Giardien

Parasiten, Zoonosen, Haut- & Fellerkrankungen, Katzenflöhe, Milben, Zecken, Würmer, Giardien, Schuppen, allergische Hauterkrankungen

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Neram
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Giardien

Beitragvon Neram » 10.07.2006 22:48

Kennt jemand von euch sich mit Giardien aus?
Wäre schön ein paar Erfahrungsberichte zu lesen.
Unseren Sultan hat es nämlich Erwischt. Nachdem sein Durchfall einfach nicht enden wollte und alle Versuche nichts gebracht haben wurde eine Stuhlprobe untersucht und raus kam. Sultan hat Giardien. Er bekommt jetzt 6 Tage Panacur.
Liebe Grüße, Maren

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Traumflocke
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Meine hatten auch Giardien

Beitragvon Traumflocke » 10.07.2006 22:54

Meine beiden haben auch Panacur bekommen. Bei dem einen hat es gehofen, bei dem anderen hat nur Antibiotika geholfen.

Hier was ich im Internet noch zu dem Thema hatte: Und gute Besserung deiner Katze!



- von Dr. med. vet. Ruth Wissler, © zooplus -

Eine relativ unbekannte, exotische Erkrankung bei Katzen

Nicht nur Menschen, die niemals in südlichen Gefilden Urlaub gemacht haben, können sich mit eingeschleppten Krankheiten infizieren. Wie zum Beispiel der Postbote in der Nähe des Züricher Flughafens, der an Malaria erkrankte, obwohl er die schöne Schweiz nie verlassen hatte. Auch bei Tieren werden immer häufiger 'exotische Erkrankungen' ohne zurückliegende Auslandreisen festgestellt. Ein zwar nicht akut lebensbedrohliches, aber trotzdem nicht weniger unangenehmes Problem ist der Befall mit Giardien.

Was sind Giardien?

Es handelt sich um einzellige Parasiten, die sich im Dünndarm der Wirtstiere oder auch des Menschen tummeln und scheinbar unbehandelbare Durchfälle verursachen. Da es sich um Darmparasiten handelt, die eigentlich nur in den südlichen Regionen vorkommen, denkt auch der Tierarzt bei Durchfallerkrankungen nicht sofort an eine Giardieninfektion. Die üblichen Untersuchungen von Kotproben bringen zumeist keine positiven Ergebnisse, da Giardien nur mit einem speziellen Untersuchungsverfahren (ELISA) nachweisbar sind, welches wesentlich sensitiver testet.

Diese Untersuchung wird in den Labors aber nicht routinemäßig durchgeführt, da diese Erreger in unseren Breitengraden bisher selten auftraten. In verschiedenen Städten, so zum Beispiel München, wird die Ausbreitung der Giardien allerdings schon seit 1995 beobachtet.

Wie äußert sich bei Katzen ein Befall mit Giardien?

Von dieser Erkrankung sind vorwiegend Katzenwelpen und Jungkatzen betroffen. Sie zeigen außer anhaltendem, therapieresistentem Durchfall meist keine weiteren Symptome. Die meisten Tiere sind munter und haben einen völlig normalen Appetit, nehmen aber rapide ab (sie “kümmern”). Auffällig ist allerdings, dass - sofern man sich zu einer Geruchsprobe überwinden kann - die 'Bescherung' fast angenehm, süßsauer-aromatisch riecht, im Gegensatz zu den sonstigen Durchfällen. Auch die Farbe ist eher freundlich, nämlich hell und gelblich, statt wie sonst dunkel und braunschwarz oder graugrün.

Wie stecken sich Katzen hierzulande an und besteht Ansteckungsgefahr
für andere Tiere und den Mensch?

