Fibrosarkom

Krebs, Tumore, Geschwüre

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Ines
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Fibrosarkom

Beitragvon Ines » 05.02.2007 14:16

Ich habe mich eben angemeldet, weil ich ein großes Problem habe und hoffe, hier Hilfe und vielleicht auch Trost zu finden.

Bei meinem 8jährigen Kater Leon bemerkte ich vor ca. einem Monat einen Knubbel auf der rechten Seite direkt hinter dem Vorderbein. Ich habe es ca. zwei Wochen beobachtet und als sich nichts veränderte bin ich zum TA. Der machte Ultraschall, vermutete einen Tumor und riet mir zur OP. Am 26.1. wurde Leon operiert und seit letztem Freitag habe ich nun auch den Befund: ein Fibrosarkom. Ich bin seit dem völlig durch den Wind, heule ständig und weiß einfach nicht weiter.
Leon hat die OP super überstanden, die Wunde ist gut verheilt; heute werden die letzten Fäden gezogen. Der TA wird heute noch mal ausführlich mit mir sprechen.

Ich weiß, dass diese Dinger in 80% der Fälle Rezidive bilden, jedoch kaum Metastasen. Ich hoffe nun einfach, dass wir viel Zeit haben werden, bis der nächste Knubbel auftaucht. Davor hab ich am meisten Angst...mit ihm zu kuscheln und dann so was zu ertasten.

Hat hier jemand Erfahrung mit dieser Erkrankung und kann mir etwas Mut machen?

Liebe Grüße
Ines


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Beitragvon Ines » 05.02.2007 15:26

Liebe Andrea,

vielen Dank für den Tipp. Ich werde mir das auf jeden Fall durchlesen. Bin nur gerade so durcheinander. Ich gebe mir große Mühe, im Umgang mit meinem Liebling normal zu wirken und schaffe das auch zum großen Teil. Ich weiß, dass sie sehr empfindsam sind und alles mitbekommen. Aber diese Diagnose hat mich echt umgehauen, zumal ich mir bis zuletzt eingeredet habe, dass alles gut wird.
Naja, ich bin ja auch froh, dass das Ding erst mal raus ist und möchte die Zukunft von Leon auch positiv sehen. Ich hoffe es so! Ich kann den Gedanken einfach nicht ertragen. Habe schon zwei meiner Katzen einschläfern lassen müssen und weiß daher, wie schwer es ist. Aber auch, dass wir uns glücklich schätzen können, ihnen, wenn gar nichts mehr geht, so helfen zu können.

Danke,
Ines

PS: Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der persönliche Erfahrung hat.

Bienchen
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Beitragvon Bienchen » 05.02.2007 15:58

Hallo Ines,

und auch von mir erst mal: Herzlich Willkommen hier! :flower:

Ich habe zum Glück bisher auch keine Erfahrungen damit machen müssen. Aber Du solltest ihn nicht aufgeben! Der Tumor ist nun erst mal entfernt und er hat die OP gut überstanden, das ist zunächst erst mal die Hauptsache! Genieße die Zeit mit ihm und unterstütze sein Immunsystem. Immerhin gibt es eine Chance, dass es nicht wiederkommt! Gib' die Hoffnung nicht auf! Und vielleicht kannst Du auch einen Tierheilpraktiker mit zu Rate ziehen und Leon homöopathisch unterstützen?
Ich drücke die Daumen ganz fest, dass Du noch sehr, sehr viel Zeit mit Leon verbringen kannst und es ihm weiter gut geht!

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Beitragvon Ines » 06.02.2007 09:25

Hallo und guten Morgen!

Ich danke Euch allen für den lieben Zuspruch, das hilft mir wirklich sehr. Gestern wurden nun die letzten Fäden gezogen und mein Süßer war froh, als es wieder nach Hause ging. Er ist ein unglaublich freundliches Tier, anhänglich und schmusig.

Er stammt wie alle meine Katzen aus dem Tierheim und als ich ihn das erste Mal gesehen habe, hockte er in seiner Zelle ganz oben auf dem Kratzbaum. Als ich hineinging, kletterte er runter und kam sofort zum Kuscheln. Es war sofort klar, dass ich ihn mitnehmen musste.
Sein Vorgänger stammte auch von dort, Ticki Mum war schon 6 Jahre alt und sehr aggressiv, da er aus einer Familie (!) stammte, die ihn misshandelt hatte (u. a. Schläge auf den Kopf). Man konnte ihn gar nicht von oben berühren, sofort schlug er mit den Pfoten und biss um sich. Es dauerte fast zwei Jahre, bis er mir voll vertraute. Ein Kuscheltier war er nie, aber ich habe ihn abgöttisch geliebt. Leider erkrankte er sehr schwer mit 12 Jahren an den Nieren - ich musste ihn nach wochenlanger Behandlung beim TA leider einschläfern lassen. Davor hatte ich noch einen wunderschönen schwarzen Kater - Hannibal - der leider überfahren wurde. Und eine Pflegekatze hatte ich auch noch zu dem Zeitpunkt - meinen Purzel - auch schon 12 Jahre alt, den ich leider auch einschläfern lassen musste, da er nicht mehr fressen wollte und schlimm abmagerte.

