Kater Ozzy kratzt sich Wunde auf - s. Seite 2

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leboef
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Kater Ozzy kratzt sich Wunde auf - s. Seite 2

Beitragvon leboef » 27.10.2006 02:00

Hi, ich hoffe, man kann mir hier ein bisschen helfen, ich hab ein Problem mit meinem Mikesz und bin mittlerweile nur noch ratlos...

Begonnen hat das Ganze etwa vor einem halben Jahr. Eines Morgens bemerkte ich, dass mein Mikesz eine blutige Kratzwunde an seinem Kopf hatte. Da er beim Rennen durch die Wohnung schon öfters "Kontakt" mit Türen etc hatte, dachte ich mir, er wäre einfach wieder mal irgendwo gegengeknallt und hätte sich dabei die Wunde zugezogen. Ich habe seine Wunde damals ausgewaschen und mich nicht weiter drum gekümmert. Diese Wunde ist dann auch in einer Woche zu fast 100% verheilt - bis eines Morgens die Wunde schon wieder blutig war! Hab diese dann wieder ausgewaschen, diese Wunde ist dann wieder fast komplett verheilt - und dann hatte sie mein Kater dann doch wieder aufgekratzt. Das ging ungefähr einen Monat lang so.

Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und bin zum Tierarzt gefahren. Dieser hat den Mikesz dann auf Pilze/Milben/Schimmel etc. untersucht - und nichts gefunden (alles andere hätte mich auch gewundert, wo der Mikesz doch ein reiner Stubentiger ist). Eine Salbe habe ich bekommen, mit dem Versprechen, dass die Wunde in einer Woche verheilen würde. Das mit der Woche stimmte auch, die Wunde war fast komplett verheilt, aber leider hat der blöde Kater die Wunde nach der Behandlung mit der Salbe dann doch wieder aufgekratzt!

Und ab dann war das immer dieses leidige hin und her. Wunde blutig, wird gewaschen und mit Calendula-Tinktur behandelt (den Tipp habe ich aus diesem Forum), Wunde verheilt fast vollständig - und wird wieder aufgekratzt.

Habe dem dann irgendwann entnervt eine Halskrause verpasst und diese nicht abgenommen, bis diese alte Wunde wirklich zu 100% heil war und auch keine Kruste mehr zu spüren war. Irgendwann, so ca. nach 2 Wochen, war es an der Zeit, die Krause wieder abzunehmen. Ich war wirklich sowas von glücklich, dass ich ihm dieses Ungetüm vom Hals nehmen konnte, und habe fest daran geglaubt, dass diese blöde Geschichte endlich zu Ende wäre. Doch was passierte? Das allererste, wirklich das allerallererste, was dieser dämliche Kater gemacht hat, war sich zu verstecken und diese Wunde wieder bis aufs Blut aufzukratzen! Er hatte die Krause nicht mal eine Minute ab, und schon war die Stelle wieder blutig!

Es ist übrigens immer die selbe Stelle, links am Kopf unter dem Ohr. Fotos kann ich gerne zeigen.

Ich bin jetzt wirklich mit meinem Katzen-Latein am Ende. Und den Nerven sowieso. Tierarzt, Calendula, Halskrause, gut zureden, ihn anschreien, mit Wasser bespritzen - bringt alles nichts. Wenn er sich kratzen will, versteckt er sich einfach irgendwo und kratzt, bis das Blut spritzt. Ich habe teilweise sogar Blutspritzer von der Wand waschen müssen(!).

Momentan ist es so: Trägt die Krause solange, bis die Wunde verheilt ist, dann kommt sie ab. Und wenn die Wunde wieder da ist, dann kommt die Krause wieder dran. Im 3-Tages-Rhythmus. Aber das ist echt kein Zustand... :-(

Es ist fast so, als ob er den Geschmack seines Blutes mögen würde - die abgefallenen Blutkrusten verputzt er recht gerne, und nach dem Kratzen leckt er auch immer intensiv seine Krallen.

Bin wirklich für jeden konstruktiven Beitrag dankbar!345
Zuletzt geändert von leboef am 13.05.2007 21:59, insgesamt 1-mal geändert.