Bei Katzen, die von mitleidigen Tierfreunden aus Mittelmeerländern wie Tunesien und Marokko oder anderen warmen Regionen mitgebracht werden, ist klar, daß sie die netten Darmbewohner von dort eingeschleppt haben. Eine Weiterverbreitung hierzulande erfolgt von Tier zu Tier über den Kot. Gerade bei freilaufenden Katzen kommt es dann zu einer epidemieartigen Ausbreitung im Katzenrevier. Die Übertragung der Giardien vom Menschen auf den Hund wurde bereits im Jahr 1983 nachgewiesen. Umgekehrt sind natürlich auch infizierte Hunde und Katzen mögliche Infektionsquellen für den Menschen - insbesondere für Kinder.

Was kann man gegen diese hartnäckige Durchfallerkrankung machen?

Da Giardien Parasiten sind, lassen sie sich nicht mit den üblichen Antibiotika bekämpfen. Diäten, die die Darmschleimhaut beruhigen, oder andere Therapieverfahren sind aussichtslos, auch die sonst verwendeten Wurmmittel können diesen Parasiten nicht das geringste anhaben. Nur ganz spezielle Medikamente, die gegen derartige Parasiten wirksam sind, können Abhilfe schaffen.

Ergänzung der Webmasterin:

Hierbei handelt es sich entweder um die Wirkstoffe Metronidazol (z.B. Clont) oder Fenbendazol (Panacur). Letzteres dürfte zunächst das Mittel der Wahl sein, da es weniger Nebenwirkungsgefahr birgt.
Was vielerorts noch nicht bekannt ist: Die empfohlene Dosis von 50 mg pro kg Körpergewicht muss lt. telefonischer Auskunft des Herstellers 5 Tage hintereinander verabreicht werden, danach ist 3 Tage zu pausieren, um anschließend wiederum eine 5-tägige Gabe anzuschließen. (Im Beipackzettel ist nur von einer 3-tägigen Gabe die Rede, was darin begründet liegt, dass es sich hier um die Wurmbehandlung nicht um die Giardienbehandlung handelt!!!)

Also hier noch einmal die Verabreichungsroutine lt. telefonischer Auskunft des Herstellers im Überblick:
5 Tage Gabe, 3 Tage Pause, 5 Tage Gabe...

Lt. telefonischer Auskunft des veterinärmedizischen Labors “Laboklin” sollten vor dem nächsten ELISA-Test 10 Tage (gerechnet ab der letzten Verabreichung) vergangen sein.

Sollten beide Medikamente nicht zum Erfolg führen, gebe ich hier eine persönliche Erfahrung in einer von mir betreuten Pflegestelle weiter: Wir hatten einen mit Giardien befallenen Wild-Wurf aufgenommen, bei dem weder Fenbendazol noch Metronidazol anschlug. Der Durchfall war einfach nicht zu stoppen und die Tests fielen immer wieder positiv aus, und zwar über viele Wochen bzw. sogar Monate. Ich entschied daraufhin, dass es einen Versuch wert sei, einen alternativen Weg einzuschlagen, und verabreichte über 10 Tage Kolloidales Silber (50 ppm, 2 x täglich je 0,7 ml pro kg Körpergewicht; per Spritze aufgezogen, aufgefüllt mit Wasser, damit das Silber auf schnellem Weg in den Darm gelangt, direkt ins Mäulchen; zeitversetzt verabreichten wir etwas Vitamin C, da das Silber dann besser aufgenommen wird). Innerhalb von wenigen Tagen stoppte der Durchfall und wir merkten, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Nach 10 Tagen pausierten wir eine Woche und wiederholten die Gabe danach sicherheitshalber noch einmal. Von da an hatten wir Ruhe, und der 2 Wochen später durchgeführte Test fiel negativ aus.

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Beitragvon Jessi mit Faye » 10.07.2006 23:20

Vielleicht liest du das mal! In diesem Artikel steht aber drin das Panacur, nur als allerletzte Instanz gegeben werden sollte, da es zu heftigen Nebenwirkungen führen kann.

