen Schwänzchen!
Die Köchin rast, ich kann der blinden Wut
Nicht Schranken setzen dieses Frauenzimmers;
Ersäufen will sie alle neunundvierzig!
Mir selber, ach, mir läuft der Kopf davon -
O Menschlichkeit, wie soll ich dich bewahren!
Was fang ich an mit sechsundfünfig Katzen!-

Schööööön!

Gruß, hildchen

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Beitragvon Mozart » 18.06.2006 16:41

Martha Musselmink hat geschrieben::oops: hab nicht gesehen, dass es so was schon gibt :oops:

Schlimm :?:


Bettina, das ist doch nicht schlimm. Jetzt haben wir Sammlungen für Zitate/ Sprüche und für Gedichte unserer Fellnasen! :wink:
Habe dieses Gedicht gefunden:

Das kranke Kätzchen

Kätzchen ist krank,
macht ein traurig Gesicht,liegt auf der Bank
und rührt sich nicht.

Miau! Ich versteh,
die Maus war zu fett.
Magenweh?
Dann musst du zu Bett.

Püppchen hör zu,
dem Kätzchen geht’s schlecht.
Ist es dir recht:
Wir legen’s zur Ruh
in dein Bettchen hinein,
decken’s warm zu
und wiegen es ein.

Da schläft’s eine Stunde,
verdaut seine Maus
und springt dann gesund
zum Bettchen hinaus.


Gustav Falke (1853 – 1916)
Der kätzische Wissensspeicher auf www.schnurr-schnurr.de

In Gedenken an Ninifee



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