Bienchen
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Beitragvon Bienchen » 27.10.2006 02:13

Hallo leboef,

erst mal: Herzlich Willkommen hier! :flower:

Was sind denn noch für Untersuchungen vom TA gemacht worden? Denn es klingt ja schon so, dass eine tieferliegende Ursach der Grund für's immer neue aufkratzen ist.
Ihr könntet z.B. von der Stelle, die er sich immer wieder aufkratzt, eine Hautstanze machen lassen (ich weiß allerdings nicht, ob man das überall machen kann), da werden auch tieferliegende Stellen untersucht. Hautgeschabsel könnten eventuell auch Ektoparasiten ans Tageslicht bringen, die man mit bloßem Auge nicht sieht - auch reine Wohnungskatzen können daran erkranken, auch wenn die Gefahr natürlich geringer ist als bei Freigängern - aber wir selbst können ja doch auch allerhand mitbringen von draußen ;)
Konntet ihr einen Zusammenhang mit dem Futter feststellen? Obwohl die Beschränkung auf diese einzige Stelle eher nicht nach Futtermittelallergie klingt...
Wurde eine Blutuntersuchung gemacht?
Es gibt äußerst viele Möglichkeiten als Ursachen, die Juckreiz verursachen können, nur Milben und Pilz auszuschließen, reicht da wohl leider nicht.

Wir haben mit Chico auch das Problem seit Juni diesen Jahres, dass sie sich ständig Stellen am Hals blutig kratzt. Da eine Halskrause diese Stellen nur noch mehr gereizt hätte, konnten wir das natürlich auch nicht machen (zumal so eine Ding für Chico auch den reinsten Stress bedeutet hätte, was dem Juckreiz natürlich nicht unbedingt abträglich ist). Wir haben ihr dann einen Body gebastelt (Bilder stelle ich auch bald mal 'rein), so dass die Stellen am Hals bedeckt sind. Den bekommt sie nun stundenweise aus, damit sie sich das Fell putzen kann, bis sie wieder anfängt, zu kratzen.
Leider wissen wir selbst auch noch nicht wirklich, woran es liegt (kannst du bei Interesse alles im Thread "Allergie oder "nur" Fellwechsel?" nachlesen ;)
Ich kenne das also auch, dass einen das total fertig machen kann - mir hat's eine zeitlang wirklich alles zusammengekrampft, wenn ich gesehen habe, dass Chico sich kratzt...

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Ursachensuche und berichte doch bitte darüber!
Und natürlich wünsche ich Dir hier noch viel Spaß!

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Beitragvon elfmerlin » 28.10.2006 13:05

Ich kann gut verstehen, dass man da die Verzweiflung kriegt. Auch mir kam der Gedanke, dass da doch etwas nicht in Ordnung ist, wenn er sich immer wieder an der gleichen Stelle kratzt. Bienchen hat es ja gut erklärt, was es noch für Möglichkeiten gibt. Ich weiß ja nicht, wie du mit deinem TA zufrieden bist, vielleicht doch mal einen anderen konsultieren. Vielleicht mal vorher telefonisch Nachfragen. So würd ich es machen.

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Beitragvon leboef » 29.10.2006 00:17

als erstes einen lieben Dank für die Antworten!


@Bienchen: Habe mich gerade durch deine Leidensgeschichte mit deiner Chico durchgearbeitet! Wir scheinen ja echte Leidensgenossen zu sein!
Habe stellenweise richtig mitgefühlt, denn bei dir scheint die Geschichte ja noch viel schlimmer zu sein. Ich möchte dir aber auf jeden Fall für all die Informationen danken! War wirklich sehr aufschlussreich!

Ich würde meinem Mikesz auch liebend gerne so einen Body aufsetzen, aber das wird bei mir leider nicht möglich sein, da er alles Fremde am Kopf (Pflaster, Binden etc..) sofort weghaben muss.
Mein Tierarzt hat den Mikesz unter Schwarzlicht untersucht, und ihm auch eine Spritze gegeben (was genau die gemacht hat, das hab ich leider wieder vergessen - irgendwas gegen die Wunde)

Auf die Hautstanze werde ich besser verzichten - nachdem ich gelesen habe, was für einen Horror du damit durchstehen musstest, lasse ich da auf jeden Fall die Finger von!

@ eis: Das kann ich nicht mit 100%tiger Sicherheit sagen - habe den TA einfach machen lassen und den Moment einfach verpennt... :(
Es ist aber die Stelle zwischen Ohr und Auge, also nicht direkt am Ohr, daher kann ich Ohrprobleme wohl ausschliessen. Außerdem liebt es mein Mikesz, am Ohr gekrault zu werden - bei einer Ohrentzündung würde er glaube ich anders reagieren.