Ich habe keinerlei Erfahrungen mit Giardian, habe auch in diesem Threat zum ersten Mal davon gehört. Ich gehöre zu der Gattung erstmal alles Googlen! Vielleicht hilft dir das weiter!


http://www.loetzerich.de/Gesundheit/Giardien/giardien.html
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Beitragvon Jessi mit Faye » 10.07.2006 23:40

Uhpsi ich mal wieder, ist ja nix neues. Habe auch gerade gesehen ist derselbe Artikel wie ih Traumflock reingestellt hat! Ich bin halt immer etwas verwirrt. :duck: Nimmt mir doch hoffentlich keiner übel?
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Beitragvon Jessi mit Faye » 11.07.2006 10:30

Jaha! Früh übt sich. :D
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Beitragvon Neram » 08.08.2006 13:36

Muß mir mal meinen Frußt runterschreiben. Nachdem bei unserem Sultan Giardien festgestellt wurden dachte ich ja das wir endlich die Ursache für seinen Durchfall hätten. Was mich so geärgert hat waren die TÄ: bei drei verschiedenen war ich jetzt und jeder sagt was anderes wegen den Giardien. Als Halter macht man sich ja mittels Internet gerne Schlau . Gut das es Google gibt. Und da habe ich die Herstellerempfehlung gefunden das Panacur wie folgt gegeben werden soll: 5 Tage Gabe - 3 Tage Pause - 5 Tage Gabe Stuhluntersuchung nach 3 Wochen und dann 3 Monaten. Die ersten beiden TÄ behandelten falsch bzw. wollten die Stuhlprobe zu früh wiederholen.
Auf meine Bemerkung das es im Internet anders steht bekam ich die Antwort: " Im Internet steht viel ":
Also heut mit Sultan und Paris zum 3. Arzt. Von beiden eine Stuhlprobe dabei, da Paris auch Durchfall hat und Pupst, und Bandwurm hatte. Sultan , weil er immer noch Durchfall hat und der Test auf Giardien wiederholt werden muß.
Und was kommt raus: Sultan ist die Giardien los*Freude*, hat dafür aber eine Fettverdauungsstörung, welche Ursache seines Durchfalls ist. Paris ,hat keinerlei Würmer mehr aber dafür: GIARDIEN.

Jedenfalls weis ich jetzt was los ist. Also Paris bekommt jetzt Panacur genauso wie es der Hersteller empfhielt und beide bekommen spezielle Diätnahrung und dann wieder zur Stuhlprobe.
Sollte es bei Sultan dadurch nicht besser werden muß Blut abgenommen werden wegen der Bauchspeicheldrüse.
Und am Freitag kriegen beide die 2te Pilzimpfung. MACHT ZUSAMMEN:

128 EURO für die1te Impf.
135 HEUTE
123 Freitag

Da bekommt man schnell ein Portemonei aus Zwiebelleder: Wenn du reinguckst kommen dir die Tränen. *wein*

Aber Hauptsache den Katzen geht es endlich gut.
Zuletzt geändert von Neram am 08.08.2006 19:20, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße, Maren



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Beitragvon Karin A. » 08.08.2006 15:14

Hallo Maren,
dann ist es ja gut, dass du erstmal ordentlich gegoogled hast wg. Giardien. Da sieht man mal, es ist immer besser sich etwas weitgehender zu informieren. Auch ganz schön ärgerlich, dass Medis u. Impfungen so teuer sind. Aber für die kleinen Fellknäuel macht man schon so manches :mond:
auf jeden Fall gute Besserung den beiden :-)
Schön dass du deinen Frust jetzt los bist und das hast du richtig niedlich geschrieben, das mit dem Zwiebelleder muss ich mir merken :lol:
LG Karin <(°;°)>
Liebe Grüße Bild

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Beitragvon ronelly » 26.11.2006 08:20

Hallo,

ich habe ne Frage zu dem Thema. Wir waren gestern mit unserer Kleinen beim TA und er hat festegestellt, dass sie Giardien.

