Epilepsie bei Katzen

Zahnerkrankungen, Maul, Ohren, Augen, Gehirn- und Nervensystem (z.B. Anfallsleiden)

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TINA
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Epilepsie bei Katzen

Beitragvon TINA » 28.08.2005 19:42

Hallo erstmal an alle,

kennt sich hier jemand mit Epilepsie bei Katzen aus? Hat jemand schon Erfahrungen gemacht oder hat selbst eine Katze die an Epilepsie erkrankt ist?

Wenn ja, würde ich mich gerne mal hier ausheulen bzw Lucy's Geschichte erzählen...und hoffen das mir jemand weiterhelfen kann.

Liebe Grüße, Tina
Zuletzt geändert von TINA am 29.01.2006 21:20, insgesamt 1-mal geändert.


TINA
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Beitragvon TINA » 28.08.2005 21:07

Hallo Eva,

vielen Dank für Deine Antwort. Da ich jetzt leider gleich Offline bin, werde ich gleich morgen (Montag) ausführlich berichten. Dann hat sich auch vielleicht wieder neueres ergeben (muß morgen wieder zum Tierarzt).

Nochmals vielen Dank und einen schönen Abend noch!

Liebe Grüße, Tina

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cordulencia
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Beitragvon cordulencia » 29.08.2005 10:46

hallo tina,
ich hab auch eine katze mit epileptischen anfällen, das ist wirklich nicht schön. gottseidank hat sie sie bisher nicht so häufig (zumindest nicht dass ich es mitbekommen hätte), nur ein paar mal im jahr. deswegen reicht eine akuttherapie mit valium. wenn sie einen anfall hat, spritze ich ihr valium intramuskulär, das hilft dann ziemlich zügig. aber die letzten beiden anfälle hatte sie innerhalb von 2 monaten und ich muss das gut beobachten, denn wenn es öfter wird, muss man mit dauerhafter medikation dagegen angehen, die medikamente sind allerdings mit ziemlichen nebenwirkungen behaftet.
wíe oft hat denn deine mieze die anfälle? und wie lange dauern sie ungefähr? warst du heute schon beim tierarzt?
was ganz wichtig ist, wenn sie einen anfall hat, dass du versuchst, ruhe zu bewahren, das spürt die katze. man soll sie nicht groß anfassen dabei, aber zusehen, dass sie sich nicht verletzen kann, also irgendwelche spitzen gegenstände wegräumen. und was auch helfen soll (hab ich mal gelesen) ist singen. eigentlich laufen alle eher weg, wenn ich singe, aber wenn meine emma einen anfall hat, sing ich ihr tatsächlich irgendeinen schwachsin vor, weil es sie vielleicht innerlich beruhigt.
man lernt damit umzugehen...
ganz liebe grüße
cordula

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Beitragvon knuffy » 29.08.2005 11:08

HI wir haben auch einen Kater mit solchen Anfällen
er ist mittlerweile schon 12
muss allerdings jeden tag eine tablette deswegen nehmen aber sonst gehts ihm total gut
LG

TINA
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Beitragvon TINA » 29.08.2005 14:52

Hallo an alle,

ich bin gerade erst von der Arbeit Zuhause eingetroffen. Ich freue mich sehr über eure Antworten.

Ich muß mit Lucy um 17.00 Uhr zur Ärztin, Blutabnahme etc
Wenn ich dann wieder zuhause bin, werde ich mir die Zeit nehmen und ausführlich erzählen was mit Lucy los ist und was sich ergeben hat.

Bis später...und wünscht mir Glück!

