Klickertraining

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Khitomer
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Klickertraining

Beitragvon Khitomer » 30.11.2010 22:00

Hoffe, das gehört hier her... Hab ja für Emilio das Klicker kurz erklärt und kopiere das jetzt hier her. Ergänzungen sind gerne gesehen.

Voraussetzungen:

1. Man brauch einen Klicker. Man sollte sich einen suchen, der sich in der Lautstärke regulieren lässt. Die meisten Klicher sind für Hunde gedacht und für draussen, daher sind die ziemlich laut und manche Katzen - zB Masai - erschrecken richtig davon.

2. Man muss herausfinden, was man als Belohnung anbieten kann. Wenn die Katze verfressen ist und Leckerchen mag, dann hat man keine Probleme. Man soll aber schon was finden, dass die Katze besonders gerne mag. Andere sind glücklich, wenn man ihnen ein Spielzeug zur Belohnung gibt. Rico hat nur gelernt, seine Tabletten zu nehmen, weil für ihn die grösste Belohnun ist, raus in den Garten zu dürfen. Und dann geht es einige Zeit, bis er wieder kommt. :lol: Diese Form der Belohnung ist also für Klickern ungeeignet.

1. Lektion im Klickern.
Man muss der Katze beibringen, dass ein Klick = ein Leckerchen bedeutet. Man klickt also einmal und gibt dann ein Leckerchen. Der zeitliche Abstand zwischen Klick und Leckerchen sollte ca 1 Sekunde sein. Das widerholt man so lange, bis die Katze das begriffen hat (ca 10 bis 20 mal). Dann übt man einen Tag später wider, um zu sehen, ob die Katze sich erinnert. Und wenn das klapt, kanns los gehen.

Es gibt verschiedene Arten von Klickertraining.
1. Man weist die Katze an, was sie machen soll. Bsp: Wenn die Katze sich setzen soll, nimmt man ein Lexkerchen in die Hand und führt diese von vor der Nase über den kopf nach hinten. So sollte sich die Katze automatisch setzen. Wenn das die K kann, dann beginnt man, gleichzeitig das Kommando zu sagen.

2. Man lässt die Katze selbst herausfinden, was man gerne von ihr will respektive man lässt die K was machen und wenn man denkt, dass ist süss, dann klickt man. Bsp; Ich warte miteinem Leckerchen in der hand, dass die K was macht. K kommt und schnuppert und versucht mit der Pfote, das Leckerchen von der Hand zu bekommen. Das kann man klicken und daraus "give me 5" entwickeln.

Die Entwicklung eines Verhaltens geht langsam. Bsp; Die K soll auf ein Schemmelchen sitzen. ERst klickt man, wenn die Katze sich dem Schemmelchen nur schon nähert. Dann, wenn K eine Pfote drauf setzt. Dann 2 Pfoten usw... Dann steht die Katze drauf und zuletzt sitzt sie.

3. Übungen mit dem Target. Man benutzt ein Stab mit deutlich sichtbarem Ende (farbiges Klebband drum). Das Ziel ist, dass die K dem Target folgt. Man startet, dass man klickt, wenn die K am Stabende schnuppert. Wenn das sitzt, kann man den Stab bewegen und die Katze nachfolgen lassen, erst nur kurz und dann länger. Masai hat so gelernt, durch einen Ring zu springen.


Zur stärkung des Selbstbewustseins ist punkt 2 besonders gut, weill die K so denkt, dass sie ihren Menschen dazu bringt, ein Leckerchen zu geben. Die K ist also die Bestimmende.

Das war so mal eine Kurzfassung.
Liebe Grüsse, Khito

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Sahmet
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Re: Klickertraining

Beitragvon Sahmet » 01.12.2010 10:19

Ich finde, man kann auch ganz einfache "Geräte" zum Klickern nehmen (nur halt immer dieselben!). Ich nehme einen ganz billigen Knackfrosch aus dem Spielzeugladen - der ist nicht laut und außerdem so klein, dass er sogar mit Leckerlis zusammen in eine Hand passt. Man kann auch einen Kugelschreiber nehmen. Wichtig ist halt bloß, dass es ein neutrales Geräusch ist. Die menschliche Stimme ist je nach Stimmung emotional gefärbt.


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