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Beitragvon Bienchen » 29.10.2006 00:31

Du solltest dich durch meinen Bericht nicht von einer Hautstanze abschrecken lassen - vor der Sedierung, die nötig war, hatte ich so eine Angst, weil Chico schon einmal sehr empfindlich darauf reagiert hatte. In aller Regel ist das aber kein Problem. Die Hautstanze kann Aufschluss darüber geben, ob die tieferen Hautschichten auch mit betroffen sind oder ob es nur die äußere Hautschicht ist. Außerdem können hormonelle Ursachen untersucht werden und es kann nach Anzeichen für eine Autoimmunerkrankung geschaut werden.
Aber Du könntest erst einmal ein Hautgeschabsel machen lassen, das ist überhaupt kein Problem. Damit kann nach Ektoparasiten geschaut werden, die auf der Haut sitzen könnten, die man aber nicht sieht. Auch mögliche Hautpilze können damit gefunden werden. Sprich' Deinen TA mal darauf an.
Wurde eine Blutuntersuchung gemacht? Wenn noch nicht, würde ich ein großes Blutbild machen lassen und auch die Allergiewerte testen lassen (die heißen, glaube ich, IGE und IGG).

Da "mein" Thread schon so lang geworden ist, weiß ich gar nicht mehr bis in alle Einzelheit, was ich dort gepostet habe :oops: Eventuell solltest Du deinen TA auf Autoimmunerkrankungen ansprechen, das war bei Chico am Anfang auch vermutet worden.
Im Prinzip kann man nur hoffen, dass es durch Pilze oder Parasiten hervorgerufen wird und so im Endeffekt recht leicht behandelbar ist... *seufz*

Ich drücke Dir die Daumen und knuddel' mal deinen Mikesz mal von mir!


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Beitragvon Bienchen » 08.11.2006 22:46

Hallo leboef,

wie sieht's aus? Wie geht's Mikesz??? Warst du nochmal beim TA bzw. was hast Du unternommen??? Würde mich sehr über ein kleines Update freuen!

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Beitragvon leboef » 09.11.2006 20:48

Hi Bienchen,

habe leider nicht viel neues anzubieten, denn es hat sich leider nichts geändert, und ich kann leider auch keine Tendenz zum besseren oder schlechteren bemerken. :oops:

Mein Mikesz ist putzmunter, spielt sehr und beißt gerne (meine Hand ist wieder mal schön zerkratzt :lol: ) - aber das mit dem Kratzen hat leider nicht aufgehört. Er trägt nach wie vor die Halskrause, die er pro Tag für eine gewisse Zeit abbekommt. Und die kommt erst wieder dran, wenn es so ausschaut, dass er sich wieder kratzen will. Das kann aber auch mehrere Stunden dauern - ich weiß also immerhin, dass es ihn an dieser Stelle nicht ständig juckt - wenn es das überhaupt tut.

Er wird die Halskrause jetzt für mindestens einen Monat tragen, bis die Wunde wirklich komplett und nicht nur oberflächlich verheilt ist. Denn da ich zu 99% sicher bin, dass es sich um keine Allergie handelt, möchte ich herausfinden, ob er sich diese Wunde vielleicht gar nicht bewusst so stark kratzt. Katzen kratzen sich ja nun mal, und vielleicht kratzt sich mein Mikesz mit seiner ganz "normalen" Stärke - nur dass die Wunde für die normale Stärke vielleicht doch nicht ausreichend verheilt ist. Dafür spricht, dass er sich auf der anderen Seite des Kopfes kratzen darf - und da hat er keine Wunde.

Das ist also der momentane Stand der Dinge. Zum TA fahr ich wirklich nur ungerne, weil das das letzte mal für den Mikesz schon starken Stress bedeutet hat. Ich hab' halt so einen kleinen Angsthasen erwischt ;-) Und für mich ist das auch nicht so leicht, wenn ich sehe wie ihm in der Transportbox die Knie schlottern - wortwörtlich.

Und ich beobachte auch weiter deinen "Allergie" Thread und bin auf das Ergebnis deiner Schimmelpilzanalyse gespannt - vielleicht kann ich aus dieser auch für mich neue Schlüsse ziehen!