Ihr seht, dass ich nie wirkliches Glück hatte. Man könnte meinen, dass das einem das für alle Zeiten reicht, aber mein Mann und ich können nicht ohne die Pelznasen leben. Nun das mit Leon, aber wir geben nicht auf und hoffen ganz sehr, dass er noch ein paar schöne Jahre mit uns hat.

Ich werde Euch auf dem Laufenden halten. Aber am liebsten wäre es mir, wenn es in diesem Fall keine Neuigkeiten geben würde. :roll:

Liebe Grüße
Ines

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Beitragvon Scrat » 07.02.2007 18:21

Hallo Ines,

erstmal herzlich willkommen.

Nun, gute Nachrichten sind immer willkommen. Denk doch einfach daran, dass es in 20 % der Fälle gut ausgeht.
Christine mit Flauschis Cindy, Max, Wilbur und den Sternenkätzchen Luis, Minnie, Billie, Susi und Leo.

Freunde sind jene seltenen Menschen, die einen fragen, wie es einem geht - und dann auch die Antwort abwarten. (Autor/in unbekannt)


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Beitragvon Ines » 14.02.2007 08:28

Hier mal wieder ein Lebenszeichen:

Ich war gestern mit Leon wieder beim TA. Es hatte sich ein ziemlich dicker Schorf auf der Narbe gebildet, den er leider halb weggerissen hatte. Und zwar ziemlich tief ins Fleisch, so dass es wieder blutete. Der TA hat den Schorf entfernt und die Wunde gereinigt. Er hat mir so ein biologisches Wundspray mitgegeben. Das riecht sehr unangenehm und soll ihn davon abhalten, an die Wunde zu gehen. Das hat so gut funktioniert, dass er vor lauter Angst in die Transportbox gepinkelt hat. :roll:
Zu Hause dann hat er erst mal ein Leckerli bekommen und dann war die Welt auch wieder in Ordnung. Habe ihm über Nacht noch etwas Penaten auf die Wunde gestrichen. Das war heute morgen auch noch drauf. Ich hoffe nun, dass es endlich gut verheilt.

Soweit mein Lagebericht. :wink:

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Beitragvon Teddy » 14.02.2007 09:30

Auch ich wünsche schnelle ung gute Genesung!
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Beitragvon ela2706 » 14.02.2007 10:50

Auch von mir schnelle und gute Genesung... :herz:
Zuletzt geändert von ela2706 am 15.03.2007 12:46, insgesamt 1-mal geändert.
Das Tier erkennt die tiefsten Tiefen unseres Wesens
und hält zu uns, selbst wenn die ganze Welt uns auch verlässt...
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weil Treue unter Menschen doch so selten ist...

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Beitragvon Ines » 15.03.2007 12:10

Ich wollte mich mal wieder melden. Von Leon gibt es nicht viel Neues (zum Glück!). Die Narbe ist schön verheilt und jetzt wachsen die Haare halt drüber. Er selbst ist quicklebendig und freut sich seines Lebens. Als ich ihn heute so in der Frühlingssonne sah, wie er sich auf der Wiese im Gras hin und her rollte, da wusste ich, dass ich das richtige getan habe und ihn auch wieder operieren lassen würde. Die Tiere haben eine solche Lebensfreude - ich denke, da sollte sich mancher Mensch ein Beispiel nehmen! :)

Aber mich beschäftigt noch etwas anderes. Mir ist vor ca. 7 Wochen ein Kater zugelaufen - ich denke er ist noch nicht sehr alt, ziemlich verschmust und unheimlich anhänglich. Nachdem ich nun seit Wochen versucht habe, den Besitzer ausfindig zu machen (Aushänge und in der Nachbarschaft fragen) und es mir nicht gelungen ist, habe ich nun einen Platz für ihn bei "Tiere in Not" und soll ihn heute abend hinbringen. Ich hätte ihn ja gerne selbst behalten, aber Leon und er sind sich nicht besonders grün und ich möchte jetzt Leon nicht mit dem neuen Hausgenossen belasten. Ich habe Angst, dass er durch die Aufregung wieder krank wird. Ich weiß, dass das blöd klingt, aber ich kann einfach nicht über meinen Schatten springen.
Ich sitz hier und könnte heulen, dabei ist das wahrscheinlich am besten für ihn - so kann er schließlich wieder an jemand vermittelt werden.