Liebe Grüße, Tina


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Beitragvon cordulencia » 29.08.2005 14:57

ich denk an euch und drück alle pfötchen!
kann sein, dass ich erst morgen früh wieder online gehen kann, schau dann aber auch gleich rein
bis dann
lg
cordula

TINA
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Beitragvon TINA » 29.08.2005 19:09

Hallo,

will Euch nun Lucys Geschichte erzählen:

Es fing alles am 14.05.05 diesen Jahres an. Ich bin durch merkwürdige Geräusche wachgeworden. Lucy lag im Wohnzimmer auf dem Boden und hat sich krampfartig geschüttelt. Ich stand voll unter Schock. Ich dachte in diesem Moment das sie etwas verschluckt hätte und am ersticken wäre. Nie hätte ich an einen epileptischen Anfall gedacht. Heute weiß ich das ich total falsch reagiert habe. Ich habe versucht mit meinen Fingern in ihren Hals zu gelangen um dort an den vermuteten Fremkörper zu kommen. Oh Gott, ich hab gedacht sie stirbt. Ihr Maul war total verkrampft. Nach ca 2-3 min (es kam mir wie eine Ewigleit vor) haben die Krämpfe nachgelassen...und ich stand da mit meinen blutigen und schmerzenden Fingern. Habe das während des Anfalls überhaupt nicht wahrgenommen. Mein Freund und ich standen völlig unter Schock und haben uns gefragt was das war. Wir haben die Ärztin angerufen und ihr alle Details geschildert. Sie sagte sofort das es sich sehr nach einem Epileptischen Anfall anhört. Nein, meine Lucy??? :-(

Lucy ging es die nächsten 2-3 Tage nicht so gut. Sie war völlig kaputt, müde und lustlos. Kein Wunder, erstens habe ich falsch reagiert und zweitens hat Lucy die Welt wohl auch nicht mehr verstanden.

Ich war mit ihr die nächsten Tage oft beim Tierarzt und habe mehrere Bluttests machen lassen. Es kam heraus das keine Organischen Schäden vorliegen. Auch ihr Herz wurde abgehört. Da scheint auch alles in Ordnung zu sein. Allerdings waren ihre Leberwerte etwas erhöht was auf eine Infektion schließen lies. Sie bekam 20 Tage Antibiotika. Es wurde zur Sicherheit, wegen den erhöhten Blutwerten, auch ein FIP Test gemacht. Da ist aber auch alles ok, kein Fip. Die Leberwerte waren nach der Einnahme von dem Antibiotika wieder ok. Aber diese Infektion war laut Tierärztin nicht der Auslöser für diesen Anfall. Das alles ist sehr teuer, aber das ist mir egal. Meiner Lucy soll es einfach wieder besser gehen.

Ein Wert war ständig erhöht. Dieser Bilirubin Wert. So hoch wie bei einem Pferd. Sie jetzt über mehrere Wochen Lega Phyton 50 Bekommen. Dies ist ein Ergänzungsfuttermittel um die Leberfunktion bei belastenden Faktoren zu unterstützen.

Ich führe ein Tagebuch über ihre Anfälle und ihr Verhalten danach.
Die Anfälle kommen fast immer um die gleiche Zeit, gegen 6.00 Uhr morgens. Ein Anfall dauert ca 1-2 min, dann kommt der Fressanfall, sie ist sehr schmusebedürftig, etwas unruhig. Mittlerweile muß ich sagen, ist sie relativ schnell wieder fit.
Die Ärztin hat gesagt wenn die Anfälle zu häufig und in einer Regelmässigkeit auftreten, muß sie Tabletten dagegen bekommen- Luminaletten-

Mittlerweile hatte sie 6 Anfälle. Die Abstände waren sehr unterschiedlich. Einmal 20 Tage, 10 Tage...die längste Zeit ohne Anfälle waren knapp 8 Wochen (59 Tage). Ich dachte schon es sei alles vorbei. Aber nein, vor 2 Wochen ging es wieder los. Ein Anfall pro Woche.

Jetzt kommt folgendes: ca. 7-10 Tage vor Lucys ersten Anfall kam eine dritte, neue Katze zu uns ins Haus. Es schien Lucy überhaupt nichts auszumachen. Sie leckte der neuen zur Begrüßung sogar das Köpfchen. Nur war die neue an andere Katzen nicht gewöhnt und hat sich dementsprechend verhalten. Was natürlich für Streß im Haus sorgte.
Mein erster Verdacht war, das Lucy deswegen einen Anfall hatte. Der Zufall schien mir zu groß. Lucy ist jetzt 11 Jahre alt, war immer kerngesund, selbstbewußt, sie hatte vor nichts Angst, einfach klasse....
Ich fand es sehr komisch das der erste Anfall auftrat als die neue Katze ins Haus kam. Allerdings hat jeder (auch die Ärztin) gesagt das es nicht damit in Verbindung stehen könnte. Aber ich habe irgendwo gelesen das auch Häusliche Veränderungen so etwas auslösen können.