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Beitragvon Bienchen » 09.11.2006 21:59

Immerhin kannst Du Mikesz die Krause jeden Tag auch für mehrere Stunden ausziehen. Das ist doch schon mal was!
Warum schließt Du eine Allergie aus? Leider können Katzen ja auch gegen alles mögliche allergisch sein - das herauszufinden, ist allerdings extrem schwierig...
Hat dein Mikesz lange Krallen? Es könnte natürlich wirklich sein, dass einfach die Stelle am Kopf bisher nie gut genug abgeheilt war und sie deswegen sehr schnell wieder aufgeht, sobald er sich dort normal kratzt.
Ich denke, es ist auf jeden Fall gut, jetzt erst mal ihm die Krause an zu lassen. Ich hoffe sehr für euch, dass die Wunde dann so verheilt ist und das wirklich daran lag, dass ihr dann Ruhe habt.
Wie kommt Mikesz eigentlich mit der Halskrause klar?

Es freut mich, dass ich mit meinem Thread doch immerhin ein bisschen weiterhelfen und meine Erfahrungen weiter geben kann :)

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du hier auch ab und zu berichtest, wie es bei euch weitergeht!

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Beitragvon leboef » 11.11.2006 23:20

Ja, es tut echt gut, sich hier mal auszutauschen! Als ich diesen Thread erstellt habe, war ich schon mit meinen Nerven fertig, aber es tut gut zu wissen, dass man nicht alleine leidet! :D

Mit der Halskrause kommt er überraschend gut klar (im Gegensatz zu Pflastern oder Binden vorher) - er läuft zwar immer vor mir weg, wenn er sieht, dass ich sie ihm wieder ankleide, aber wenn sie erstmal dran ist, dann ist er so putzmunter wie vorher. Das einzige Problem ist eigentlich nur, dass sie so sperrig ist. Ich würde ihm eigentlich lieber so wie bei der Chico einen Body geben, dann könnte er wieder problemlos in seine Katzentoilette. Aber er möchte leider nichts am Kopf haben...

An eine Allergie glaube ich deswegen nicht, weil wir ihn seit 2,5 Jahren haben, und die Kratzerei erst vor einem halben Jahr angefangen hat. Und mir fällt einfach nichts ein, was sich geändert haben könnte - weder in der Wohnung an sich noch beim Futter oder dem Katzenstreu. Wir haben auch keine neuen Pflanzen oder ähnliches. Und es ist ja immer nur die eine Stelle - wenn er wirklich eine Allergie hätte, dann vermute ich, dass er sich längst eine weitere Stelle aufgekratzt hätte.

Im Moment versuche ich mich als Katzenpsychologe :D Ich versuche herauszufinden, ob diese Kratzerei nicht vielleicht eine psychologische Ursache hat. Das klingt etwas weit hergeholt, aber vielleicht fühlt sich mein Mikesz (ist ja ein Stubentiger) ja unterfordert - oder gar gelangweilt. Vielleicht sollte ich ihm einfach eine Maus kaufen, die er jagen kann... :lol:
Naja... irgendwas in der Art halt. Vielleicht fehlt es im einfach an irgendwas. Ein schöner, neuer Kratzbaum... Ein Napf aus Gold... Es ist wirklich zu blöd dass er es mir nicht sagen kann... ^^

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Beitragvon Bienchen » 11.11.2006 23:38

leboef hat geschrieben:An eine Allergie glaube ich deswegen nicht, weil wir ihn seit 2,5 Jahren haben, und die Kratzerei erst vor einem halben Jahr angefangen hat. Und mir fällt einfach nichts ein, was sich geändert haben könnte - weder in der Wohnung an sich noch beim Futter oder dem Katzenstreu. Wir haben auch keine neuen Pflanzen oder ähnliches. Und es ist ja immer nur die eine Stelle - wenn er wirklich eine Allergie hätte, dann vermute ich, dass er sich längst eine weitere Stelle aufgekratzt hätte.

Was füttert ihr denn? Es könnte nämlich sein, dass sich die Zusammensetzung des Futters geändert hat und jetzt etwas drin ist, was vorher nicht drin war... Aber es stimmt schon, dass es nur die eine Stelle ist, klingt nicht unbedingt danach.

leboef hat geschrieben:Im Moment versuche ich mich als Katzenpsychologe :D Ich versuche herauszufinden, ob diese Kratzerei nicht vielleicht eine psychologische Ursache hat. Das klingt etwas weit hergeholt, aber vielleicht fühlt sich mein Mikesz (ist ja ein Stubentiger) ja unterfordert - oder gar gelangweilt. Vielleicht sollte ich ihm einfach eine Maus kaufen, die er jagen kann... :lol:
Naja... irgendwas in der Art halt. Vielleicht fehlt es im einfach an irgendwas. Ein schöner, neuer Kratzbaum... Ein Napf aus Gold... Es ist wirklich zu blöd dass er es mir nicht sagen kann... ^^

