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Katzen 10% NK


Felix

*best-site 07/2000*


photo von Felix
Kater

Geburtsdatum: 17.03.1996
Vorlieben: Schoßisitzen,
sein Körbchen,
gekochter Polardorsch
Abneigungen: Fremde, insbesondere Tierärzte
Homepage: http://geli.heim.at/index.html



14.05.2008

ca. 10:00 Uhr, im Rahmen der OP
eingeschläfert

Inoperabler Tumor an der Darmwurzel, ca. so
groß wie ein Tischtennisball, hunderte (oder
tausende) Metastasen, ich hab es mir selbst
angesehen...

Felix ging es nur 2-3 Tage schlecht. Vor
Pfingsten hat man zumindest als Mensch noch
nichts gemerkt. Im nachhinein sind da
vielleicht ein paar minimale Veränderungen,
aber die weisen keinesfalls auf irgendeine
Krankheit hin:
- In den letzten 2 Wochen haben seine
Vorderkrallen das Wachstum deutlich
reduziert, wir mußten sie nicht extra schneiden.
- Wenn ich nach dem Duschen von innen die
Scheiben mit der Gummilitze abgezogen habe,
hat er sie nicht mehr von außen gefangen
sondern nur noch zugesehen.
- In der letzten Woche ist das Trockenfutter
nicht wirklich weniger geworden im Napf. Aber
es war warm und beim Naßfutter gab es keinen
merkbaren Unterschied zu sonst.

Erst am Pfingstmontag war es so, daß ich mir
ein wenig Sorgen gemacht habe. Er war auch
am Sonntag schon ein wenig angeschlagen,
aber das war noch irgendwie im Rahmen.
Am Dienstag hab ich dann zu mittag mit dem
Tierarzt telefoniert, ob er nicht am Abend
oder eventuell auch erst am Mittwoch
vorbeikommen könnte. Um 1/2 6 hab ich Felix
dann in die Box gepackt und bin mit ihm mit
der Straßenbahn in die Ordination gefahren,
weil es ihm immer schlechter ging. ->
Blutuntersuchung (fast perfekte Werte) und ->
Ultraschall: und da war ein riesiger
schwarzer Schatten...

Für Felix gab es die Alternative, ihn über
nacht in der Praxis zu lassen, sodaß er durch
Infusionen für die OP gestärkt wird. Wenn der
Tierarzt am Abend schon so vorsichtig
andeutet, daß er die OP vielleicht nicht
überleben könnte, dann glaubt er eigentlich,
daß er das in diesem Zusatand garantiert
nicht schafft.
Aber er hat dann eine Aufbauspritze bekommen
und ich hab ihn mit nach Hause genommen.
Vom Fisch, den ich ihm gekocht hab, hat er
etwa die Hälfte gefressen und er hat Wasser
getrunken.
Als ich in der Nacht wach geworden bin, ist
er neben mir im Bett gelegen.
Nachdem Wendelin gemeint hat, er müsse Felix
eine hauen, weil er nach Tierarzt riecht und
davor hat er Angst, hab ich ihn ins Büro
gesperrt und den Rest der Nacht mit Felix
allein verbracht. Durch die Aufbauspritze
ging es ihm vergleichsweise gut.
Am Morgen hat er sich dann noch neben den
Kopfpolster gelegt und geschnurrt für mich.
Das war nicht das Schnurren einer kranken
Katze, die sich damit selbst beruhigen will
so wie am Tag davor.
Nach dem Aufstehen ist er aufs Kistchen und
dann in die Küche und wollte Frühstück. Wegen
der OP hat er leider nichts mehr bekommen
dürfen und er hätte wohl auch nur sehr wenig
gefressen, aber immerhin wollte er was.
Darüber war der Tierarzt auch recht
überrascht. Er hatte nämlich befürchtet, daß
Felix die Nacht nicht überlebt (hat er
nachträglich zugegeben).
Wasser aus dem Wasserhahn hat er noch
getrunken.
In der Zeit bis zum OP-Termin hat dann
allerdings die Wirkung der Aufbauspritze
merklich nachgelassen.

Spruch von Hugo v. Hoffmannsthal

Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel
Schönes.
Manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu
haben, als man ertragen kann, dann stärkt
sich indessen leise das Schöne und berührt
wieder unsere Seele.

Felix, ich danke Dir, daß Du 12 Jahre lang
mein Leben so sehr bereichert hast...

Dein Bruder Wendelin und ich vermissen Dich!




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