Was sagt ihr dazu??? Wenn es natürlich so sein sollte, dann mache ich mir ganz schreckliche Vorwürfe!!!

Nun war ich heute beim Tierarzt. Ihr Bilirubin Wert und auch die anderen Werte sind momentan normal. Allerdings muß sie jetzt ab morgen Luminaletten nehmen. Mit einer ganz geringen Dosis soll es los gehen.

Wie geht es euren Katzen mit den Medikamenten? Kann so eine Katze auch alt werden und mit dieser Krankheit leben?

Ich habe jetzt echt viel geschrieben und auch bestimmt ne menge vergessen. Bin noch etwas aufgewühlt vom Besuch beim Tierarzt eben...

Übrigens, ihr Wesen hat sich auch verändert. Sie ist nicht mehr die selbstbewußte, lässt sich öfters von ihrem Mitbewohner von ihrem Platz vertreiben usw. So etwas hat sie sich früher nie gefallen lassen. Sie war immer die dominante. Nun nicht mehr. Er jagt jetzt sie-früher hat Lucy ihn durch die Wohnung gescheucht!

Wenn ihr Lucy mal sehen möchtet, hier ist meine süße:

http://www.katzen-album.de/V005591

Liebe Grüße, Tina

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Beitragvon TINA » 29.08.2005 21:46

Hallo Eva,

danke für deine Hilfe. Bin schon seit Stunden am heulen. Hab die letzten Wochen all meine Kräfte gesammelt und mir gesagt das ich stark sein muss. Ich muß positiv denken!!! Nur heute ging gar nichts mehr. Hab mich schon beim Tierarzt zusammengerissen.

Es ist immer wieder ein Greul dort hinzufahren. Lucy bekommt mit jedem Besuch immer mehr Angst. Ich hab Angst davor das sie die Tabletten nicht verträgt, oder das die die Anfälle nicht aufhören und und und....ab morgen soll sie erstmal 3mg bekommen. Mal schaun was passiert. Wie gesagt, positiv denken.

Dank dir und eine gute Nacht.

Liebe Grüße

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Beitragvon cordulencia » 30.08.2005 10:44

