Geschwür im Gehörgang

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trulli
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Geschwür im Gehörgang

Beitragvon trulli » 22.09.2005 13:53

Mein armer Kater Bärli (16 Jahre), den ich vor 2,5 Jahren aus dem Tierheim holte (zusammen mit Katze Maxi), hat im Gehörgang ein Geschwür.
Durch die Reizung der Schleimhäute, fühlt er sich gestört, muss sich kratzen. Ich säubere es täglich, da sich braune Kruste bildet und Sekret abgesondert wird. Leider wird der Zustand im letzten halben Jahr zusehens schlechter :cry:
Es wurde auch eine Herzschwäche festgestellt, weshalb er täglich 'Vetmedin' zur Unterstützung bekommt.
Der einzige Ausweg wäre eine OP, bei der sein Gehörgang freigelegt würde und das Geschwür herausgeschnitten wird. Im Anschluss müsste mein sehr empfindlicher, sensibler Kater 2 Wochen eine Halskrause tragen. Meine Tierärztin rät mir aufgrund seiner Herzschwäche und des Alters allerdings von der OP ab. Auch ich habe kein gutes Gefühl dabei und könnte es mir nicht verzeihen, wenn er diese nicht überleben würde. Auf der anderen Seite ist sein Zustand auch so fast nicht mit anzusehen, mittlerweile blutet es sogar ab und an...und auf seinen Schlafplätzen hinterlässt er kleine Plaken von Sekret + Blutgemisch :oops:
Ich bin so ratlos...kann mir jemand einen Anstoß oder Empfehlung geben?
Danke :cry:


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Beitragvon Baum » 22.09.2005 14:12

...hallo auch wenn es sehr schwer fällt lass ihn gehen bei tieren gibt es gott sei dank die möglichkeit sie von ihrem leiden zu erlösen er hat bei dir noch ein paar schöne jahre gehabt und du mit ihm .... aber nun gehe auch den letzten gang und sage ihm das es dann nur besser werden kann
und alles leid von ihm abfällt.... das ist verdammt schwer und glaube mir ich weiss wovon ich spreche..... aber laß ihn nicht wegen deiner gefühle leiden ....

ich wünsche dir die stärke das durch zustehen...


alles liebe
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Beitragvon trulli » 22.09.2005 14:25

Danke für Deine Worte...und ich denke ja auch genau wie Du über dieses Thema und habe diese Situation vor 2 Jahren auch mit dem Kater meiner Eltern durchleben müssen...
Aber bei Bärli ist es eben so, dass er trotz seines Ohrleidens noch so zufrieden wirkt, glücklich und meist fit...wenn er bei mir im Arm schmusen und schlafen darf...dass mir der Gedanke daran, ihn vom 'Leid' zu erlösen nicht ganz leicht fällt.
Man hat ja die volle Verantwortung für das Tier und entscheidet ja schliesslich eigenmächtig, das Leben der Katze zu beenden, ohne zu wissen, ob sie es selbst auch möchte. 1.000 Zweifel! Trotz Tierkinesiologie, die mein TA praktiziert....das ist soooo schwer zu entscheiden.... :cry:

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Beitragvon Baum » 22.09.2005 14:28

.....ich weiss mein kater ist auch noch durch die wohnung gesputet hat mich an jenem morgen noch auf sein art gweckt er hat gefressen wie immer....aber :cry: sorry kann nicht weiter schreiben....
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Beitragvon trulli » 22.09.2005 14:31

Dieses Thema geht einem sooo unter die Haut, ich weiß....und man kann die Bilder und ggf. Gewissensbisse nicht bis nie vergessen... :cry:


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Beitragvon SONJA » 22.09.2005 14:40

Hallo,

also leider kenne ich mich mit Geschwüren so gar nicht aus, aber es sind bestimmt ein paar Experten hier, die Dir Tips geben können.
Eine OP sollte man vermutlich echt vermeiden, angesichts seines hohen Alters und der Herzschwäche.

