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Katzen 10% NK


Kacsa
Terrorzwerg


photo von Kacsa
Kätzin

Geburtsdatum: 07.05.2002
Vorlieben: Meine Kleine,

seit Sonntag, 01.06.03 bist Du nun schon
spurlos verschwunden. Niemand hat Dich
gesehen, niemand hat Deinen kleinen toten
Körper gefunden.
Du fehlst mir so.

Mein Kopf hat keine Hoffnung mehr, Dich
jemals wiederzusehen und doch ist da in
meinem Herzen noch ein Funken.
Vielleicht...
Das ist das Schlimmste.
Wenn ich Dich wenigstens beerdigen könnte.
Wenn ich ein letztes Mal Dein winziges
Köpfchen streicheln könnte, um Abschied von
Dir zu nehmen. Dann wüsste ich wenigstens,
wo Du bist. Dann könnte ich abschließen.

So erwarte ich jedes Mal, wenn ich zum
Fenster schaue, dass Du auf die Fensterbank
hüpfst. Ich erwarte, Dich meine Blumen
ausgraben zu sehen, wenn ich in den Garten
schaue, erwarte, dass Du plötzlich neben
mir
auftauchst, wenn ich die Treppe runtergehe.
Doch Du bist nicht da.

Ich sehe Tag und Nacht Deine angsterfüllten
Augen, sehe Dich unvorstellbare Schmerzen
leiden, sehe Deinen fragenden Blick, bevor
Du das letzte Mal ausatmest: „Warum seit
ihr
nicht hier? Warum lasst ihr mich alleine?“
Der Gedanke bringt mich um.
Wie waren immer für Dich da, meine Kleine,
ich habe Deinen Durchfall abgeputzt, Deine
Kotze weggewischt, Deinen eiternden Abszess
gereinigt, alles zwei Stunden. Du kamst
immer zu mir, wenn es Dir schlecht ging,
damit ich Dir helfe. Nie habe ich mich
geekelt, nie habe ich mir gewünscht, Du
seiest anders, als Du warst.
Doch diesmal waren wir nicht da. Wir
konnten
Dir nicht helfen, kleine Katze, es tut mir
so leid.

Niemand außer Dir hätte mich morgens um
halb
fünf wecken dürfen, ohne dass ich schimpfe.
Niemand hätte ein Lächeln bekommen, wenn er
ich wachquakt, mir seine Nase ins Gesicht
drückt und mit Anlauf auf mich
draufspringt,
um sein Frühstück zu bekommen.
Nie wieder wirst Du Dich morgens noch mal
fünf Minuten auf meinen Bauch kuscheln, nie
wieder werden wir beim Zähneputzen Fangen
im
Flur spielen, nie wieder wirst Du auf
meiner
Hüfte oder in meinem Arm einschlafen. Dein
Körbchen, dass auf dem Nachttisch stand,
wird leer bleiben. Es sieht plötzlich so
groß aus, so bedrohlich.
Nie wieder wirst Du draußen um mich
rumhüpfen, wenn ich Unkraut zupfe und
Erdklumpen fangen. Nie wieder wirst Du
neben
mir hertrippeln und mir Geschichten
erzählen, wie der Esel aus „Shrek“.

Alles erinnert mich an Dich, egal, wo ich
hinsehe. Beim Blumengießen warst Du dabei,
das macht Geräusche. Beim Kochen hast Du
mir
zugeguckt, gestern habe ich Spätzle
gemacht,
Du hast immer ein paar abbekommen und sie
erst totgespielt, bevor Du sie gegessen
hast.
Du mochtest es nicht, wenn man am PC saß,
bist über das Keyboard gelaufen, damit man
Dich beachtet. Wenn man dann aufhörte,
konntest Du beruhigt nach draußen gehen und
uns ignorieren.
Durch Fenster rein, durch die Tür raus,
durchs Fenster rein, durch die Tür raus...