hallo tina!
gestern abend konnte ich mich leider nicht mehr melden, ich komm zuhaus z.zt. nicht ins internet und kann nur tagsüber....und das geht auch nicht immer so, wie ich gern würde, von der arbeit aus...
ich hab viel an dich gedacht, ich kann dich so gut verstehen, es macht einen fertig, zu sehen, wie die fellmaus am boden liegt und zuckt und schreit...ich kenn es so gut. mach dir bitte keine vorwürfe, dass du zunächst falsch gehandelt hast, um gottes willen, woher solltest du denn wissen, was es ist??? ich wusste es nur deshalb, weil ich selbst in meiner jugend vereinzelt solche krampfanfälle hatte - ausgelöst durch unterzuckerung - als ich es sah, wusste ich sofort was es war, aber ich hatte trotzdem schreckliche angst, ich wusste ja nicht, wie sich das bei katzen auswirkt und was es für folgen hat
die ursachen für krampfanfälle können sehr sehr unterschiedlich sein, es ist schon mal sehr schön, zu wissen, dass lucy (die übrigens ein wunderschönes katzentierchen ist und total lieb dreinschaut!!!) keine organischen schäden hat, da kannst du schon mal aufatmen....am bilirubinwert kann es natürlich liegen, aber das kann man ganz gut behandeln.
stress kann anfälle auslösen, sowohl bei mensch als auch bei tier. aber dass es an der neuen katze liegt, glaub ich eigentlich auch nicht, obwohl man nie genau weiß, was der kleinen nun gerade stress macht, aber ich denke, das ist es nicht, ich hab meinen emschen auch einen kleinen bomber vorgesetzt, so eine richtige quirlmaus, die auch auf sie drauf springt und sie jagt und all diese dinge, aber sie hat sie lieb und ich glaub nicht, dass ein spielkamerad die anfälle auslöst; vielleicht mal eine situation, aber nicht insgesamt. diese situationen kann man aber auch nie ganz ausklammern. mein emschen hat die anfälle vorzugsweise beim transport, deswegen denke ich, es ist bei ihr einfach stress, aber immer kann ich es ihr nicht ersparen, zum beispiel beim impfen, das haben wir dann einmal bei mir in der wohnung gemacht, aber das war noch schlimmer, weil sie in ihrer vertrauten umgebung "gequält" wurde.
tina, ich weiß ganz sicher, wie du dich fühlst, emma hat es nciht so häufig, aber es macht mich jedesmal FERTIG, wenn sie einen anfall hat. ich habjedesmal ganz schreckliche angst . wie lucy sich danach verhält , ist absolut typisch, und so ist es bei emma auch. fressen wie eine siebenköpfige raupe....das kommt daher, dass bei einem epileptischen anfall kalorien verbraucht werden, wie bei einem marathonlauf, sie sind dann total ausgehungert. ja, und schmusig ist emma auch, total, und verwirrt und hat motorikstörungen. ich kenn das alles zu gut :cry:
du machst alles richtig, das mit dem tagebuch ist gut, dann kannst du sehen, ob sich was verändert. und luminaletten in kleiner dosierung sind sicher auch richtig. mein tierarzt hat mir versprochen, dass sie damit auch alt werden können (emma ist ja erst drei) und ich versuche bei jedem anfall daran zu denken.
ach so, noch was (ich hab mich schon so wahnsinnig viel damit befasst, daher...)
das mit der wesensveränderung ist auch normal, bei epilepsie. das wirst du vielleicht einfach hinnehmen müssen, es liegt aber nicht an dem kater, mach dir keine vorwürfe, bitte!
und ich bin GANZ sicher, dass die tabletten helfen - kopf hoch - ihr schafft das!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
ganz liebe grüße
cordula mit emma - wenn ihr mal sehen wollt:
http://www.katzen-album.de/V004454
und lolle
http://www.katzen-album.de/V005314

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Beitragvon TINA » 30.08.2005 21:00

Hallo Cordula,

einen so großen Dank für Deine lieben Zeilen. Sie haben mir echt ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Es ist schön wenn man verstanden wird. Ich denke das wird man nur von Menschen die selbst betroffen sind. Ich habe des öfteren das Bedürfniss darüber zu reden. Nur so richtig verstanden wird man nicht wirklich (also von nicht betroffenen). Da ist man tieftraurig, aber für viele Menschen ist es halt nur ne Katz, nur ein Tier...aber ich muß hier wohl keinem erzählen was die kleinen Rabauken einem bedeuten! Ich würde alles tun damit es Lucy gut geht.

Es tut gut zu wissen das man nicht alleine ist. Das es Menschen gibt die das gleiche durchleben müssen. Das es ihren Miezen mit dieser Krankheit trotzdem ganz ok geht. Alles was neu ist, ist erstmal ungewohnt. Ich muß - wie viele andere auch - lernen damit umzugehen. Es wird schwer sein und auch seine Zeit dauern.

Wenn sie morgens gegen 6.00 Uhr ihren Anfall bekommt...ist meine Nacht natürlich vorbei. Gegen 8.00 Uhr muß ich aus dem Haus. Mein Arbeitstag sieht dann dementsprechend aus. Ich bin mit meinen Gedanken zuhause und frage mich was meine Lucy wohl gerade macht und ob es ihr gut geht. Wenn ich dann mittags zuhause eintreffe geht mein Blick sofort zum Napf. Ist noch Futter drin...ist alles Wunderbar.