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Beitragvon teufelchentf » 15.03.2007 12:17

Hallo Ines !

Schön das es deinem Kater wieder besser geht...
Ich weiß wie das ist, wenn meine Fellis krank sind, dann bin ich das auch...

Hast du dir mal überlegt den beiden Katzen etwas mehr Zeit zu geben ?
Vielleicht brauchen sie ja nur eine Weile bis sie sich aneinander gewöhnt haben. und solange keine ernsthafen Probleme auftauchen hat man ja doch noch die Hoffnung das sie sich vertragen könnten...
So ein Schmusetiger tut vielleicht auch deinem Kater dann gut...
Wäre doch ne Überlegung ...oder ? :O)
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Beitragvon Ines » 15.03.2007 12:44

Naja, ich meine der Neue ist seit ca 7 Wochen bei mir...das ist ja schon eine ganz schöne Zeit, oder?
Ich möchte meinem Schatz jetzt einfach keinen Stress machen, ich bin so froh, dass er das alles erst mal hinter sich hat...die OP... und die zahlreichen Fahrten zum TA. Er war wochenlang völlig verändert und rannte teilweise weg vor mir, das ist jetzt zum Glück vorbei und er vertraut mir wieder völlig. Ich hab einfach Angst, das alles aufs Spiel zu setzen.

Die Katzen werden bei Tiere in Not wohl schneller vermittelt als z.B. in einem Tierheim, von daher habe ich Hoffnung, dass der Kater bald jemand findet, der ihm ein liebevolles Zuhause geben kann.

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Beitragvon Ines » 10.10.2007 13:00

Hallo, nach langer Zeit melde ich mich mal wieder...leider mit schlechten Nachrichten. Bei Leon ist ein Rezidiv aufgetreten - 8 Monate nach der OP. Ich bin im Moment nur noch am Heulen und weiß überhaupt nicht mehr weiter. Mir ist buchstäblich der Boden unter den Füßen weggebrochen.
Er bekommt beim TA jetzt wöchentlich Spinnengift und Interferon gespritzt. Hat jemand Erfahrung damit, wie das wirkt?
Wenn der Tumor weiter wachsen sollte, muss ich über eine erneute OP nachdenken. Er ist ja erst neun Jahre alt. Aber was ist, wenn dann wieder etwas nachkommt? Ich kann ihn doch nicht ewig operieren lassen.
Und jetzt einfach den Dingen ihren Lauf lassen möchte ich auch nicht.

Ach, ich bin einfach nur total mutlos und am Ende... :cry:

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Beitragvon Filou » 10.10.2007 13:07

das ist ein harter schlag. hast du mal einen weiteren TA um rat gefragt?
ich drücke die daumen dass das blöde ding nicht weiterwächst und ihr es so in den griff kriegt.
Das letzte, was ich einer Katze nachsagen würde, ist Harmlosigkeit...von Edward Paley

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Beitragvon Teddy » 10.10.2007 13:10

Diese Zeilen sind ein Schock!!!

Oje, welch niederschmetternde Diagnose!

Ich habe keine Erfahrung damit, wenn Du aber in der Suchfunktion Spinnengift eingibst, dann wird Dir eine Menge angezeigt.
Ich hoffe, Du kannst dort gute Infos rausholen.

Die anderen können Dir sicher mehr darüber sagen.

Ich drücke Euch besonders fest die Daumen und wünsche Euch alle Kraft, das durchzustehen!
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Beitragvon Cuilfaen » 10.10.2007 13:14

Hallo Ines!
Es tut mir sehr leid, das zu lesen!
Leider - oder Gott sei Dank - hab ich bisher noch keine Erfahrungen mit Fibrosarkomen sammeln müssen. Ich weiß aber, dass in diesem Thread hier viel über begleitende Gift-Behandlung etc. gesprochen wird und sich dort eine sehr unterstützende Gemeinschaft gebildet hat. Vielleicht magst du da ja ein wenig stöbern oder deine Frage dort nochmal posten (manchmal überliest man ja, was in anderen Threads sonst noch so geschrieben wird, aber in den Thread wird viel hineingeschaut).
Vor allem Manu (tigerentchen), aber auch die anderen haben wohl schon einige Erfahrungen dahingehend sammeln müssen und können dir vielleicht einen Tipp geben.
Ich hoffe, du bekommst dort noch ein paar hilfreiche Infos!!! Und ich drücke ganz fest die Daumen, dass dein Leon wieder gesund wird!!!!!! Und unbekannterweise umarme ich dich auch mal, weil so eine Diagnose einem wirklich die Füße wegziehen kann. Es tut mir leid!!!
Liebe Grüße von Annika mit Anarion, Izzie und Merry
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