Ich halte generell nichts davon, Tiere "gehen zu lassen", schliesslich würde ich, wenn ich mal krank sein sollte, auch nicht wollen, dass jemand in meinem Umfeld entscheidet, wann es nun Zeit ist zu gehen. Und auch Leid und Krankheit, Schmerzen und der Tod gehören für mich zum Leben dazu, genauso wie Freude, Glück und Lachen.
Und sicherlich ist die Hauptfrage, wann das nun anzuraten wäre und wann nicht? Und eine Antwort darauf KANN nur eine subjektive Entscheidung sein, die jeder anders fällen würde.

Ich habe noch nie ein Tier einschläfern lassen, sondern habe der Natur ihren Lauf gelassen (natürlich in Absprache mit verschiedenen TAs) und bereue das in keinem Fall. Die Tiere haben, sofern nötig, Schmerzmittel bekommen und sind dann irgendwann, in ihrer gewohnten Umgebung und bei ihren Lieben, entschlummert. Und zwar alle sanft und ohne Schmerzschreie oder ähnliches. Und das finde ich bedeutend humaner, als auf einem Behandlungstisch eine Spritze zu bekommen...

Es gibt da sicherlich Ausnahmen, zB schlimmer Verletzungen durch Autounfälle oder Stürze oder ähnliches. Also Fälle, in denen auch gar keine Verpflegung mehr zu Hause möglich wäre.

So, auch auf die Gefahr hin, dass hier jetzt eine Mega-Diskussion entbrennt, wollte ich das auf jeden Fall mal loswerden...

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wenn es ihm so, wie ich das jetzt verstanden habe, ja noch relativ gut geht, abgesehen von der Belästigung durch das Jucken und der Sekretabsonderung, würde ich auf jeden Fall die Hoffnung nicht aufgeben.

liebe Grüße und viel Glück,
wünscht Dir und Bärli
Sonja
...

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Beitragvon Baum » 22.09.2005 14:49

....er wurde in der op erlöst die ärztin konnte nichts mehr für ihn tun sie kannte ihn von kitten an es war auch fraglich ob er die narkose überlebt hätte da er herzkrank war ..... ich weiss das die entscheidung richtig war...
aber es tut weh...


wir waren die ganze zeit bei ihm nur nicht wären der op...weiss bis heute nicht wie ich den weg nach hause gefunden habe... dann sind wir in den garten.... mein mann hat ihn reingelegt....ich konnte das nicht er sah aus
als ob er grade auf gewacht war...
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Beitragvon Baum » 22.09.2005 14:56

hallo sonja,

ich finde es auch nicht ok wenn man damit zu schnell ist aber in manchen
fällen ist das das ende eines langen leidensweges....ich bin selber unheilbar krank und würde mir für mich wünschen wenn es garnicht mehr geht das auch für mich jemand diese entscheidung treffen könnte...
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Beitragvon trulli » 22.09.2005 14:59

Hi Sonja, Deine cats sehen ja süß aus :)
Danke für den Beitrag...er beruhigt mich etwas....
Man glaubt nicht, welche Salben, Tropfen und Reinigungsmittel wir schon probiert haben...Homöopatisches..und tierkinesiologische Sitzungen ich schon mit ihm hinter mir habe! Aber ich will ihn auch noch nicht aufgeben und spüre auch nicht von ihm aus, dass er 'nicht mehr leben will'. Ich muss eben in kleinen Zeitabschnitten denken und dankbar für jeden Tag sein. Vielleicht gibt mir doch noch ein TA in diesem Forum einen professionellen Tipp?!?

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Beitragvon Filou » 22.09.2005 17:58

wenn der ta-besuch nicht zuviel stress für bärli bedeutet, würde ich ihn einem 2. ta vorstellen und mir dessen meinung einholen.
denn dies ist eine entscheidung, die sehr sorgfältig gefällt werden muss. quält sich das tier, macht es sicher keinen sinn. ist er ansonsten mopsfidel, sehe ich es wie sonja: die hoffnung stirbt zuletzt.
halt uns auf dem laufenden
Das letzte, was ich einer Katze nachsagen würde, ist Harmlosigkeit...von Edward Paley

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