Sei froh das bei Emma die Anfälle nicht so häufig vorkommen. Übrigens ein sehr schönes Bild von deiner süßen Emma. Die Lolle ist ja noch eine ganz junge. Wieso hat sie den Spitznamen Katze ohne Augen?

Vor ca. 40 min hat Lucy ihre erste Luminalette bekommen. Knapp 4mg. Warten wir nun ab was die nächste Zeit bringt.

Ich habe übrigens auch schon überlegt die Ärztin ins Haus kommen zu lassen. Aber du hast schon recht. Es ist ihre vertraute Umgebung. Dort soll sie sich wohl und sicher fühlen. Ich denke ich werde ihr das nicht antun.

Was ich dich noch fragen wollte? Du hast geschrieben das man die Katze während des Anfalls nicht anfassen sollte. Bisher habe ich sie immer sanft gestreichelt und ganz leise mit ihr geredet. Du meinst es ist besser wenn ich sie nicht mehr streichle bzw anfasse? Ich will nichts falsch machen...

Das ist übrigens mein anderer Rabauke (Bübchen bei seiner Lieblingsbeschäftigung), Lucys Mitbewohner:

http://www.katzen-album.de/V005593

Ich möchte dir nochmal ganz herzlich danken Cordula. Falls mal was mit Emma sein sollte kannst du selbstverständlich jederzeit mit mir darüber reden. Schlließlich sitzen wir im selben Boot.

Emma und Lucy packen das, alle katzenköpfe hoch!!!!!!!!

Liebe Grüße, Tina

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Beitragvon cordulencia » 31.08.2005 16:42

hallo tina!
das ist toll, dass dich meine antwort ein bisschen lächeln lassen konnte, man ist echt auf zuspruch angewiesen, wenn man um sein kätzchen bangt....
als du das geschrieben hattest, von wegen nach hause kommen und zum futter gucken, sah ich mich selbst .....exakt dasselbe! jeden tag. ich weiß ja gar nicht so genau, wie oft meine süße die anfälle so hat, man ist ja nicht immer zuhaus....aber viele zeichen meine ich eben doch schon zu kennen, und das mit dem futter ist ziemlich verlässlich.
meine emma (von mir auch gerne emse genannt) :lol: ist im moment auch echt schräg drauf, sie kriegt manchmal voll die abraster, dann ist sie total schmusig, aber ins bett kommt sie seit ein paar tagen nicht mehr. kann aber auch einfach an der hitze liegen, mann fängt ja an fünsch zu werden und alles überzubewerten, wenn man erstmal solche ängste kennen gelernt hat.
aber gekrampft hat sie - zumindest in meinem beisein - nicht und futter war auch noch nicht ganz weg inhaliert. gottseidank.
so - jetzt noch mal zu dem anfassen während des anfalls: also, alle tierärzte die ich kenne, sagen man soll sie nicht anfassen. AAAAAAAAABER: ich fasse meine emse auch an, ganz sanft, muss ich ja auch, wie soll ich sie sonst in den muskel spritzen??? ich denke auch, dass die katze es spürt, wenn man sanft mit ihr redet und sie berührt. vielleicht ist einfach nur gemeint, dass man sie nicht FESTHALTEN soll, denn wenn die muskeln so zucken und man versucht, das durch festhalten zu unterbinden, tillen die gehirnentladungen noch mehr. ich würde sie auch anfassen und streicheln und liebevoll mit ihr reden oder vielleicht wirklich sogar ein bisschen singen. man kommt sich idiotisch dabei vor, aber ich hab echt den eindruck, es beruhigt sie ein bisschen. wichtig ist, dass sie spürt, dass du bei ihr bist.
jetzt bitt ich dich um was, tina, denn ich hab ja auch noch so gar keine erfahrung mit medikamenten dagegen. halt mich bitte unbedingt auf dem laufenden, denn ich mach mir natürlich auch gedanken, wegen dauermedikation, mein TA sagt, bei der "anfallsmenge" noch nicht, aber in den letzten 2 monaten war es ja ein bisschen häufiger und ich muss es beobachten. ich will ja auch alles richtig machen.
wie geht es lucy denn mit den tabletten?
ich wünsch euch einen schönen kuscheligen abend!
bis dann
cordulencia

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p.s.