Ach ja, wenn sie es uns nur sagen könnten :roll:
Aber das mit der Unterforderung finde ich gar nicht so weit hergeholt. Wie alt ist Mikesz denn? Und habt ihr noch eine zweite Katze? Vielleicht langweilt er sich ja und hätte gerne einen Katzenkumpel 8)

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Beitragvon leboef » 29.11.2006 01:55

Sorry erstmal für die späte Antwort....

Zu den Fragen: Das mit dem Futter ist beim Mikesz halt so eine Sache. Manchmal will er Futter A, am nächsten Tag aber nicht mehr, sondern Futter B, und dann mag er für eine Woche nur noch Futter D, bis er irgendwann wieder bei Futter A landet. Aber auch nur für 2 Tage... Denn dann will er Futter C.
Du siehst also: Selbst wenn er auf ein bestimmtes Futter allergisch reagieren würde - der ist so unglaublich launisch, es wäre kaum möglich, es eindeutig festzustellen. Beim Trockenfutter ist es ähnlich...

Der Mikesz ist 2 Jahre alt, seit 1,5 Jährchen haben wir ihn. Wir haben ihn von einem befreundeten Bauern bekommen, das erste halbe Jahr seines Lebens durfte er frei herumlaufen. Manchmal hab ich da schon Schuldgefühle, weil er nicht mehr im Gras rumtrollen kann...
Ich hab auch schon daran gedacht, einen Kumpel für ihn zu holen, aber leider sind die anderen Menschlichen Mitbewohner dagegen. :cry:


Ein kleines Update mit einer guten und einer schlechten Nachricht habe ich aber:

Die gute Nachricht ist, dass die Wunde von Mikesz sehr gut verheilt war und wir ihm vor 3 Tagen komplett die Krause abnehmen konnten. Er durfte sich auch die besagte Stelle kratzen. Und anfangs hat es auch so ausgesehen, dass meine Theorie von der nicht vollkommen verheilten Wunde richtig war. Denn er hat sich richtig stark gekratzt (man hat es gesehen, mit was für einer Vehemenz er sich kratzt) - die Wunde konnte er nicht wieder aufreissen.

Die schlechte Nachricht ist: Nach 3 Tagen hat er die Stelle so lange bearbeitet, dass wir jetzt wieder ganz am Anfang sind und er wieder eine rote Wunde an der selben Stelle hat. :x

Ich habe aber seit ein paar Tagen die Befürchtung, dass ich vielleicht selber die Schuld daran trage, dass er sich die Stelle kratzt. Ich neige dazu, diese Stelle immer wieder zu befühlen, zu streicheln etc... Um herauszufinden, ob er vielleicht eine neue Kruste gebildet hat o.ä. Eigentlich auch schon aus Gewohnheit :lol:
Mir ist der Gedanke gekommen, dass er das vielleicht überhaupt nicht mag! Könnte ja sein, dass meinen Geruch oder den Geruch der Seife nicht mag. Jedenfalls habe ich mir selbst fürs erste ein Berührungsverbot erteilt, zumindest an der Stelle. Vielleicht bringt ja das etwas.

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Beitragvon Bienchen » 29.11.2006 10:12

Och Mensch, ich hatte so für euch gehofft, dass es "nur" daran lag, dass die Wunde nie so richtig zur Ruhe gekommen ist und vollständig verheilen konnte...

Jetzt würde ich Dir wirklich an's Herz legen, mit ihm nochmal zum TA zu gehen und ihn gründlich durchchecken zu lassen - er kann ja nicht weiter immer wieder die Halskrause tragen müssen, das ist ja kein Leben für so einen jungen Kater...

Zu den Allergien muss man sagen, dass sie ja jederzeit entstehen können - das muss nicht von Anfang an so gewesen sein. Wir Menschen können ja auch Allergien im Laufe unseres Lebens entwickeln und so ist es bei Katzen auch!

Ich denke, es wäre dringend notwendig, mal ein vollständiges Blutbild bei Mikesz machen zu lassen, wenigstens um organische Ursachen ausschließen zu können! Dabei sollten die Werte aller Organe (Leber, Niere, Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse, usw.) untersucht werden. Bei einem Blutbild kann mann auch einen Hinweis darauf bekommen, ob es sich um eine Allergie handelt oder nicht (es gibt die Eosinophilen Granulozyten, die bei Erhöhung auf eine Allergie deuten, wobei sie nicht erhöht sein müssen - siehe Chico).

