Tipps für den Tierarztbesuch

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Biene
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Tipps für den Tierarztbesuch

Beitragvon Biene » 11.08.2010 12:33

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Unbekannte Gerüche und Geräusche,
eine fremde Umgebung, die Nervosität von Frauchen....
Ein Tierarztbesuch bedeutet für viele Katzen Stress pur.

Wie kann man seinem Stubentiger den Tierarztbesuch erleichtern?



Zuhause üben:

Alles was die Katze von Zuhause aus schon kennt,
wird ihr in der Praxis leichter fallen.
Damit sich Miez an die verschiedenen Berührungen gewöhnt
und sich überall anfassen lässt, sollte man Zuhause öfters üben.
Augen, Ohren, Pfoten kontrollieren, ins Mäulchen schauen....
Für braves Verhalten dann ausgiebig belohnen!

Wenn das klappt, kann man die Übung steigern und mit Besuchern üben.
So lernt Miez, dass auch fremde Menschen nichts Böses von ihr wollen.



Transportbox:

Damit die Katze nicht nur schlechtes mit der Box verbindet,
sollte die Box unbedingt öfters als Schlafmöglichkeit angeboten werden.
Einfach offen in der Wohnung stehen lassen.
Die Katze ruhig mal in der Box füttern und mit ihr darin spielen.
Die Box auch mal kurz zu machen und danach ausgiebig loben.

Man sollte außerdem eine praktische Transportbox auswählen,
die sich leicht öffnen lässt.
Der Deckel sollte abnehmbar sein.



Autofahrt:

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Wenn möglich sollte ein Tier schon von klein auf an
das Autofahren gewöhnt werden.
Anfangs sollte man sehr kurze Fahrstrecken auswählen,
die allmählich erweitert werden können.

Das Auto muss gut belüftet sein.
Es darf weder zu kalt noch zu warm sein (ca. 20C°).
Zugluft unbedingt vermeiden!

Die Autofahrten sollten außerdem so kurz und ruhig
wie möglich gehalten werden.



Beim Tierarzt:

Sobald man vierbeinigen Nachwuchs bekommt,
sollte man das gesunde Tier dem Tierarzt schon mal vorstellen.
Diesen Besuch kann man dann "positiv" gestalten.
Viele ruhige Streicheleinheiten und Leckerchen zeigen dem Tier,
dass die Untersuchung nicht weh tut.

Auch bei den nächsten Tierarztbesuchen,
wieder versuchen unterstützend mit Vitapaste
und Streicheleinheiten abzulenken.
Ein Kätzchen das von Anfang an immer wieder
positive Erfahrungen beim Tierarzt macht, wird sich bei den
Behandlungen wesentlich leichter tun.

Termine sollten vorher vereinbart werden, um längere
Wartezeiten möglichst zu vermeiden.
Im Wartezimmer die Box so abstellen, dass Leute und Hunde
nicht direkt hineinschauen können.
Unbedingt Ruhe bewahren, da sich die Nervosität auch aufs Tier überträgt.
Und bitte keine Beruhigungsversuche!
Damit bestätigt man sein Tier nur noch mehr
in seiner Angst.

Ein ruhiger und entschlossener Besitzer,
stabilisiert das Gefühlsleben seiner Samptpfote.
Die Katze darf erst gar nicht auf die Idee kommen,
dass sie ein armer Tropf ist.

Bei besonders ängstlichen Tieren, kann man nach
Absprache des Tierarztes schon Zuhause ein
Beruhigungsmittel verabreichen.

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Bitte niemals auf eigene Faust handeln
oder menschliche Medikamente verabreichen!
Das kann ganz schlimm nach hinten losgehen.


Es ist übrigens nie schlecht, wenn man sich vor dem Tierarztbesuch
schriftliche Notizen macht.
Welche Fragen man hat und welche Symptome die Katze zeigt.
Manchmal fallen einem nämlich die Fragen beim TA nicht mehr ein.

Nicht vergessen:

Unbedingt beim Tierarzt erkundigen, wie die Notdienste organisiert sind.
Damit man im Ernstfall auch schnell tierärztliche Hilfe bekommt.



Was soll ich zum Tierarzt mitbringen?


Aufjeden Fall den Impfass der Katze.
Falls die Katze Medikamente bekommt, sollten diese dem Tierarzt gezeigt werden.

Wenn der Verdacht auf eine Krankheit beseht,
Kot und oder Urinproben mitnehmen.
Auch Proben von Erbrochenem können hilfreich sein.

Viele Pflanzen sind für unsere Minitiger giftig.
Besteht der Verdacht dass Miez von einer giftigen Pflanze genascht hat,
Pflanze oder ein Blatt der Pflanze mit in die Praxis nehmen.


Welcher Tierarzt?


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Am besten einen Tierarzt in der Nähe wählen,
um Notfalls lange Anfahrtszeiten zu vermeiden.

Der Arzt sollte dir sympathisch sein.
Es ist wichtig, dass man das Gefühl hat,
sein Tier ist in guten Händen.

Auch ist darauf zu achten, dass der Tierarzt ruhig
und geduldig mit den Tieren umgeht.
Hat man erst mal den Tierarzt seines Vertrauens gefunden,
wäre es gut seinen Stubentiger ein Leben lang von ihm betreuen zu lassen.
Denn der Arzt hat nicht nur alle wichtigen Daten gespeichert
(Impfungen, Laborbefunde, Erkrankungen....),
er kennt auch bereits die Eigenarten deines Tieres und
kann somit besser darauf eingehen.

Bei ernsthaften Erkrankungen kann es jedoch sinnvoll sein,
eine 2. Meinung von einem anderen Tierarzt einzuholen.


Hausbesuche

Ob ein Hausbesuch unbedingt erforderlich ist, sollte man gut abwägen.
Denn aus psychologischer Sicht, kann ein Hausbesuch gravierende
Folgeschäden für das Tier bedeuten.

Eine Katze sollte sich Zuhause in ihrem Revier wohl fühlen
und keine negativen Erfahrungen machen.
Gerade für sensible Tiere kann eine tierärztliche Untersuchung,
im doch eigentlich sicheren Revier, psychische Folgen haben.

Es gibt Tierärzte die sich auf Hausbesuche spezialisiert haben.
Wann und ob ein Hausbesuch die besser Wahl ist,
muss jeder selbst entscheiden.

Trauriges Thema:
Ich persönlich würde z.B. mein Tier in keiner Praxis einschläfern lassen,
sondern Zuhause in gewohnter Umgebung friedlich in meinem Arm.


Wann soll ich mit meiner Katze zum Tierarzt? (Klick mich)


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