Unser Mäusi ist ganz, ganz klein - 700g wiegt sie und keine 30cm lang. Also der Azt hat ihr von Anhieb den Metronidazol gegeben ( :( und ihr schreibt es hat so viele Nebenwirkungen). Er meinte dass eine ausgewachsene Katze 1/8 Tablette kriegt und dass es unmöglich ist so wenig wie für unsere Foxy von der Tablette abzubrechen. Deswegen hat er ihr eine Lösung gemacht, die für sie einbißchen stärker ist, aber das macht nichts (sagte er! :? ). Noch dazu meinte der TA sie soll 8 Tage 0,5ml von der Lösung nehmen und dann ist Schluß. Jetzt lese ich aber das ihr das ganz anders gemacht habt.
Sollte ich ihr die Lösung auch so geben wie ihr: 5tage, 3Tag Pause und wieder 5 Tage?

Was meint ihr zu dem ganzen?

Bin dankbar für jeden Ratschlag!

Liebe Grüße,

Elli, Gina und Foxy

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Beitragvon ronelly » 28.11.2006 09:38

Hallo liebe Foris!

Ich hoffe da sind noch welche, die sich mit Giardien auskennen.

Also unsere Maus ist jetzt in der Behandlung mit Metronidazol und ihr geht es gar nicht gut. :cry: Seit sie das Medikament nimmt ist sie wie auf Drogen. Kann nicht mehr gehen, weil immer umkippt und wenn sie geht dann sieht es wie bei einem Besoffenen - nach link, nach rechts, Pfote nach vorne, nach hinten...plups Hinsetzen. Wenn sie an etwas riechen will dann kommt sie nicht richtig ran, weil ihr Köpfchen so stark wackelt. Aufs Klo kann die Maus auch nicht mehr richtig gehen, weil die hinteren Beinchen nicht mehr halten und sie macht alles im Sitzen. Dabei kippt sie immer beim aufstehen um und fällt in die ... rein.
Da all die alltäglichen Sachen nicht klappen liegt sie die ganze Zeit und mir bricht das Herz :cry:

Ich wollte mal nachfragen, ob ihr Erfahrung mit Metronidazol und Katzenkinder gemacht und so ein Verhalten dabei beobachtet habt.

Danke!

Liebe Grüße,

Elli, Gina und Foxy

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Beitragvon user_1310 » 28.11.2006 10:48

Also ich kenne mich mit Giardien zwar nicht aus und kann leider nicht helfen. Aber hinsichtlich der Nebenwirkungen würde ich sagen, auf jeden Fall SOFORT absetzen. Diese extremen Nebenwirkungen können Deiner Mieze nicht guttun, für diese Erkenntnis brauch man kein Arzt sein !

Ich würde Dir raten, sofort einen weiteren Arzt aufzusuchen und die Sache und Weiterbehandlung schnellstmöglich abstimmen.

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Beitragvon ronelly » 28.11.2006 11:18

Danke, dass ihr sofort geschrieben habt!

Ja, ich hab ihr das Medikament heute nicht gegeben und habe auch nicht vor ihr das nochmal zu geben.

Ich war gerade bei dem TA mit ihr. Er hat gemerkt dass sie noch dazu ziemlich große Nieren hat. Dann hat er ihr wieder Vitamin- und Renes-Spritze. Jetzt muss ich ihr jeden Tag 1ml Renes geben (hab gegooglet und das nehmen viele Katzen die Nierenprobleme haben). Ich sollte am Freitag nochmal mit ihr hin, aber ich glaub ich nehm lieber den längeren Weg und fahr zu unserer TÄ (sie ist zwar weiter weg, aber ich vertaue ihr mehr).

Also dieses Medikament Metronidazol bitte kleinen Katzen nicht geben!!!

Viele Grüße,

Elli



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