Und ich würde Dir empfehlen, so eine Art "Tagebuch" zu führen, wo ihr alles mögliche festhaltet - Wetter, besondere Begebenheiten, wann und was gefüttert wurde, wieviel er sich gekratzt hat (wir haben da ja mittlerweile eine Skala von 0-9, woran man ganz gut Tendenzen sehen kann).

Und vielleicht gibt es bei Dir in der Nähe auch einen TA, der auf Dermatologie spezialisiert ist? Wir sind ja mit Chico jetzt bei einer Spezialistin und das macht schon einen Unterschied!

Hat Mikesz denn einen sehr starken Drang nach draußen (steht er maunzend vorm Fenster oder der Tür)?

Ich glaube übrigens nicht, dass er sich kratzt, nur weil Du ihn dort berührst und die Stelle befühlst - klar macht ihm das die Stelle wahrscheinlich bewusster, aber es ist ja auch entstanden, ohne dass Du die Stelle befühlt hattest... ;)

Bitte geh' doch noch mal zum TA (eventuell auch zu einem anderen als das letzte mal, wenn der nicht mehr weiter wusste, lass' Dir dann aber die Untersuchungsunterlagen vom alten ausdrucken, damit der neue die dann vorliegen hat und nicht die Untersuchungen nochmal machen muss), um das abklären zu lassen, denn die ständigen Wunden sind ja für's Immunsystem des Katers nicht gerade positiv, das kann sich ja auch entzünden...

Viel Erfolg und berichte bitte weiter! Und einen Knuddler an Mikesz ;)

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Beitragvon Bienchen » 05.12.2006 12:01

Wie sieht's aus, gibt's was neues von Mikesz?

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Beitragvon leboef » 12.12.2006 01:08

Leider nicht... Er hat einen neuen Kratzbaum und einen neuen Napf bekommen, aber es scheint ihm doch egal zu sein. Aber der schöne grosse Kratzbaum war wohl eher für mich :lol:

Ich versuche ja nach wie vor herauszufinden, ob die Kratzerei eine psychologische Ursache hat. Ich habe mit einer Freundin telefoniert, die auch ein Kratzproblem hatte. Es hat sich herausgestellt, dass die Kratzerei stressbedingt war. Ihr Kater hatte wohl "Ärger" mit einer anderen Katze in der Nachbarschaft oder ähnliches. Jedenfalls hat sie den Kater nicht mehr aus der Wohnung gelassen und die Wunden mit irgendeinem Jod (Name leider schon wieder vergessen...) behandelt. Und sie hat gesagt, dass das Problem damit behoben wurde. Der Kater würde sich immer noch kratzen, aber ganz normal - wie es Katzen eben tun.

Allerdings ist mein Mikesz eben ein Stubentiger. Ob und welchen Stress er hat/haben könnte, darüber zermartere ich mir grade den Kopf.


Und - ermutigt von deinen positiven Erfahrungen mit dem Allergietest - ich überlege, ob ich ich nicht vielleicht doch auch einen machen lasse. Das Problem ist nur... ich bin Pleite! 200 Euros für so einen Test kann ich leider nicht mal eben so springen lassen... :cry:

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Beitragvon Bienchen » 12.12.2006 09:19

Ich wollte gerade auch genau das vorschlagen: Frag' mal nach einer Ratenzahlung! Wir mussten das Geld für den Test auch zusammenkratzen und das Futter tut jetzt sein übriges, dafür geht es Chico aber auch wesentlich besser! Das war es mir allemal wert, Chico endlich von ihrem Juckreiz zu befreien!
Oder Du versuchst wirklich mal, eine Zeit lang nur eine Futtersorte (mit nur einer Fleischsorte drin) zu füttern um zu sehen, ob's besser wird - wenn ja, könntest Du erst mal dabei bleiben...

Das mit dem Kratzbaum und neuen Sachen allgemein kenne ich - nur neue Sachen, die nicht für Chico sind, findet sie super interessant, alles was wir extra für sie kaufen wird ignoriert - so sind sie halt manchmal ;)

Ich drücke die Daumen, dass ihr auch bald einen Weg findet, Mikesz vom Juckreiz zu befreien!



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