Du warst die hübscheste Katze, die ich
jemals gesehen habe, jeder, der Dich sah,
hat als erstes das Wort „niedlich“ benutzt.
Du warst so brav, auch wenn wir nicht da
waren, bist Du nie auf den Tisch oder die
Küchenschränke gehüpft. Wenn ich Dir was
verboten habe, hast Du zur Strafe meinen
Drachenbaum zerpflückt. „So, das hast Du
nun
davon!“ Ich habe immer gelacht.

Du hast das Glück zu uns gebracht.
S. geht es vielleicht noch schlechter als
mir. Du warst eins von drei Wesen, die ihm
niemals wehgetan und ihn geliebt haben.
Sein
Hund, den sein Vater vollkommen gesund
einschläfern ließ, ich und Du, unser
kleiner
Schatz. Er sucht Dich jede Nacht.
Er war im Tierheim, hat bei der Katzenhilfe
und beim Tierarzt angerufen, hat überall
Schrammen und blaue Flecken, weil er durch
jeden Busch und jeden Graben gekrochen ist.
Er wird damit nicht fertig.
Du warst sein Halt in dieser Welt, um Dich
konnte er sich kümmern, nach Dir schauen
und
Deinen Schlaf bewachen. Er ist total
zusammengebrochen.
Gestern hat er Deine Näpfe, Dein Futter,
Dein Spielzeug weggeräumt, ich hätte es
nicht gekonnt. Sei uns bitte nicht böse
deswegen, es tut zu weh.

Ich habe die Suchmeldung an den
Tierschutzbund rausgegeben, habe Plakate
aufgehängt. An der Bushaltestelle ist es
sofort wieder abgerissen worden, „Bekleben
verboten“. An dieser Stelle hängt jetzt das
Plakat fürs Schützenfest.

Die Nachbarn finden uns lächerlich, sie
wissen nicht, was Liebe ist. Sie wissen
nicht, wie es ist, durch Deine bloße
Anwesenheit glücklich zu sein, jedes Mal zu
lächeln, wenn man Dich sieht. Ich habe
jeden
Tag gelächelt, jetzt kann ich nur noch
heulen.
2,8 kg Glück.

Ich wusste, dass ich eines Tages um Dich
trauern muss, aber nicht jetzt, nicht so.
Einfach aus meinem Leben gerissen, von
einer
Minute zur anderen.
Das letzte, was ich von Dir sah, war wie Du
Dein Köpfchen vor der Haustür geschüttelt
hast, weil ich Dir eine Ohrenspülung
verpasst habe. Und dann nichts mehr.

Das Leben hat uns verwehrt, Kinder haben zu
dürfen. Jetzt hat es uns das genommen, was
wir am meisten auf der Welt geliebt haben.
Und lässt uns nicht mal ordentlich Abschied
nehmen.
„Mein kleines Mädchen“ habe ich Dich immer
genannt, denn das warst Du. Mein kleines
Mädchen...

Im Mai bist Du ein Jahr alt geworden. Noch
ein Katzen-Teenager.
Der einzige Trost, den ich habe ist, dass
Du
in den elf Monaten, die Du bei uns warst
mehr Liebe erhalten hast, als manche
Menschen in ihrem ganzen Leben. Du warst
glücklich.

Ich hoffe, mein kleiner Schatz, es geht Dir
jetzt gut dort, wo Du bist. Ich hoffe, es
ging schnell.

Ich wusste nicht, dass das Herz wirklich
brechen kann, dass der Schmerz physisch
sein
würde.
Wie soll es jetzt weitergehen? Alles ist so
kalt, so leer.

Ich liebe Dich, mein kleines Mädchen. Ein
Stück von mir ist mit Dir gegangen.

Abneigungen:
Homepage: http://
E-Mail



01.06.2003

Ich bin wahrscheinlich von einem Auto
überfahren worden und wurde nach 12 Tagen
dann doch in einem Bachlauf gefunden und
bestattet.
Jetzt warte ich hinter der Regenbogenbrücke.

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