Beitragvon cordulencia » 31.08.2005 16:46

hab ich ganz vergessen: 1. das bild vom rabauken hab ich mir schon mal angesehen, da war es glaub ich ganz frisch drin. das fand ich total supercool, wie er so dir pfote stretched. total süß, zum dahin schmelzen - sieht meiner allerersten katze, die ich hatte (moppel und fertig) ein bisschen ähnlich - und guckt so richitg verliebt.
2. warum lolle "katze ohne augen" genannt wird: an lolle ist alles dran, aber sie hat diese zeichnung, wie eine schwarze mütze, geht direkt über die augen und auf fast allen fotos hat sie die augen zu und dann sieht man gar nciht, dass sie überhaupt welche hat - deshalb sag ich immer "katze ohne augen" zu ihr. ja, sie ist noch jung, wird im september 1 jahr alt. auf dem foto im album ist sie vielleicht 3 monate....
tschöööö

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Beitragvon TINA » 31.08.2005 18:20

Hallo Cordula!

Ja das Bild von meinem Bübchen ist echt süß, aber so ist er halt auch. Wenn ich keine Zeit zum kuscheln hab ist er beleidigt! Bin seine Mama :wink:

Also wenn ich nicht Zuhause bin knall ich den Napf so richtig voll. Bübchen guckt dann immer doof und wundert sich über meine Großzügigkeit. Lucy hat erst 1x einen Anfall tagsüber gehabt. Alle anderen waren immer zu einer Uhrzeit wo ich noch Zuhause bin. Ehrlich gesagt ist mir das auch lieber.

Heute habe ich übrigens mal für Lucy gesungen. Sie hat auf dem Bett gelegen und gedöst. Ich glaub es hat ihr gefallen. Wird sie auch die einzigste sein :oops: Also momentan ist sie eigentlich wie immer. Heut Abend bekommt sie ja erst ihre zweite Tablette. Ich denke in den nächsten Tagen werden sich die Nebenwirkungen einschleichen. Die Ärztin sagt, ich muß mit vermehrten Durst und Müdigkeit rechnen. Aber sie sagt auch das dies alles nur am Anfang ist. Irgendwann gewöhnt sich der Körper an dieses Medikament und Lucy könnte im glücklichsten Falle wie immer sein. Man darf nicht vergessen, dieses Medikament ist auch für Menschen...und die leben auch gut damit. Das ist ein kleiner Trost für mich. Epilepsie ist kein Todesurteil!!! Menschen werden auch alt mit dieser Krankheit. Siehst du wie ich mich selber beruhigen will? Aber es ist die Wahrheit und das MUSS ich in meinen Kopf kriegen. Ich leide einfach zu sehr darunter!

Du hast auch etwas gesagt was mir verdammt bekannt vorkommt. Das mit dem überbewerten. Lucy braucht nur irgendetwas zu machen was mir vielleicht sonst gar nicht aufgefallen ist...und prompt mach ich mir Gedanken, oder ich kucke ständig nach ihr. Bei jedem Geräusch muß ich schaun. Ich weiß auch das man das nicht machen soll. Man soll sich so normal wie möglich verhalten. Aber was soll ich sagen, ich werde mich schon irgendwie daran gewöhnen. Es ist einfach eine neue und auch eine scheiß Erfahrung. Ich könnte locker darauf verzichten. Meine Lucy war ihr bisheriges Leben immer total gesund und fit.

Eben habe ich mit Lucy auf dem Sofa gesessen. Ich habe mir eine schöne Dose herausgesucht und all ihre Medikamente hineingetan. Lucy hat mich dabei beobachtet und sie weiß auch ganz genau das dies nur für sie ist.
Übrigens bin ich echt happy das Lucy so toll ihre Medikamente nimmt. Ich brauch nur mit den *Aldi*Leckerli*Stangen* zu rascheln und sie kommt sofort aufs Sofa. Dann nehm ich die Tablette und knete sie in eine Stück Leckerli. Ganz brav sitzt sie da und beobachtet mich dabei.

Also Cordula, mir hat es die Ärztin so erklärt. Wenn die Katze in eher längeren Abständen die Anfälle bekommt sollte man es noch nicht mit Medikamenten behandeln. Deswegen habe ich das Tagebuch geführt. Meine Ärztin hat ständig gesagt "wir warten lieber noch ab".
Jetzt zum Schluß, die letzten 2 Anfälle, einer pro Woche...hat sie dann gesagt das es keinen Sinn mehr macht. Sie braucht das Medikament.
Du mußt es unbedingt beobachten. Das schwierige ist die richtig Dosis zu finden. Bekommt sie zu viel...ist sie nur am schlafen...bekommt sie zu wenig...kriegt sie weiterhin Anfälle. Übrigens macht dieses Medikament süchtig!

Natürlich werde ich dir auch berichten wie es Lucy mit den Luminaletten geht. Ich muß gestehen, als ich ihr gestern die erste Tablette gegeben habe, war ich irgendwie traurig. Ich sitze da und werde den Gedanken nicht los das meine Lucy jetzt sterbenskrank ist. Man ist einfach su durcheinander. Alles dreht sich nur noch um diese Krankheit. Aber ich habe es ja oben schon mal erwähnt, man muß an die anderen Menschen und auch an die anderen Tiere denken, die damit wohl gut klarkommen. An Nebenwirkungen ist mir momentan nur bekannt das die Leber wohl etwas darunter leidet. Ob bei Mensch oder Tier. Aber dafür nimmt z.B Lucy wieder ein paar andere Pillchen. Diese haben meines Wissens keine Nebenwirkungen.

Du sag mal, wenn deine kleine doch eher selten Anfälle hat...wieso muß du sie dann spritzen? Sind die Anfälle zu heftig oder zu lange? Puh, also mit dem spritzen hätte ich erstmal ein Problem. Ist das schwer für Dich?

In 2 Wochen muß ich wieder zum TA. Warten wir ab.

Dir auch noch einen schönen Abend Cordula!!!

Liebe Grüße, Tina

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Beitragvon cordulencia » 01.09.2005 10:45

hallo tina!
deine mail war schön, ich hab gerne gelesen, wie du mit lucy auf dem sofa gesessen hast oder wie du ihr eine schöne dose für die medikamente ausgesucht hast. und dass sie die tabletten so easy nimmt. jaja, diese aldi-stangen, die wirken wunder, das kenn ich doch auch von meinen bombern. das ist das magische rascheln. aber ich glaub, eine tablette würde emse sich nicht unterjubeln lassen.
so wie es deine TA sagt, sagt meiner es auch. wenn die anfälle eher selten sind, dann soll sie keine pillen bekommen. aber um ihr erleichterung zu verschaffen, im moment des anfalls, geb ich ihr dann eben das valium. (natürlich auch vom TA verordnet )valium ist ja auch völlig unschädlich, es ist nicht giftig, eben nur ein relaxan, so dass sie sich entspannt. die anfälle sind nicht so lang (der kürzeste war ca. 30 sek., der längste ungefähr 2, 5 min.), aber mitunter sehr sehr heftig. als ich es zum ersten mal gesehen hab, hab ich mir hinterher fast die augen aus dem kopf geheult, so hat mich das erschüttert. ich glaube fast, ein epi-anfall ist schlimmer für den, der es sieht, als für den der es hat, denn der der es hat, merkt nichts davon, auch wenn man sich das kaum vorstellen kann. wie gesagt, ich hatte selbst welche vor 20 jahren, ich hab mir dabei sogar mal den schädel gebrochen, ich hab nix gemerkt!!!
emse schüttelt sich total, speichelt und pisst auch. sie schreit ganz schrecklich wenn es losgeht, hechelt, keucht, krampft wie irre. es macht mich fertig!!!! immer wenn sie länger keinen hatte, geh ich relativ cool damit um, aber unmittelbar nach einem anfall bin ich immer ziemlich fertig, deswegen versteh ich dich sooooo gut.
das mit dem spritzen war am anfang eine echte herausforderung, ich hatte wahnsinnige angst, was falsch zu machen. aber in dem moment vergisst man alle scheu, man will nur noch helfen und mit der zeit wächst man auch rein. ist wahrscheinlich wie der berühmte ersthelfer am unfallort, der eignetlich kein blut sehen kann.
aber als sterbenskrank musst du lucy nicht sehen! sie hat epilepsie, das sind überladungen im gehirn, haben menschen auch, aber das ist ja nun keine krankheit, die zum tod führt! mach dich nicht verrückt. es wird bestimmt besser mit den tabletten. denk mal dran, wie viele kinder es gibt, die an epilepsie leiden. also, wie du selbst sagst: epilepsie ist kein todesurteil. das hat nichts mit beruhigen zu tun, das ist so! epilepsie ist natürlich trotzdem schrecklich und macht uns fertig, aber deine lucy ist eben "nur" krank, aber sie kann damit leben.
und ich find es toll, dass du für sie gesungen hast. ich bin sicher es gefällt ihr. mich darf außer emma auch keiner beim singen hören :lol: muss ja aber auch nicht.
es ist toll, dass wir uns hier austauschen können. halt mich auf dem laufenden und knutsch lucy und bübchen von mir
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Beitragvon TINA » 01.09.2005 18:00

