Die Geschlechtsreife

Moderator: SONJA

Benutzeravatar
Biene
Moderatorin
Moderatorin
Beiträge: 17303
Registriert: 16.11.2006 13:16
Geschlecht: weiblich
Kontaktdaten:

Die Geschlechtsreife

Beitragvon Biene » 12.08.2010 17:15

Bild


    Die Geschlechtsreife bezeichnet das Alter, in dem eine Katze fortpflanzungsfähig wird.
    Durchschnittlich werden Katzen ungefähr zwischen dem fünften und achten Lebensmonat geschlechtsreif.
    Der Eintritt in die Geschlechtsreife wird jedoch von verschiedenen Faktoren
    wie z.B. Rasse, Geschlecht oder Jahreszeit beeinflusst.
    Im Herbst geborene Katzen können sogar ab dem 3. Monat geschlechtsreif werden.





    Die Geschlechtsreife:




    Bild

    Bild


Benutzeravatar
Biene
Moderatorin
Moderatorin
Beiträge: 17303
Registriert: 16.11.2006 13:16
Geschlecht: weiblich
Kontaktdaten:

Re: Die Geschlechtsreife

Beitragvon Biene » 12.08.2010 17:16

    Bild



    Die erste Rolligkeit markiert den Eintritt in die Geschlechtsreife.
    Eine Katze in der Rolligkeit rollt sich auf dem Boden um
    die eigene Achse.
    Daher die Bezeichnung "Rolligkeit".
    Damit zeigt sie ihre Paarungsbereitschaft und gibt oft noch ein
    langgezogenes dunkles Maunzen von sich.


    Die Rolligkeit einer Katze ist eine lautstarke Angelegenheit.



    Typische Verhaltensweisen/ Auffälligkeiten in der Rolligkeit:


    • Rollige Katzen werden anhänglicher und reiben ihr Köpfchen an vielen Gegenständen.
      Sie schmeicheln ihren Menschen um die Beine und wollen auffallend viel
      gestreichelt und liebkost werden.


    • Die Katze schreit, rollt sich auf dem Bodem und präsentiert ihr Hinterteil


    • Häufiges miauen mit tiefer Stimmlage- sie "ruft" auf diese Weise nach einem Kater


    • Das Kraulen in der Kreuzgegend genießt die Katze jetzt besonders.
      Dabei streckt sie den Schwanz und ihr Hinterteil nach oben.
      Im letzten Stadium der Rolligkeit streckt sie den Schwanz auch seitwärts.


    • Während die Katze gestreichelt wird, tretelt sie oft auch mit den Hinterbeinen.


    • Viele Katzen fressen nichts oder kaum, oder erbrechen ihr Futter.
      Manchmal kann es auch zu Durchfall kommen.
      Deshalb kommt es in der Rolligkeit nicht selten zu Gewichtsverlusten.


    • Durch den Stress der Rolligkeit reagieren viele Katzen auch mit Unsauberkeit


    • Häufiges putzen und starkes Haaren


    Das Verhalten einer rolligen Katze wird für den Menschen zur Tortur.
    Denn die Katze wird so lange nach einem Partner schreien, bis einer kommt.
    Dass in der Wohnung jedoch kein Partner kommen kann, das weiß sie ja nicht.
    Durch die ausdauernden und lautstarken Rufe nach einem Bräutigam
    kann man sich von seiner Nachtruhe verabschieden.


    Aber auch für die Katze selbst bedeutet die Rolligkeit Stress pur.
    Die Dauer und Intensität der Rolligkeit kann bei jeder Katze
    sehr unterschiedlich sein.
    Man kann jedoch von 4 - 8 Tagen ausgehen.
    Normalerweise wird eine Katze ungefähr 3 mal pro Jahr rollig.

    Wird eine Katze nicht gedeckt, besteht jedoch die Gefahr einer Dauerrolligkeit.
    Das heißt die Rolligkeitssymptome hören überhaupt nicht mehr auf oder eine
    Rolligkeit folgt nach der anderen.
    Durch die Dauerrolligkeit besteht auch ein hohes Risiko
    von Gebärmutterentzündungen oder Zystenbildungen.
    Unkastrierte Katzen sind für Krebserkrankungen, besonders
    in der Gesäugeleiste, sehr anfällig.

    Deswegen sollte man seine Tiere unbedingt kastrieren lassen.
    Alles zum Thema Kastration findet ihr Hier (klick mich)


    Beispielvideos:








Benutzeravatar
Biene
Moderatorin
Moderatorin
Beiträge: 17303
Registriert: 16.11.2006 13:16
Geschlecht: weiblich
Kontaktdaten:

Re: Die Geschlechtsreife

Beitragvon Biene » 12.08.2010 17:24

    Bild



    Auch für den Kater
    bedeutet die Geschlechtsreife Stress.
    Für den Besitzer ist die Haltung eines
    potenten Katers ebenfalls kein Honigschlecken.


    Typische Verhaltensweisen/ Auffälligkeiten in der Geschlechtsreife:



    • Unkastrierte Kater können launisch und depressiv werden,
      wenn sie keine Möglichkeit zum Decken bekommen.



    • In einem Mehrkatzenhaushalt werden die anderen Katzen
      (egal ob Männlein oder Weiblein) gern für Übungszwecke
      zum Aufreiten benutzt.


    • Auch zu Raufereien kann es durch den
      launischen Kater kommen.
      Besonders Freigänger haben deswegen ein hohes Risiko.
      Durch Katerkämpfe oder Paarungsbisse können sie sich
      mit FeLV (= Leukose) oder FIV (= Katzenaids) infizieren.
      Durch die Konkurrenzkämpfe kommt es auch immer wieder
      zu Verletzungen an Augen und Ohren oder zu Abszessen, die
      sich durch einen kätzischen Angriff gebildet haben.



    • Streng riechende Duftmarken, die überall in der Wohnung gesetzt werden.
      Wände, Möbel, Teppiche....alles wird mit dem übel
      riechenden Urin eingespritzt.



    • Potente Kater neigen zum Streunen und bleiben manchmal
      auf der Suche nach einem paarungsbereiten Weibchen
      mehrere Tage von zu Hause weg.
      Unkastrierte Katzen werden daher leider oft Opfer des Straßenverkehrs.


    • Katergesänge!
      Vor allem nachts lassen einem die sehnsüchtige
      Rufe nach einer Braut die Nachtruhe vergessen.

    Übrigens:

    Wenn ein Kater bereits vor der Kastration markiert hat,
    kann es durchaus vorkommen,
    dass er dieses Markierverhalten auch noch nach
    der Kastration beibehält.
    Ein Grund mehr, seinen Kater rechtzeitig kastrieren zu lassen.

    Alles zum Thema Kastration findet ihr Hier (klick mich)



Zurück zu „Katzen verstehen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast