Leukose!?!

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Mozart
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Re: Leukose!?!

Beitragvon Mozart » 11.07.2009 16:59

Mozart hat geschrieben:
purraghlas hat geschrieben:
Nein, das stimmt leider nicht. Es ist, wie schon erwähnt, maximal 30 Tage lang überlebensfähig.


Sorry Ute, ich widerspreche jetzt einfach mal :wink:
Dies aber vor allem, damit man keine Panik bekommt.

Durh Ninifees Erkrankung habe ich mich gerade für die Leukose
interessiert, und auch TÄ gefragt. Ninifee ging ja an der Leine auch
mal raus. Nicht oft - aber sie war. Wenn also sie an dem Grashalm
geknabbert hätte, an dem vorher eine leukosekranke Katze war?

Ärzte haben mich beruhigt. Aber ich habe mir auch Literatur in
der Bibliothek besorgt.


Und danach lebt es das Virus wirklich dsewnur wenige Minute in der Außenwelt.
Wenn Du die Gelegenheit hast in das Buch "Infektionskrankheiten
der Katze zu gucken - da ist der neuste Stand der Wissenschaft
drin verarbeitet. :wink:
Kann man in Bilbiotheken ausleihen, auch über die Fernleihe.

Hier steht es z.B. auch: http://www.synlab-vet.de/fileadmin/synlab-vet/pdf/FI-FeLV_3.pdf


Edit: Ich denke wir sprechen vom selben - von der Überlebens-
chance außerhalb des Katzenorganismus!
Der kätzische Wissensspeicher auf www.schnurr-schnurr.de

In Gedenken an Ninifee


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Beitragvon purraghlas » 11.07.2009 17:05

Hmm, da haben wir wohl zwei unterschiedliche Auffassungen.
Ich habe mich wegen Siggi intensiv mit der Krankheit auseinandergesetzt, daher meine Informationen.

Es ist ja auch so, daß es maximal 30 Tage bei Raumtemperatur überlebensfähig ist. In der Praxis kann das ganz anders aussehen, da die Umweltbedingungen sich immer unterscheiden.
Meine TÄ haben gesagt, daß die Katzen draußen schon direkt zusammen oder gleich im Anschluß aus ein und demselben Katzennapf fressen müssen, damit sie sich anstecken.

Allerdings war der Siggi 3x leukosenegativ getestet, einmal auch über das Labor. Und plötzlich war er definitiv positiv und das von keinem meiner anderen Tiere. Und das, obwohl er die Gesellschaft anderer Tiere gemieden hat, weil er ein absoluter Einzelgänger war. Er kann sich also nur draußen angesteckt haben, vielleicht bei einem Kampf.
Ute

Keine Schneeflocke in der Lawine wird sich je verantwortlich fühlen.
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Beitragvon Shy Lee » 12.07.2009 01:31

purraghlas hat geschrieben:
Es ist ja auch so, daß es maximal 30 Tage bei Raumtemperatur überlebensfähig ist. In der Praxis kann das ganz anders aussehen, da die Umweltbedingungen sich immer unterscheiden.
Meine TÄ haben gesagt, daß die Katzen draußen schon direkt zusammen oder gleich im Anschluß aus ein und demselben Katzennapf fressen müssen, damit sie sich anstecken.



Generell ist das Virus an der Luft nicht lange überlebensfähig, aber wenn man infizierten Kot an den Schuhen mit reinschleppt, wer weiß, wie lange es da überlebt.

Was Leukose betrifft, so habe ich von drei Tierärzten drei unterschiedliche Meinungen erhalten...

Angeblich soll das Virus ja hochansteckend sein, komischerweise hatte es aber nur mein Kater, während die anderen drei - mit denen er aus dem gleichen Napf TroFu fraß, aus dem gleichen Napf trank, das selbe Klo benutzte und neben denen er schlief oder mit denen er balgte etc. - mehrmals negativ getestet wurden.
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Beitragvon purraghlas » 12.07.2009 13:38

Shy Lee hat geschrieben:Angeblich soll das Virus ja hochansteckend sein, komischerweise hatte es aber nur mein Kater, während die anderen drei - mit denen er aus dem gleichen Napf TroFu fraß, aus dem gleichen Napf trank, das selbe Klo benutzte und neben denen er schlief oder mit denen er balgte etc. - mehrmals negativ getestet wurden.

Ja, bei meinem Siggi war es genauso. Und er hat sogar dazu noch gesabbert wegen seiner Gingivitis.
Aber egal wie es war. Ich klopfe noch im Nachhinein dreimal auf Holz, daß der Kelch an uns vorübergegangen ist.
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Beitragvon Steffi91 » 20.07.2009 16:25

Hallöchen alle zusammen,
ich bin seit heute neu hier und habe mich hier bereits ein wenig durchgelesen.
zuerst mal möchte ich sagen das es mir für die betroffene Katze wirklich sehr leid tut, ein schwieriger und oftmals langer leidensweg für die Katze, darum kann ich auch schlecht verstehen, dass man eine infizierte Katze weggibt! :evil:
Aber das ist ja jetzt nicht Thema!
Negativ getestet hin oder her, sie können das Virus trotzdem in sich tragen uns sind somit ansteckend [Auch wenn das selten vorkommt]. Die Krankheit ist dann nur noch nicht bei ihnen ausgebrochen!
Zu Vergleichen ist die Krankheit mit dem menschlichen AIDS. Übertragen wird die Krankheit durch Tröpfcheninfektion mit speichel, Blut und nicht selten durch Urin!
Abschließend noch eine zusätzliche Information, die verdeutlicht, wie groß die Gefahr einer FeLV-Infektion ist: Im Institut der Veterinärpathologie der Universität Gießen ist etwa jede sechste Katze, deren Todesursache untersucht wird, mit Leukose infiziert! Leukose ist die häufigste dort festgestellte Infektionskrankheit, häufiger als Katzenseuche oder FIP.

So ich hoffe, das ich jetzt zu viel geschrieben habe, was euch nun mal so gar nicht interessiert, aber ich dachte das ich meinen Senf auchmal dazugeben sollte*grins*

Über Eure Resonanz oder Anmerkungen würde ich mich sehr freuen!

Liebe Grüße, und euch allen einen schoenen Feierabernd,

Steffi&KIKI
mit Blacky im Herzen


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Beitragvon Shy Lee » 21.07.2009 15:54

Steffi91 hat geschrieben:Negativ getestet hin oder her, sie können das Virus trotzdem in sich tragen uns sind somit ansteckend [Auch wenn das selten vorkommt]. Die Krankheit ist dann nur noch nicht bei ihnen ausgebrochen!


Das kommt nicht selten vor, das ist in der Inkubationszeit der Fall.
Von dem Tag an, an dem sich die Katze mit dem Virus infiziert hat, können vier Wochen vergehen, in denen die Katze negativ getestet wird, deswegen sollte ein Leukose-Test mindestens zweimal durchgeführt werden im Abstand von 4 Wochen.
Generell ist der Leukose-Virus nachweisbar auch schon BEVOR die Krankheit ausgebrochen ist.
Er ist sogar dann nachweisbar, wenn die Katze lediglich Kontakt zu dem Virus hatte, dieser aber von der immuneigenen Abwehr bereits wieder aus dem Körper ausgeschieden wurde.

Außerdem gibt es eine Form der Leukose, wo das Virus über Blut nicht nachweisbar ist, die Katze aber dennoch infiziert ist. In diesem Fall hat sich das Virus im Rückenmark festgesetzt.



Steffi91 hat geschrieben:Zu Vergleichen ist die Krankheit mit dem menschlichen AIDS. Übertragen wird die Krankheit durch Tröpfcheninfektion mit speichel, Blut und nicht selten durch Urin!
Abschließend noch eine zusätzliche Information, die verdeutlicht, wie groß die Gefahr einer FeLV-Infektion ist: Im Institut der Veterinärpathologie der Universität Gießen ist etwa jede sechste Katze, deren Todesursache untersucht wird, mit Leukose infiziert! Leukose ist die häufigste dort festgestellte Infektionskrankheit, häufiger als Katzenseuche oder FIP.


Aber nicht jede dieser Katzen ist an Leukose gestorben, oder?
Für gewöhnlich sagt man, dass eine Katze mit einem gesunden Immunsystem das Virus gut in Schach halten, wenn nicht sogar selbst bekämpfen kann und die Krankheit meist bei jungen, alten oder kranken Katzen ausbricht.

Interessant ist es allemal, aber darf ich auch fragen, woher du diese Information hast? :wink:
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Beitragvon Steffi91 » 21.07.2009 18:28

Ich habe diese Informationen aus den verschiedensten Lehrbüchern, denn ich strebe es ja an, eine gute Tiermedizinische Fachangestellte zu werden xD

Nein, es ist nicht jede der Katzen an Leukose gestorben, ich wollte damit nur verdeutlichen, wie groß die Gefahr ist, das sich auch EURE Katzen, wenn sie nicht geimpft sind, mit dem virus infizieren können, und dass Leukose auch ein Leben lang unter verschluss im Körper bleiben kann- sie dadurch negativ getestet werden- , aber dennoch ansteckend ist!

Bei einem Punkt muss ich Dir jedoch wiedersprechen.
Die Krankheit endet in Regel im Tod. Also mir ist noch keine Katze unter gekommen, die dieses Virus überlebt hat, denn bereits erkrankte Katzen können nicht behandelt werden. Man kann natürlich mit gewissen Mitteln versuchen das Leben der Katze zu verlängern, wie z.B Chemotherapie und Bestrahlung.
Jedoch würde ich jedem Tierbesitzer raten, dessen 'Katze schon bösartige Tumore aufweist, das Tier einschläfern zu lassen, so erspart man dem Tier einige Schmerzen, und ich denke, das wir das den süßen doch schuldig sind, das sie keine schmerzen erleiden müssen, oder?

Also, ich verbleibe mit Lieben Grüße,

Steffi & kiki
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Blacky, du wirst immer in meinem Herzen bleiben mein Mädchen :*

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Beitragvon Mackica » 21.07.2009 19:12

Herzlich willkommen auch von mir erstmal! :kiss:

Ich schreib mal einfach auf wie *ich* damit umgehe.
Also meine drei sind alles Wohnungskatzen. Und trotzdem lasse ich gegen Leukose impfen, wenn auch erst seit diesem Jahr. Mirie kommt ja vom Züchter, sie war also von vorneherein gegen Leukose geimpft, und Thaayo und Banshee kriegen die nach negativem Testergebnis seit diesem Jahr (bzw bekommen noch, Banshee hat ihren Termin in ein paar Wochen).
Mir wurde zwar ebenfalls von einer Tierärztin gesagt dass sie sich nciht anstecken können, aber da ich von einer Katze gehört hab (und zwar einer guten Bekannten) die an Leukose verstorben ist obwohl sie Wohnungskatze war.
Sicher, die Chance ist wohl sehr gering. Und die eines Fibrosarkoms evt. ja sogar größer (zum Glück impft meine Tierärztin nicht in den Nacken).
Aber da ich auch mal in Urlaub fahre und evt dann auf einen Catsitter zurückgreifen möchte (die ja oft mehrere Katzen versorgen), naja, haltet mich halt für paranoid aber da möchte ich sie einfach geimpft wissen. ;) Falls doch mal wer was reinträgt, über irgendwelche Umwege.

Denke mal Leukose impfen zu lassen ist sicher kein Muss, muss aber jeder selber entscheiden. :)
Liebe Grüße von: Mirie, Thaayo, Banshee und Dosenöffnerin Alex
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Beitragvon Shy Lee » 22.07.2009 12:55

Steffi91 hat geschrieben:

Bei einem Punkt muss ich Dir jedoch wiedersprechen.
Die Krankheit endet in Regel im Tod. Also mir ist noch keine Katze unter gekommen, die dieses Virus überlebt hat, denn bereits erkrankte Katzen können nicht behandelt werden.



Die Krankheit endet in der Regel tödlich, wenn sie ausgebrochen ist.
Aber nicht bei jeder Katze bricht sie auch aus.

Ich hatte selbst einen Leukose-positiv Kater.
Dies kam aber eher zufällig heraus und man hat dem Kater seine Krankheit nie angesehen.
Er war etwas über eine Woche total schlapp, als ihn die Tierärztin geimpft hat, aber dann erholte er sich wieder und bis auf ein paar Tierarztbesuche, in denen er mit Zylexis behandelt wurde, weil seine Leukozyten zu niedrig waren, hatten wir nie Probleme.

Wenn das Virus ausgebrochen ist, kann man nur noch die Symptome behandeln.
Aber wenn man von der Infektion weiß, kann man das Immunsystem der Katze homöopathisch unterstützen, dass es erst gar nicht zum Ausbruch kommt.

Was die Lehrbücher betrifft: Wie gesagt, ich hatte von 4 verschiedenen Tierärzten 4 unterschiedliche Meinungen.
Am besten war aber die Tierärztin, die mich anrief, nachdem das Ergebnis der Blutuntersuchung da war.
Sie bereitete mich darauf vor, dass man den Kater besser einschläfern solle, wenn er nur noch apathisch wirkte (darauf schloss sie nur aufgrund des Blutbildes; seine Leukozyten waren zu dem Zeitpunkt bei 1,4 und auch noch andere Werte waren nicht okay).
Der Kater jedoch war fit wie ein Turnschuh und man merkte ihm überhaupt nichts an.


Hier gab es übrigens auch mal einen Fall, wo eine Wohnungskatze an Leukose gestorben ist.
Wenn man also wirklich sicher gehen will, dann sollte man impfen lassen.
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Beitragvon Steffi91 » 22.07.2009 21:27

Da stimme ich Dir voll und ganz zu !!!
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