Hi Cordula,

so kommt es mir auch vor. Das der Anfall mir mehr ausmacht als meiner Katze. Sie ist dann zwar erschöpft danach, aber ich bin dann auch nur am heulen und trage es einige Tage mit mir rum. Du bekommst es also mit wenn sie einen Anfall bekommt? Also ich gar nicht. Ich weiß nicht wie sie sich davor verhält. Ich bin ja am schlafen. Aber eins kann ich noch dazu sagen:
Wenn sie früher mit einem buschigen Schwanz durch die Wohnung gerast ist, habe ich mich immer gefreut. Denn eine spielende, muntere Katze ist eine gesunde Katze. Nur heute ist es anders, ist sie einen Abend voher so drauf, oder ganz nervös und aktiv, ist es meist ein Anzeichen für einen kommenden Anfall. Soll heißen, heute freue ich mich nicht mehr wirklich darüber...sondern rechne mit dem schlimmsten. Leider war es halt fast immer der Fall. Manchmal ist es mir fast lieber wenn sie da liegt und schläft. Dann weiß ich das sie entspannt ist. Alles total blöd.

Lucy bekommt keine ganze Tablette. Das wären ja dann 15mg. Bei einer Katze gibt man wohl im Schnitt 3-5mg. Im schlimmsten Fall 8mg. Also so hats der TA gesagt. Lucy bekommt jetzt eine 1/4 Tablette. Das ist ein winziges Stück. Kann man locker in diese Leckerlis kneten.

Übrigens geht es mir ganz genauso wie Dir. Wenn lucy länger keinen Anfall hatte geht es mir gut...und wie du auch schon sagst...ich geh dann auch relativ locker mit dem Thema um (ein wenig verdränge ich es aber auch!!!). Kaum hatte sie wieder einen Anfall...haut mich das wieder völlig um. Wir haben in dieser Sache sehr viel gemeinsam Cordula. Deswegen können wir uns auch so gut darüber unterhalten.

Deine arme Emma, das hört sich schrecklich an. Was du da alles vor dem Krampf mitbekommst entgeht mir zum Glück. Ich habe Lucy noch nicht schreien gehört, und pinkeln tut sie auch nicht dabei. Weißt du, der TA hat gesagt, manchmal verschwindet die Krankheit genauso schnell wie sie gekommen ist. Ist zwar eher selten aber gabs schon! Vielleicht haben unsere 2 ja dieses Glück.

Ich lass dich wissen wie es Lucy geht. Drück du deine Emma auch mal von mir. Ich wünsche dir/euch ein schönes Wochende!

Danke für alles, liebe Grüße
Tina



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